
Patientinnen und Patienten begrüßen, Besuchenden den Weg weisen und Informationen vermitteln: HuGo soll Pflegekräfte und Servicemitarbeitende von Routinetätigkeiten entlasten. Am UKSH, Campus Kiel, gab es heute einen Praxistest.
Am 10. Februar 2026, war HuGo in der Magistrale von Haus C im Einsatz und unterstützte Patientinnen und Patienten sowie Besuchende mit Orientierung und Informationen. Der Test ist Teil des deutsch-dänischen Forschungsprojekts HospiBot.
Bild: Prof. Dr. Franziska Uhling (rechts), Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel, und Felix Prell, Projektverantwortlicher am UKSH, mit HuGo. Bei dem Praxistest ging es draum herauszufinden, wie die Besuchenden oder Patientinnen und Patienten auf HuGo reagieren. Foto: UKSH
HuGo – entwickelt für den Klinikalltag
HuGo wurde speziell für den Einsatz im Krankenhaus entwickelt. Er ist etwa 1,50 Meter groß, kann gestikulieren und Richtungen anzeigen. Über Sprache, Displays und ausdrucksstarke Augen tritt er mit Menschen in Kontakt. Mithilfe künstlicher Intelligenz versteht er gesprochene Fragen und gibt passende Antworten.
Künftig soll HuGo zum Beispiel Besuchende begrüßen, häufige Fragen beantworten oder den Weg zu Abteilungen zeigen. So sollen Pflegekräfte und Servicemitarbeitende bei Routinetätigkeiten entlastet werden – damit mehr Zeit für die Versorgung bleibt.
Im Fokus: Orientierung und Gespräch
Beim Test am UKSH stand die „Greet’n’Guide“-Funktion im Mittelpunkt. „Wir wollen herausfinden, wonach die Besuchende HuGo fragen, wie ihre Resonanz ausfällt und an welchen Stellen noch Verbesserungspotenzial besteht“, sagt Felix Prell, Projektverantwortlicher am UKSH und Projektmanager. „Wir testen, ob der Roboter Fragen versteht und korrekt beantworten kann, etwa: ‚Wie komme ich in die Urologie?‘“
Neben richtigen Informationen ist auch der Umgang wichtig: „Wir wollen herausfinden, ob HuGo so mit Menschen interagiert, dass sie sich gesehen und wertgeschätzt fühlen“, ergänzt Oskar Palinko, Professor an der Süddänischen Universität Odense und HospiBot-Gesamtprojektleiter.

Bild: Der humanoide Roboter HuGo: Er ist ca. 1,50 Meter groß und soll Patientinnen und Patienten sowie Besuchende künftig den Weg weisen und ihnen Informationen vermitteln. Foto: UKSH
Aktuell ist HuGo noch stationäre im Einsatz. Die Projektgruppe entwickelt derzeit parallel eine mobile Basis, so dass HuGo künftig auch als Begleiter fungieren kann. Für Sommer dieses Jahrs ist in der Klinik für Urologie des UKSH, Campus Kiel, ein weiterer Testlauf geplant: Dann soll der Roboter interessierte Patientinnen und Patienten innerhalb der Klinik begleiten, zum Beispiel von der Ambulanz zu den Untersuchungsräumen.
Das Interreg Projekt HospiBot
HospiBot ist ein deutsch-dänisches Kooperationsprojekt und wird durch Interreg Deutschland-Danmark im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Über 40 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Technik und Klinik entwickeln gemeinsam Serviceroboter für den sicheren und praxistauglichen Einsatz im Krankenhaus.
Beteiligt sind Institutionen aus Schleswig-Holstein und Dänemark. Auf deutscher Seite wirken neben dem UKSH das Fraunhofer IMTE, die Universität zu Lübeck und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel mit. Auf dänischer Seite sind SDU Robotics (Leadpartner), Sygehus Sønderjylland, das Sjællands Universitetshospital und das Odense Universitetshospital Projektpartner.
Weitere Informationen zum Projekt: https://hospibot.eu
Quelle: UKSH Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Bildmaterial: UKSH