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Klinikum Hanau investiert 1,5 Millionen Euro in IT-Sicherheit
Category : IT-Sicherheit & Kritis
Published by Kerstin Müller on 20.08.2026 11:20

IT-Sicherheit ist Patientensicherheit: Klinikum Hanau stärkt seine digitale Infrastruktur

Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz übergibt Förderbescheid für resiliente IT-Infrastruktur und besseren Schutz vor Cyberangriffen

Mit einer Förderung von mehr als 1,5 Millionen Euro stärkt das Klinikum Hanau seine digi-tale Sicherheit und schützt zentrale Krankenhausprozesse künftig noch besser vor Cyber-angriffen und technischen Ausfällen. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz hat dem Klinikum jetzt einen Förderbescheid über 1.576.452 Euro übergeben. Die Mittel aus dem Strukturfonds werden jeweils zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund finanziert und fließen in den weiteren Ausbau der IT-Sicherheit.

Bild: Thorsten Wies, Prokurist des Klinikums Hanau, Stefan Gröger, Geschäftsführer des Klinikums, Diana Stolz, Hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Christian Hartmann, Geschäftsbereichsleitung IT am Klinikum Hanau, und Isabelle Hemsley, Stadträtin der Stadt Hanau. Hanau, Klinikum © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Mit der Förderung baut das Klinikum seine Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe und Systemausfälle gezielt aus. Geplant sind unter anderem ein neues Rechenzentrum mit zwei räumlich getrennten Serverstandorten, eine stärkere Segmentierung der Netzwerke sowie moderne Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Sicherheitsvorfällen. Damit wird die digitale Infrastruktur widerstandsfähiger und der Krankenhausbetrieb noch besser abgesichert.

IT-Sicherheit ist längst Patientensicherheit

In einem modernen Krankenhaus hängt die Patientenversorgung heute von einer stabilen digitalen Infrastruktur ab. Digitale Systeme steuern und unterstützen zahlreiche Abläufe: von der Aufnahme über Diagnostik und Medizintechnik bis hin zu Dokumentation, Kommunikation und Therapie.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen. Auch die Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und den Schutz Kritischer Infrastrukturen wachsen kontinuierlich. Regelwerke wie KRITIS und NIS2 verdeutlichen, welche Bedeutung Cybersicherheit inzwischen für Krankenhäuser hat.

Stefan Gröger, Geschäftsführer des Klinikums Hanau, erklärt: „Ein modernes Krankenhaus ist ohne leistungsfähige digitale Systeme nicht mehr denkbar. Gleichzeitig steigt damit die Verantwortung, diese Systeme zuverlässig zu schützen. IT-Sicherheit bedeutet für uns deshalb vor allem Patientensicherheit. Denn wenn digitale Systeme oder vernetzte Medizintechnik ausfallen, kann das direkte Auswirkungen auf die medizinische Versorgung haben.“

Investitionen in die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Die Förderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Krankenhäuser bundesweit vor großen Herausforderungen stehen. Krankenhausreform, zunehmende Ambulantisierung, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Digitalisierung und Regulierung verändern die Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung nachhaltig. Gleichzeitig geraten viele Kliniken wirtschaftlich unter Druck.

Umso wichtiger sind gezielte Investitionen in Zukunftsprojekte. Für das Klinikum Hanau schafft die Förderung den notwendigen Spielraum, zentrale Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und Cybersicherheit umzusetzen. Damit können wichtige Modernisierungsvorhaben trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds konsequent vorangetrieben werden.

Stefan Gröger betont: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen notwendige Zukunftsinvestitionen nicht aufgeschoben werden. Die Förderung hilft uns dabei, wichtige Projekte umzusetzen und unser Klinikum langfristig leistungsfähig, modern und sicher aufzustellen. Denn unser Anspruch ist klar: Das Klinikum Hanau soll auch künftig ein verlässlicher und leistungsfähiger Gesundheitsversorger für Hanau und die gesamte Region sein.“

Infrastruktur für die Medizin der Zukunft

Mit dem Projekt stärkt das Klinikum Hanau die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit seiner digitalen Systeme. Besonders wichtig ist dies für die zunehmend vernetzte Medizintechnik, deren störungsfreier Betrieb unmittelbar mit einer sicheren Patientenversorgung verbunden ist. Durch redundante Strukturen, klar getrennte Netzwerkbereiche und moderne Systeme zur Angriffserkennung sollen Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkannt und ihre Auswirkungen auf den Krankenhausbetrieb minimiert werden. Die Investition ist damit ein wichtiger Baustein der Digitalisierungsstrategie des Klinikums und schafft die Grundlage, neue digitale Anwendungen auch künftig sicher in die Versorgung zu integrieren.

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Bild: IT-Sicherheit ist Patientensicherheit: Klinikum Hanau stärkt seine digitale Infrastruktur. Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz hat den Förderbescheid für resiliente IT-Infrastruktur und besseren Schutz vor Cyberangriffen in Hanau übergeben und sich den Serverraum angeschaut. © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Über das Klinikum Das Klinikum Hanau ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe und akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit zertifiziertem Ausbildungszentrum. In 14 Kliniken, drei Instituten und der zentralen Notaufnahme werden jährlich rund 90.000 Patienten ambulant und stationär versorgt. 1.800 Mitarbeiter setzen sich täglich mit moderner medizintechnischer Ausstattung für Patienten aus einem Einzugsgebiet mit 400.000 Einwohnern ein. Als Perinatalzentrum Level 1 bietet das Klinikum die optimale Versorgung für Früh- und Neugeborene und ist mit einer Vielzahl an zertifizierten Zentren diagnostisch auf hohem Niveau. Im einzigen zertifizierten Klinik-Tumorzentrum (DKG) des Main-Kinzig-Kreises werden Patienten aus den Bereichen Darmkrebs, Pankreaskrebs, gynäkologische Onkologie, Brustkrebs sowie Leukämien und Lymphome allumfassend betreut. Die zertifizierte Stroke Unit für die optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten, das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifizierte regionale Traumazentrum, das von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifizierte Adipositaszentrum für krankhaft übergewichtige Patienten, das zertifizierte Gefäßzentrum und das von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifizierte Zentrum für Kinderdiabetes runden das Angebot ab. Zudem bietet das Klinikum mit einem Schilddrüsenzentrum und einem Endometriosezentrum eine wohnortnahe Anlaufstelle für Betroffene. Das Klinikum befindet sich in öffentlicher Trägerschaft der Stadt Hanau. Mehr Infos online: www.klinikum-hanau.de

 

Quelle: Klinikum Hanau

Bildmaterial: © Stadt Hanau / Moritz Göbel, Hanau, Klinikum