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Studie: Krankenhäuser investieren massiv in Cybersecurity und digitale Resilienz
Category : IT-Sicherheit & Kritis
Published by Kerstin Müller on 07.08.2026 10:00

Deutschlands Krankenhäuser rüsten digital auf

Kliniken treiben Modernisierung ihrer IT-Sicherheit voran – große Mehrheit plant zusätzliche Schutzmaßnahmen

Trotz steigender Cyberbedrohungen geht das deutsche Gesundheitswesen die digitale Transformation mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen investieren zunehmend in moderne Schutztechnologien, eta-blieren Notfallpläne und bauen ihre Cyberresilienz aus. Das zeigt eine aktuelle Studie des IT-Sicherheitsherstellers ESET und des Marktforschungsinstituts Techconsult unter 165 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland.

Besonders bemerkenswert: Die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sieht sich heute bereits gut auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügen über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testen diese Prozesse regelmäßig und schaffen damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist", sagt Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

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Bild: Diese IT-Sicherheitsmaßnahmen ergreifen deutsche Krankenhäuser

Investitionsbereitschaft auf Rekordniveau

Besonders deutlich wird der Wandel bei den geplanten Investitionen. Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollen in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu zählen insbesondere Managed Detection and Response (MDR) sowie Endpoint Detection and Response (EDR), die Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können.

Die Ergebnisse zeigen: Krankenhäuser begnügen sich nicht mehr mit klassischen Schutzmaßnahmen. Stattdessen wächst das Interesse an Technologien, die Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern.

Europas IT-Sicherheit gewinnt Vertrauen

Ein weiteres klares Signal der Studie: Die Gesundheitsbranche setzt zunehmend auf digitale Souveränität. Bereits heute nutzt die Hälfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent können sich vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union zu wechseln.

Datenschutz, Compliance und Vertrauen gewinnen damit bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse unterstreichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europäischer Standards abzusichern.

KI-Hersteller müssen nachbessern

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von KI-Agenten müssen auch die Sicherheitsanforderungen steigen. Dazu gehören strikt abgeschottete Testumgebungen, wirksame Zugriffskontrollen, unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie eine schnelle und transparente Information betroffener Organisationen. Die Branche sollte bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden, bevor solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden.

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Innovation entbindet KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung. Für sie müssen dieselben hohen Sicherheitsstandards gelten wie für jeden anderen Technologieanbieter.

Gute Grundlagen für die digitale Klinik

Auch bei den Basismaßnahmen zeigt sich ein positives Bild. Die Mehrheit der Krankenhäuser setzt bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung. Gleichzeitig planen viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen, Awareness-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.

Damit entwickelt sich Cybersecurity zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.

Gesundheitswesen auf dem Weg zu mehr Resilienz

Die Studie macht deutlich: Der Cyberbedrohung begegnen deutsche Krankenhäuser nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stärkeren strategischen Verankerung von IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung werden diese Maßnahmen zu einem wichtigen Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten

Trotz der erkennbaren Fortschritte stehen viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser war innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen, und jede fünfte Einrichtung meldete daraus resultierende Betriebsunterbrechungen. Gleichzeitig bremsen veraltete IT-Systeme und der anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie zeigt damit: Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe.

Die gesamte Studie ist unter diesem Link verfügbar: 

https://eset2nd.my.salesforce.com/sfc/ ... 9jQR9CQINJLVXnb6lHsmp7c8w
 

ESET ist ein europäisches Unternehmen mit Hauptsitz in Bratislava (Slowakei). Seit 1987 entwickelt ESET preisgekrönte Sicherheits-Software, die bereits über 110 Millionen Benutzern hilft, sichere Technologien zu genießen. Das breite Portfolio an Sicherheitsprodukten deckt alle gängigen Plattformen ab und bietet Unternehmen und Verbrauchern weltweit die perfekte Balance zwischen Leistung und proaktivem Schutz. Das Unternehmen verfügt über ein globales Vertriebsnetz in über 200 Ländern und Niederlassungen u.a. in Jena, San Diego, Singapur und Buenos Aires. Für weitere Informationen besuchen Sie www.eset.de oder folgen uns auf LinkedIn, Facebook und Twitter.

 

Quelle: © ESET

Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ChatCPT/OpenAI