
Deutschland steht am Wendepunkt. Das Gesundheitssystem kämpft mit Fachkräftemangel, steigenden Kosten und einer wachsenden Bürokratielast. Doch was denken Ärzt:innen, MFA und Patient:innen wirklich über KI im Gesundheitswesen? Wie groß ist die Bereitschaft für digitale Lösungen tatsächlich?
Der neue Digital Health Report 2026 – eine YouGov-Studie im Auftrag von Doctolib mit 1.000 Patient:innen sowie 400 Ärzt:innen und MFAs – liefert aktuelle und umfassende Antworten. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse knapp zusammengefasst.
01. Patient:innen sind frustrierter als gedacht – eine Zahl ist besonders alarmierend
Sieben von zehn Patient:innen kritisieren, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen viel zu langsam vorangeht. 68 % sehen Deutschland im internationalen Vergleich bereits abgehängt. Doch das ist noch nicht die beunruhigendste Erkenntnis.
Die wirklich alarmierende Zahl: 64 % der Patient:innen haben schon einmal auf einen Arzttermin verzichtet, weil die Suche nach einer Praxis oder einem Termin zu schwierig war. Mehr als jede:r Zweite verzichtet auf medizinische Versorgung – nicht aus medizinischen, sondern aus rein administrativen Gründen. Der vollständige Report beleuchtet unter anderem, welche Rolle medizinische Versorgung für Prävention und Früherkennung spielt.
02. Schatten-KI unter Ärzt:innen verbreitet
Etwa die Hälfte der Ärzt:innen verwendet bereits private KI-Tools wie ChatGPT für Recherchen, knapp 30 % sogar für Dokumentation. Diese “Schatten-KI” , also die Nutzung privater, von der medizinischen Institution nicht authorisierter KI-Tools, wie Text- und Bildgeneratoren oder Chatbots in einem beruflichen Kontext, ist nicht nur aus Gründen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit problematisch. Sie zeigt darüber hinaus auch, dass der Bedarf nach professionellen KI-Lösungen im Gesundheitswesen längst da ist.
Wenn Ärzt:innen bereits heute KI-Tools nutzen – trotz fehlender Zertifizierung – wie können sie motiviert werden, auf zertifizierte Lösungen umzusteigen, insbesondere wenn ihnen Datenschutz am Herzen liegt? Die Antwort und konkrete Praxisbeispiele finden Sie im vollständigen Report.
03. Demografische Herausforderung: Die Alterung der Ärzteschaft in Zahlen
Das Durchschnittsalter der Ärzteschaft liegt bei 54 Jahren, 37 % der Hausärzt:innen sind über 59 Jahre alt (Kassenärztliche Bundesvereinigung, gesundheitsdaten.kbv.de). Laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (zi.de) könnte der ambulante Versorgungsgrad bis 2040 auf nur noch 74 % des heutigen Niveaus absinken. Der Report zeigt vier konkrete Lösungsstrategien, wie Digitalisierung genau dort ansetzen kann, wo der Druck am größten ist.
04. 1 Million zusätzliche Patientenstunden pro Woche durch KI-Tools möglich
KI-Sprechstundenassistenten sparen 70 % der Zeit bei der Dokumentation. KI-Telefonassistenten reduzieren Unterbrechungen am Empfang um bis zu 60 % und nicht beantwortete Anrufe um bis zu 75 %. Das Ergebnis? 10–20 Stunden Zeitgewinn pro Woche pro Praxis. Hochgerechnet bedeutet das: Der Einsatz dieser KI-Tools würde über 1 Million zusätzliche Patientenstunden pro Woche in deutschen Praxen ermöglichen.
Der Report zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie diese Zahlen in der Realität aussehen – was haben Ärzt:innen gelernt, die den Schritt bereits gewagt haben?
05. Das große Ziel: Menschlicher Kontakt trotz Digitalisierung
79 % der Ärzt:innen und MFA sind überzeugt: Digitalisierung hilft, aber der menschliche Kontakt muss im Mittelpunkt bleiben. Genau hier liegt eine der größten Chancen. Im vollständigen Report erfahren Sie, wie vernetzte Versorgung konkret aussieht und welche Kosten durch weniger unnötige Doppeluntersuchungen eingespart werden könnten. Die Experteninterviews mit Maud Pennaneach, Vice President Product bei Doctolib, und Inga Bergen, KI-Expertin, geben überraschend konkrete Antworten.
06. Was Patient:innen wirklich wollen – und warum 72 % eine bestimmte KI-Anwendung bevorzugen
62 % der Patient:innen wünschen sich kürzere Wartezeiten, 59 % bessere Erreichbarkeit. Aber hier kommt die Überraschung: 72 % würden KI-Terminassistenten nutzen – der höchste Wert aller abgefragten KI-Anwendungen, weit vor allen anderen digitalen Tools.
Warum gerade diese Anwendung? Die vollständige Aufschlüsselung der KI-Akzeptanz nach Anwendungsbereichen finden Sie im Report.
07. Proaktiv statt reaktiv: Das neue Paradigma in der Gesundheitsversorgung
60 % der Patient:innen wünschen sich Vorsorgeerinnerungen, 51 % finden digitale Gesundheitserinnerungen hilfreich. Patient:innen suchen einen umfassenden digitalen Gesundheitsbegleiter. Der Report zeigt die prognostizierten Entwicklungsstufen bis 2028 – von administrativen Assistenten bis hin zu unterstützender Medizin-KI.
08. Was Sie im vollständigen Report erwartet
Der Digital Health Report 2026 bietet auf über 30 Seiten:
✓ Vier konkrete Chancen für 2026 mit umsetzbaren Handlungsempfehlungen
✓ Exklusive Experteninterviews und Praxisberichte von Ärzt:innen
✓ Entwicklungsstufen bis 2028 für strategische Digitalisierungsplanung
✓ Konkrete Umsetzungsbeispiele für verschiedene Praxisgrößen
Jetzt den vollständigen Digital Health Report 2026 kostenlos herunterladen!
Quelle: © Doctolib
Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ChatCPT / OpenAI