Hybride Arbeit als hohes Cybersicherheits-Risiko

Arbeit

Veröffentlicht 09.09.2022 08:00, Kim Wehrs

Der Wechsel ins Home Office mit verringerter Konnektivität und Sicherheit kann jedes Gerät eines Anwenders zu einer potenziellen Bedrohung für Unternehmen werden lassen. Ergebnisse einer jüngste Umfrage (1) überraschen nicht, dass  der Wechsel zu einer dezentralen Arbeitsumgebung zu einer Zunahme von Sicherheitsvorfällen, einschließlich Datenverlusten, Ransomware Attacken und Angriffen über Cloud-Dienste geführt hat.

Alle untersuchten Länder zeigen eine Gemeinsamkeit bei den Tools, in die die meisten Unternehmen investiert haben. Der „Löwenanteil“ der Investitionen in den letzten 12 Monaten entfiel auf VPN. DDI- und DNS-Technologien werden jedoch immer beliebter. 41 % der Befragten setzen DDI-Server (DNS-, DHCP- und IP-Management) mit Cloud-Verwaltung als Sicherheitskontrolle ein. Bei der Suche nach einer Bedrohungsquelle verlassen sich 40 % auf die von DDI bereitgestellten Netzwerkflussdaten, 39 % auf DNS-Abfragen und 39 % auf externe Threat Intelligence Services.

Unterschiede in den einzelnen Ländern gibt es hingegen bei den Arten von Bedrohungen oder Schwachstellen, die ihnen für die nächsten 12 Monate die meisten Sorgen bereiten. Datenlecks und Ransomware belegen die Plätze 1 und 2 in den meisten Ländern. In den USA allerdings ist die Sorge vor Ransomware am größten. Angriffe über Verbindungen der Remote-Mitarbeiter:innnen schafften es in fast allen untersuchten Ländern auf Platz 3, mit einem Ausreißer in EMEA, wo „Direkte Angriffe über Cloud-Dienste“ auf Platz 3 landeten.

Die Folgekosten einer Sicherheitsverletzung sind enorm: 43 % der Befragten schätzten sie auf 1 Million Dollar oder mehr. 61 % der deutschen Befragten erlitten direkte und indirekte Schäden von bis zu 1 Million US-Dollar.

 

(1)  Infoblox-Umfrage 2022


Von Wolf-Dietrich Lorenz
Foto: Adobe Stock / Nuthawut


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