
Erstes MRT eines neuen Vier-Geräte-Systems an der Universitätsmedizin Magdeburg in Betrieb genommen
Die Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin Magdeburg (Leitung: Prof. Dr. med Maciej Pech) hat das erste von insgesamt vier neuen MRT-Geräten in Betrieb genommen. Mit dem Ausbau des MRT-Clusters schafft die Universitätsmedizin Magdeburg die Voraus-setzungen für eine moderne, effiziente und patientenorientierte radiologische Versorgung. Zusätzliches Ziel des Projekts ist es, die diagnostische Versorgung in der Region langfristig zu stärken, die Abläufe zu optimieren und innovative Versorgungskonzepte zu etablieren, um dem zunehmenden Fachkräftemangel nachhaltig zu begegnen.
Foto: v.l.: Privatdozent Dr. Oliver Großer, Leitender Medizinphysiker, und Prof. Dr. Maciej Pech, Direktor der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin Magdeburg, am neuen MRT Gerät an der Universitätsmedizin Magdeburg. Fotografin: Sophie Grabe/UMMD
Ein wichtiger Baustein des Konzepts ist die Möglichkeit, radiologische Abteilungen – insbesondere in ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts – künftig bei der Durchführung von MRT-Untersuchungen per Fernsteuerung zu unterstützen. Die Patientinnen und Patienten werden dabei weiterhin vor Ort in den jeweiligen Kliniken durch das dortige medizinische Fachpersonal betreut. Mitarbeitende der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Magdeburg können die Untersuchungen bei Bedarf über speziell eingerichtete Remote-Arbeitsplätze technisch unterstützen.
„Wir möchten unsere Expertise so einsetzen, dass auch kleinere Standorte langfristig eine hochwertige MRT-Diagnostik anbieten können. Gleichzeitig vermeiden wir Doppelstrukturen und schaffen moderne Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden“, erklärt Privatdozent Dr. Oliver Großer, Leitender Medizinphysiker der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin Magdeburg.
Neue Raumstruktur für effiziente Abläufe
Im Zuge der Modernisierung entsteht ein vollständig neu organisierter MRT-Bereich mit vier MRT-Systemen. Im Zentrum der neuen Raumstruktur befindet sich ein gemeinsamer Anlaufpunkt für Patientinnen und Patienten sowie für die Koordination der Untersuchungen. Von dort aus werden alle vier MRT-Einheiten organisiert.
Dazu sagt Prof. Dr. Maciej Pech: „Die Auflösung der Schalträume ermöglicht es uns, ein völlig neues Raumkonzept zu verwirklichen, das eine flexiblere und den Patienten gegenüber empathischere Versorgung bietet. Durch die konsequente Planung der Sichtachsen und der Beleuchtung wollen wir den Ängsten der Patientinnen und Patienten entgegenwirken.“
Bereits in der frühen Planungsphase wurde deutlich, dass neben medizinischer und technischer Expertise auch architektonisches Know-how erforderlich ist. Deshalb wurde die Universitätsmedizin bei der Entwicklung eines funktionalen Raumkonzepts durch Architekten, externe Fachplaner sowie das Medizintechnikunternehmen Siemens Healthineers unterstützt. Auf Grundlage der gemeinsamen Planung entstand ein Konzept, das sowohl die Anforderungen an moderne Medizintechnik als auch an effiziente Prozesse berücksichtigt.
Schrittweise Umsetzung
Zur Unterstützung der Entscheidungsprozesse wurde das geplante Raumkonzept zunächst als realitätsnahe 3-D-Visualisierung dargestellt. Nach erfolgreicher Machbarkeitsprüfung und abgeschlossener Bauplanung beginnt nun die schrittweise Umsetzung des Projekts.
Mit der Neugestaltung des MRT-Bereichs investiert die Universitätsmedizin Magdeburg nicht nur in moderne Medizintechnik, sondern vor allem in zukunftsfähige Versorgungsstrukturen, die Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden gleichermaßen zugutekommen.
Quelle: Universitätsmedizin Magdeburg
Bild: Fotografin Sophie Grabe/UMMD
Bildhinweis: Das Beitragsbild wurde für das Veröffentlichungsformat redaktionell angepasst