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Leuchtturmprojekt zeigt neue Wege in der Klinik-IT
Category : Digitalisierung
Published by Kerstin Müller on 10.04.2026 10:00

Leuchtturmprojekt in der IT-Branche im Gesundheitswesen – St. Willibrord-Spital Emmerich ist das erste Krankenhaus in Deutschland in der Cloud.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen setzt das Krankenhaus verstärkt auf moderne IT-Lösungen, um die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Das St. Willibrord-Spital in Emmerich geht nun als Innovationsführer in der Krankenhaus-landschaft in Deutschland voran. Am 1. April wurde eine cloudbasierte Infrastruktur auf Basis von Microsoft Azure eingeführt.

Emmerich am Rhein – Zum 1. April 2026 hat das St. Willibrord-Spital Emmerich einen bedeutenden Schritt in Richtung digitale Zukunft vollzogen: Die IT-Infrastruktur wurde erfolgreich auf eine cloudbasierte Lösung umgestellt. Mit der Einführung von Microsoft Azure setzt die Einrichtung auf eine moderne, leistungsfähige und sichere Technologie, die den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht wird.

Das Projekt gilt als Leuchtturmvorhaben für die IT-Landschaft in deutschen Krankenhäusern und zeigt, wie Digitalisierung im Gesundheitswesen erfolgreich umgesetzt werden kann. Realisiert wurde die Transformation in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit erfahrenen externen Partnern, die ihre Expertise in den Bereichen Cloud-Technologie, IT-Sicherheit und Prozessoptimierung eingebracht haben.

Die BBB Consulting GmbH, welche bereits seit November 2024 das Management des Krankenhauses übernommen hat, übernahm hierbei das Projektmanagement und war hauptverantwortlich für die Koordination des Projektes.

Das Gemeinschaftsprojekt mit der Asklepios IT GmbH, dem IT-Unternehmen sycor, dem Hersteller des Krankenhausinformationssystems Dedalus, dem IT Security Spezialisten Hydra IT-Security GmbH, dem Netzwerkteam von AirIT Systems und dem engagierten Team des Krankenhauses vor Ort konnte in genauer Planung das Projekt erfolgreich umgesetzt werden.

Für das St. Willibrord-Spital Emmerich ergeben sich durch die neue IT-Struktur zahlreiche Vorteile: Prozesse können effizienter gesteuert, Ressourcen gezielter eingesetzt und Ausfallzeiten deutlich reduziert werden. Die hohe Skalierbarkeit der Cloud ermöglicht es zudem, flexibel auf steigende Patientenzahlen und neue Anforderungen zu reagieren, ohne in zusätzliche Hardware investieren zu müssen. Dies sorgt auf einen längeren Zeitraum für eine deutliche Senkung der Kosten in IT-Hardware. Gleichzeitig sorgen automatische Updates und zentrale Systempflege für eine dauerhaft moderne und leistungsfähige IT-Umgebung.

Auch Patientinnen und Patienten profitieren unmittelbar von der Umstellung. Medizinische Daten stehen schneller und flexibler zur Verfügung, wodurch Diagnosen zügiger gestellt und Behandlungen besser koordiniert werden können. Die verbesserte Datenverfügbarkeit unterstützt zudem eine engere Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und externen Partnern. Ergänzend eröffnet die neue Infrastruktur Möglichkeiten für weitere digitale Angebote für Patientinnen und Patienten. 

„Mit der erfolgreichen Einführung unserer Cloud-Lösung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, erklärt Iris Nötling, Geschäftsführerin St. Willibrord-Spital Emmerich. „Wir investieren damit gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses und in eine noch bessere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.“

„Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Leuchtturmprojekt im St. Willibrord-Spital Emmerich umsetzen konnten. Gemeinsam mit vertrauensvollen Partnern an unserer Seite konnten wir dieses Leuchtturmprojekt für die deutsche Krankenhauslandschaft umsetzen.“ Betont Dennis Figlus, Geschäftsführer der BBB Consulting GmbH. „Der Hauptbetrieb in der Azure-Cloud konnte bereits zum 01.04.2026 aufgenommen werden. In den nächsten Monaten werden noch weitere Systeme ausgerollt, wie z.B. Patiententerminals in der Zentralambulanz und der Patientenaufnahme. Hierdurch wird es dem Patienten ermöglicht, einen Termin online zu buchen, sich vor Ort selbst einzuchecken und über Aufrufsysteme intelligent in den Sprechstunden begleitet zu werden. Wartezeiten werden hierdurch deutlich reduziert und der Patient ist während der Wartezeit nicht an einen Warteraum gebunden.“

„Wir sind stolz darauf, mit dem St. Willibrord-Spital innerhalb kürzester Zeit einen weiteren bestehenden Kunden erfolgreich in den Echtbetrieb begleitet zu haben“, sagt Philipp Apel, Geschäftsführer der Asklepios Service IT GmbH. „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Krankenhaus, IT-Partner und Spezialisten eng zusammenarbeiten. Gemeinsam ist es uns gelungen, eine hochsichere Cloud-Infrastruktur aufzubauen, die den Klinikbetrieb stabil unterstützt und zugleich Raum für weitere Innovationen schafft. Der Erfolg unterstreicht unsere Fähigkeit, komplexe Transformationsprojekte im Gesundheitswesen nicht nur strategisch zu planen, sondern auch mit hoher Präzision und Geschwindigkeit umzusetzen.“

Die Umstellung erfolgte unter Berücksichtigung höchster Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Auch künftig wird die digitale Weiterentwicklung ein zentraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Krankenhauses bleiben.

 

Quelle: © St. Willibrord-Spital Emmerich-Rees gGmbH

Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ChatCPT/OpenAI