
Ohne enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und IT scheitern KI-Projekte im Krankenhaus. Nur wenn medizinisches Know-how und technisches Können Hand in Hand gehen, entstehen Lösungen, die klinisch relevant, sicher und nahtlos integrierbar sind. Nur durch enge Abstimmung können KI-Lösungen entwickelt werden, die sowohl den klinischen Anforderungen entsprechen als auch sicher und effizient in die bestehende IT-Infrastruktur integriert werden. Die Brücke zwischen beiden Welten ist kein Nice-to-have – sie ist der Schlüssel zum Erfolg.
Klinische Abteilungen bringen das notwendige Prozessverständnis und Wissen über medizinische Abläufe ein, während die IT-Abteilung für die technische Umsetzung, Datenintegration, Interoperabilität und Sicherheit verantwortlich ist. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, KI-Systeme so zu gestalten, dass sie tatsächlich die Versorgungsqualität verbessern, etwa durch präzisere Diagnosen, optimierte Abläufe und personalisierte Behandlungsempfehlungen.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der kontinuierliche Austausch: Gemischte Teams aus IT- und Klinikpersonal können Anforderungen frühzeitig identifizieren, die Usability von KI-Anwendungen sicherstellen und Nutzerfeedback direkt in die Weiterentwicklung einfließen lassen. Dadurch steigt die Akzeptanz der Systeme im klinischen Alltag und potenzielle Fehlerquellen werden schneller erkannt und behoben.
Auch beim Datenschutz ist die Zusammenarbeit entscheidend, da KI-Systeme mit sensiblen Patientendaten arbeiten. Nur gemeinsam können technische und organisatorische Maßnahmen entwickelt werden, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den klinischen Notwendigkeiten gerecht werden.
Insgesamt zeigt sich: Der Erfolg von KI im Krankenhaus hängt maßgeblich davon ab, wie gut klinische und IT-Abteilungen kooperieren, ihr Wissen bündeln und gemeinsam innovative, sichere und praxisnahe Lösungen entwickeln und betreiben.
Gemeinsame Entwicklung von klinischen Prozessen und IT im KI-Einsatz
Die gemeinsame Entwicklung von klinischen Prozessen und IT beeinflusst den KI-Einsatz im Gesundheitswesen maßgeblich, da sie die Basis für eine erfolgreiche, praxisnahe und sichere Integration von KI-Anwendungen schafft. Erst durch die enge Zusammenarbeit beider Bereiche können medizinische Anforderungen und technische Möglichkeiten optimal aufeinander abgestimmt werden. Klinisches Fachpersonal bringt das notwendige Wissen über Versorgungsabläufe und Patientenbedürfnisse ein, während die IT-Abteilung für Datenmanagement, Interoperabilität, Standardisierung und Sicherheit sorgt.
Ein zentrales Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Schaffung standardisierter und interoperabler Datenstrukturen, die essenziell für die Entwicklung und den Betrieb von KI-Systemen sind. Nur wenn Daten aus verschiedenen Quellen einheitlich erfasst, verarbeitet und ausgetauscht werden können, lassen sich KI-Anwendungen effizient trainieren und zuverlässig einsetzen. Internationale Standards wie FHIR oder IHE ermöglichen dabei die technische Interoperabilität, sodass Daten aus elektronischen Patientenakten, klinischer Forschung und anderen Quellen gemeinsam genutzt werden können.
Die gemeinsame Entwicklung fördert auch die Akzeptanz und Usability von KI-Lösungen im klinischen Alltag. Durch kontinuierlichen Austausch und Feedbackschleifen können Anforderungen frühzeitig identifiziert und in die Gestaltung der Systeme integriert werden, was die Nutzerfreundlichkeit erhöht und Fehlerquellen reduziert. Gleichzeitig profitieren klinische Prozesse von der Automatisierung und Optimierung durch KI, etwa bei der Auswertung von Bilddaten, der Unterstützung bei Diagnosen oder der Individualisierung von Therapien.
Nicht zuletzt trägt die gemeinsame Entwicklung dazu bei, Datenschutz und Datensicherheit auf hohem Niveau zu gewährleisten, da organisatorische und technische Maßnahmen abgestimmt werden können. Insgesamt entsteht so eine solide Grundlage, um das volle Potenzial von KI im Gesundheitswesen auszuschöpfen, die Versorgungsqualität zu steigern und Innovationen nachhaltig zu fördern.
Quelle: Krankenhaus-IT Journal, Ausgabe 04/2025 - Stand September 2025
Symbolbild: wladimir1804 / AdobeStock