
BfDI stärkt Zusammenarbeit mit der Wissenschaft - Auftakt der Publikationsreihe „Daten-barometer Hintergrund“ mit Kurzskala zur Datenschutzkompetenz
Mit einer neuen Publikationsreihe baut die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) die wissenschaftliche Untermauerung ihres Befragungsprojekts „Datenbarometer“ weiter aus. Unter dem Titel „Datenbarometer Hintergrund“ werden so Methoden und Werkzeuge der regelmäßigen, repräsentativen Bevölkerungsbefragungen zu Datenschutzthemen transparent gemacht und weiterentwickelt.
Den Auftakt bildet eine neue empirisch validierte Kurzskala zur Messung der Datenschutzkompe-tenz. Sie ermöglicht eine Erhebung anhand von nur vier Fragen und ist damit erstmals praxistaug-lich für den Einsatz in mehrthematischen Umfragen. Entwickelt wurde die Skala von Prof. Dr. Carolin Wienrich und Dr. André Markus von der Universität Würzburg gemeinsam mit Dr. Christian Groß, der bei der BfDI für das Datenbarometer verantwortlich ist.
Datenschutzkompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für einen selbstbestimmten und sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten. Differenzierte wissenschaftliche Erkenntnisse – etwa zu besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen – können wichtige Hinweise für zielgerichtete Informations- und Gesetzgebungsmaßnahmen liefern.
Bislang galt die Messung von Datenschutzkompetenz als zu komplex für standardisierte Bevölkerungsbefragungen; klassische Merkmale wie formale Bildung greifen hier zu kurz. Die neue Kurzskala schließt diese Lücke.
Künftig wird die BfDI die Kurzskala in jede Umfrage des Datenbarometers integrieren. So werden belastbare Analysen möglich, etwa zu Unterschieden im Antwortverhalten nach Datenschutzkompetenz sowie zu Verteilungen nach Alter, Geschlecht und Bildung.
Die Publikation ist hier kostenlos verfügbar.
Quelle: © Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - BfDI
Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ChatCPT/OpenAI