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Modernste 3D-Echokardiografie am Klinikum Darmstadt eingeführt
Category : Radiologie
Published by Kerstin Müller on 06.03.2026 09:30

Kardiovaskuläre Bildgebung am Klinikum 

Die Echokardiographie ist das entscheidende Bildgebungsverfahren bei der Diagnose einer Herzschwäche. Damit kann die Leistungsfähigkeit des Herzens ermittelt werden und die Gestalt und Funktion der Herzklappen lässt sich bildlich darstellen und auswerten. Dies geschieht mit Hilfe eines Doppler-Effekts, mit dem der Blutfluss und die Strömungsge-schwindigkeit ausgewertet werden und sich farblich darstellen lassen. Mit Hilfe von KI-gestützten Rechenverfahren lassen sich hoch-differenzierte Analysen der Herzfunktion sehr zeit-effektiv durchführen – ein großer Gewinn vor allem für die Betreuung unserer Patient*innen mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

Seit einigen Jahren lassen sich mit Hilfe hoher Rechenleistungen dreidimensionale Bilder erzeugen, die Zeit echt zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht ein Führen des interventionellen Kardiolog*in durch spezielle Interventionen am Herzen den sogenannten „Structural interventions“. Im Alltag wird dies heute schon eingesetzt beim Verschluss von Defekten in der Vorhofscheidewand und des linken Vorhofohres.

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Bild in Originalgröße

Auch bei der interventionellen Klappentherapie wird die 3D-Echokardiographie eingesetzt. Bei Undichtigkeiten an der Mitralklappe beispielsweise, kann eine Operation vermieden werden, in dem ein Clip über die Leistenvene eingeführt wird, der die Funktion der Herzklappe verbessert. Dieser Eingriffe erfolgen unter ständiger Kontrolle mittels der transösophagealen Echokardiografie und werden durch diese Technologie erst möglich gemacht. „Mit der modernsten Ausstattung im Bereich Echokardiografie, die derzeit kommerziell verfügbar ist, hat das KDA einen großen Technologie Sprung gemacht und steht nun überregionalen Zentren in diesem Aspekt in nichts nach“ so Prof. Philip Wenzel, Direktor der Med. I. „Wir freuen uns nun perfekt ausgestattet zu sein für unsere Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz, strukturellen Herzerkrankungen und Herzklappenfehlern“.

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Quelle: © Klinikum Darmstadt

Bildmaterial: © Klinikum Darmstadt