
Dauerhafte Perspektive für Netzwerk Universitätsmedizin
Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wird von einem erfolgreichen Pandemie-Kriseninstrument zu einer festen Säule der Gesundheitsforschung. Das Netzwerk erhält eine dauerhafte Förderung durch den Bund und startet damit in eine neue Phase.
Die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) schafft Planungssicherheit für das NUM. Damit wird die klinische Forschung nachhaltig gestärkt, die die Wirksamkeit von Diagnose- und Therapiemethoden auf Basis von Patientenstudien untersucht.
Die dauerhafte Förderung des NUM wird die klinische Forschung in Deutschland festigen, die Patientenversorgung verbessern und die Reaktionsfähigkeit Deutschland in künftigen Gesundheitskrisen erhöhen.
"Mit der Verstetigung des Netzwerks Universitätsmedizin setzen wir ein wichtiges forschungspolitisches Zeichen. Dafür war es höchste Zeit. Bund und Länder wirken beim NUM zusammen, um eine moderne, digitale und klinische Forschung zu ermöglichen." Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Bild: Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Ursprung im Krisenmanagement
Gegründet wurde das NUM im April 2020 als Teil des Krisenmanagements während der Corona-Pandemie. Zu Beginn der Pandemie fehlten geeignete Plattformen, um Behandlungsdaten und Bioproben standortübergreifend strukturiert zu erfassen und zu nutzen.
Mit dem NUM entstand in kürzester Zeit eine neue Struktur, die die Expertise aller 37 universitätsmedizinischen Einrichtungen in Deutschland bündelte. Die daraus resultierenden Ergebnisse trugen wesentlich dazu bei, die Versorgung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten zu verbessern.
Dauerhafte Fortführung des NUM
Heute reicht der Datenaustausch weit über COVID-19 hinaus und ermöglicht bundesweit Forschungsansätze. Seit 2020 wurde das Netzwerk projektförmig gefördert. Mit dem aktuellen Beschluss der GWK und der Bund-Länder-Vereinbarung kann das NUM nun dauerhaft fortgeführt werden.
Während die Länder die Standorte der Universitätsmedizin im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für Forschung und Lehre finanzieren, übernimmt der Bund künftig die Verantwortung für die neu zu gründende NUM GmbH als alleiniger Gesellschafter.
Die Entscheidungshoheit bleibt dabei bei den Forscherinnen und Forschern vor Ort. Sie entscheiden kooperativ, welche Datenstrukturen prioritär aufgebaut werden.
Was ist die GWK?
Die 2007 gegründete Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) ist das stärkste wissenschaftspolitische Gremium Deutschlands. Hier verhandeln und beschließen Bund und Länder alle gemeinsamen Förderungen zugunsten von Wissenschaft und Forschung. Mitglieder der GWK sind die Wissenschafts- und Finanzministerinnen und –minister von Bund und Ländern. Grundlage für die Zusammenarbeit ist Artikel 91b Absatz 1 des Grundgesetzes.
Im Jahr 2026 hat Bundesfoschungsministerin Dorothee Bär den Vorsitz inne. Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, ist stellvertretender Vorsitzender.
Live-Statement vor der Sitzung der GWK am 19. Februar 2026 zur Verstetigung des NUM
© | BMFTR Live-Statement vor der Sitzung der GWK am 19. Februar 2026 zur Verstetigung des NUM
Quelle: © Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt
Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ©ChatCPT/OpenAI