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MEDICA 2026 holt Europas führende Wearables-Konferenz erstmals nach Düsseldorf
Category : Veranstaltungen
Published by Kerstin Müller on 26.06.2026 09:40

Messe Düsseldorf holt Europas führende Wearables-Konferenz nach Düsseldorf

Wearable Technologies Conference Europe feiert Premiere im Rahmen der MEDICA 2026 – Wearable Technologies Pavilion präsentiert Neuheiten

Wearables entwickeln sich rasant vom Consumer-Produkt zur klinisch relevanten Schlüs-seltechnologie. Von digitalen Biomarkern über Smart Patches bis hin zu KI-gestütztem Remote Monitoring verändern tragbare Systeme zunehmend Diagnostik, Prävention und Therapie. Die MEDICA greift diese Entwicklung auf mit einem neuen internationalen Pro-gramm-Highlight: Die Wearable Technologies (WT) Conference Europe findet am 16. und 17. November erstmals im Rahmen der MEDICA 2026 in Düsseldorf statt. Begleitet wird sie vom Wearable Technologies Pavilion (ebenfalls in Halle 12), der während der gesamten MEDICA-Laufzeit (16. bis 19. November) aktuelle Produktentwicklungen und technologische Innovationen präsentiert. 

Foto: Wearables erobern den Gesundheitsmarkt. Der Wearable Technologies Pavilion zeigt Neuentwicklungen im Rahmen der MEDICA, die Wearable Technologies Conference feiert 2026 Premiere (© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf).

„Mit der Integration der bislang in München veranstalteten WT Conference Europe baut die MEDICA ihre Rolle als internationale Plattform für digitale Versorgungslösungen konsequent aus. Das Themenfeld Wearables rückt damit direkt ins Zentrum der globalen MedTech-Community“, erklärt Carmen Berger, Verantwortliche der Messe Düsseldorf für die MEDICA.

Die Konferenz verbindet technologische Entwicklung, klinische Anwendung und industrielle Skalierung. Das Spektrum reicht von Prävention und Diagnostik über digitale Therapiebegleitung bis hin zu KI-basiertem Monitoring und personalisierter Medizin.

Von digitalen Biomarkern bis „Hospital at Home“

Das Konferenzprogramm zeigt, wie stark Wearables inzwischen in verschiedene Bereiche der Medizin hineinwirken. Im Fokus stehen unter anderem digitale Biomarker, Smart Patches, FemTech-Lösungen, KI-gestützte Gesundheitsanalysen, kontinuierliches Patientenmonitoring sowie Cybersecurity und regulatorische Anforderungen für vernetzte Medizintechnik. 

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Foto: Carmen Berger, Director der MEDICA, treibt mit neuen Formaten den Transformationsprozess der Veranstaltung voran (© Andreas Wiese/ Messe Düsseldorf).

Direkt zum Auftakt diskutieren Vertreter aus Pharmaindustrie, Medizintechnik und Digital Health darüber, wie Wearables die Arzneimittelentwicklung, Prävention und Therapiebegleitung verändern. Dabei geht es längst nicht mehr um reine Lifestyle-Anwendungen, sondern um klinisch relevante Gesundheitsdaten und neue Formen datenbasierter Versorgung.

Dr. Karl Sydow, Teamleiter Digitale Gesundheit/GKV-Versorgung bei Pharma Deutschland, sieht darin erhebliches Potenzial für neue Versorgungsmodelle: „Wir erwarten, dass die MEDICA eine dynamische Plattform schaffen wird, um strategische Partnerschaften zwischen pharmazeutischen Unternehmen und digitalen Gesundheitsinnovatoren zu fördern. Letztlich hoffen wir, neue Wege der Zusammenarbeit zu identifizieren, die die Integration modernster Verbrauchertechnologien in die tägliche Gesundheitsversorgung beschleunigen.“

Auch Pharma Deutschland beteiligt sich mit hochkarätigen Speakern an der Konferenz. Lutz Boden, Geschäftsführer OTC-Markt, gibt einen Ausblick auf einen der Programmschwerpunkte: „Im Fokus wird die Schnittstelle zwischen smarten Wearables und verantwortungsvoller Selbstmedikation stehen. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie kontinuierliche Gesundheitsdaten Patienten dabei unterstützen können, fundierte Entscheidungen über rezeptfreie Therapien und ihr allgemeines Wohlbefinden zu treffen.“

Smart Patches und Biosensorik treiben neue Therapieansätze voran

Ein besonderer Schwerpunkt der Konferenz liegt auf Smart Patches und neuen Biosensor-Technologien. Intelligente Pflasterlösungen entwickeln sich zunehmend von reinen Monitoring-Tools hin zu aktiven Therapieplattformen.

Sessions beschäftigen sich unter anderem mit beschleunigter Wundheilung, kontinuierlicher Datenerfassung, bioelektronischen Therapieansätzen sowie der Frage, wie tragbare Systeme klinisch verwertbare Daten in Echtzeit liefern können – möglichst komfortabel und unauffällig für Patienten.

Vorgestellt werden zudem neue Ansätze für Drug Delivery, biokompatible Sensorik, gedruckte Elektronik und miniaturisierte optische Sensorsysteme.

Gleichzeitig rückt die industrielle Skalierung solcher Technologien stärker in den Fokus. Denn der Weg von der technologischen Innovation zur breiten klinischen Anwendung erfordert neue Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Dr. Wim Christiaens, General Manager von Quad Industries und sowohl Speaker als auch Aussteller, betont die Bedeutung des Austauschs innerhalb des Wearables-Ökosystems: „Die WT Conference bringt zentrale Akteure aus dem gesamten Wearable-Technologie-Ökosystem zusammen – von Materialinnovatoren und Geräteentwicklern bis hin zu Medtech-Unternehmen und Gesundheitsdienstleistern. Für Quad Industries ist sie eine wertvolle Plattform, um Erkenntnisse über die praktischen Herausforderungen bei der Skalierung von Wearable-Technologien für zuverlässige klinische und kommerzielle Anwendungen auszutauschen.“

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Foto: Mit Erfassung verschiedenster Körperparameter legen Wearables die Basis einer präventiven, vernetzten Versorgung (© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf).

Parallel zur Konferenz präsentiert die Wearable Technologies Show aktuelle Lösungen und Produktentwicklungen aus den Bereichen Smart Patches, Sensorik, Earables, digitale Diagnostik und Connected Health.

KI und kontinuierliches Monitoring verändern Versorgungssysteme

Ein weiteres zentrales Thema der Konferenz ist die Verlagerung medizinischer Betreuung aus klassischen klinischen Umgebungen in den Alltag der Patienten. Unter Überschriften wie „Hospital at Home“ oder „Precision Perioperative“ diskutieren Experten, wie kontinuierliches Monitoring mit Wearables neue Versorgungsmodelle ermöglicht.

Im Fokus stehen Systeme, die Vitaldaten permanent erfassen und mithilfe von KI gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkennen – häufig noch bevor Symptome auftreten. Wearables entwickeln sich dadurch zunehmend zu Instrumenten proaktiver Medizin.

Samsung Healthcare zeigt beispielsweise, wie Consumer-Biomarker in klinisch relevante Gesundheitsanalysen überführt werden können. Verily thematisiert Plattformen zur Vorhersage von Krankheiten vor dem Auftreten erster Symptome. Weitere Beiträge befassen sich mit perioperativer Überwachung, Risikostratifizierung und KI-gestützten Echtzeit-Entscheidungssystemen.

Auch die Verschmelzung klassischer Consumer Devices mit medizinischen Anwendungen gewinnt an Bedeutung. Audio-Wearables, smarte Brillen oder ringbasierte Systeme werden zunehmend als medizinische Assistenzsysteme verstanden.

Wie groß das Interesse an solchen Lösungen ist, zeigt auch die Rückkehr innovativer Unternehmen zur MEDICA. Cornel Amariei, CEO und Gründer von .lumen sowie Speaker auf der Konferenz, erklärt: „Im vergangenen Jahr haben wir auf der MEDICA 500 Demos durchgeführt und hatten kaum Zeit zum Durchatmen. Dieses Jahr kommen wir zurück, um die Messlatte noch höher zu legen – und um auf der Wearable Technologies Conference über eine unbequeme Wahrheit zu sprechen: Mobilitätshilfen für blinde Menschen funktionieren zwar, sind aber bislang nicht skalierbar. Bei .lumen entwickeln wir die Technologie, um das zu verändern.“

Zwischen Prävention, Longevity und Cybersecurity

Das Spektrum der Konferenz reicht weit über klassische MedTech-Anwendungen hinaus. So widmet sich ein eigener Themenblock der Frage, wie Wearables künftig personalisierte Präventions- und Longevity-Konzepte unterstützen können. Diskutiert werden unter anderem Schlaftracking, langfristige Gesundheitsdatenanalysen und individualisierte Gesundheitsprotokolle.

Gleichzeitig gewinnen regulatorische Anforderungen und Cybersecurity weiter an Bedeutung. Denn je stärker Wearables in medizinische Prozesse eingebunden werden, desto wichtiger werden Datenschutz, MDR-Konformität und sichere Dateninfrastrukturen.

Die Sessions zu Cybersecurity und Regulierung greifen deshalb Themen wie KI-gestützte Cyberangriffe, sichere Wertschöpfungsketten und internationale Zulassungsstrategien auf.

Hotspot für Wearable- und Connected-Health-Innovationen

Mit der Kombination aus Konferenz, Neuheiten-Showcases und internationalem Community-Umfeld wird die MEDICA auch zum relevantesten Hotspot für Wearable- und Connected-Health-Innovationen. An der Schnittstelle von Medizintechnik, Pharma, Digital Health und KI stehen nicht abstrakte Visionen im Mittelpunkt, sondern konkrete Anwendungen, regulatorische Herausforderungen und neue Kooperationsmodelle.

Die Wearable Technologies (WT) Conference Europe fügt sich zugleich in die strategische Neuausrichtung der MEDICA ein, die ihre Themenfelder künftig noch stärker entlang konkreter Versorgungsszenarien strukturiert. Wearables gelten dabei als Schlüsseltechnologie für eine stärker vernetzte, kontinuierliche und präventiv ausgerichtete Gesundheitsversorgung.

Alle Informationen zur MEDICA 2026 und den integrierten Programmformaten sind online abrufbar unter https://www.medica.de. Tickets für die Konferenzteilnahme und den Messebesuch können ab Mitte Juli über den Online-Ticketshop erworben werden.

 

Quelle: © Messe Düsseldorf

Bildmaterial: © Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf, © Andreas Wiese/ Messe Düsseldorf