Robotik hält Einzug in die Angiografie

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Veröffentlicht 20.04.2026 05:40, Kerstin Müller

Neues robotergestütztes Angiografie-System in der Gefäßchirurgie im Helios Klinikum Bad Saarow. Eine höhere Auflösung als das Vorgängermodell, dazu deutlich weniger Strahlen und ein Plus an Benutzerfreundlichkeit sprechen für sich. Von dieser neuen Technik profitieren die Patientinnen und Patienten der Gefäßchirurgie im hybriden Operationssaal am Helios Klinikum Bad Saarow.

Bild: Im hybriden OP-Saal der Gefäßchirurgie am Helios Klinikum Bad Saarow können Chefarzt Dr. med. Walid Ibrahim und Oberarzt Abdulrahman Al-Kaddour die Patient:innen nun noch gezielter und schonender behandeln. © Helios Klinikum Bad Saarow

Im Helios Klinikum Bad Saarow können mit einem neuen hochmodernen robotergestützten Angiografie-System im OP-Saal Gefäße hocheffizient versorgt werden.  Die robotergestützte Bildgebung für minimalinvasive Eingriffe unterstützt insbesondere Risiko-Patient:innen, ermöglicht Schlagaderoperationen nahezu ohne Blutverlust und reduziert die Strahlenbelastung sowohl für die Mitarbeiter:innen im Hybrid-OP-Saal als auch für die Patient:innen deutlich. In diesem Saal wird ein vollausgestatteter OP mit integrierter hochauflösender Bildgebung kombiniert, um Ärzt:innen zu ermöglichen, gleichzeitig zu operieren und zu diagnostizieren. Damit minimiert die Hybrid-Operation die Risiken im Vergleich zur herkömmlichen Operation deutlich. Bei bestimmten Fragestellungen kann so intraoperativ – also während der Operation – eine 3D-Darstellung von Blutgefäßen (Angiographie) erstellt werden.

Wir führen im Hybrid-OP täglich Gefäßoperationen durch. Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen an den Arterien, etwa bei Aneurysmen, also großen Ausbuchtungen an den Hauptschlagadern, sind die Operationen höchst komplex. Den Roboterarm können wir schnell zur Seite fahren, wenn es nötig ist. Und das ist sehr praktisch: Das Gerät merkt sich die exakt gleiche Aufnahmeposition. Dadurch sparen wir bei der Operation wertvolle Zeit. Dr. med. Walid Ibrahim

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Bild: Chefarzt Dr. med. Walid Ibrahim, Klinik für Gefäß- und Endovaskuläre Chirurgie/ Phlebologie. Foto: Helios Klinikum Bad Saarow

Flexibles Isozentrum: Ein Roboterarm ermöglicht die Verwendung in verschiedenen Arbeitshöhen und Arbeitspositionen, da sich das Isozentrum der natürlichen Arbeitshöhe des Operateurs anpasst. Durch dieses flexible Isozentrum stehen alle Möglichkeiten der Tischkippung zur Verfügung und es kann auch am segmentierten Operationstisch mit dem System gearbeitet werden. CO2 als Kontrastmittel ist zum Beispiel nur für Gefäße unterhalb des Zwerchfells zugelassen, um eine Verteilung Richtung Kopf mit dem Risiko der CO2-Embolie zu vermeiden, werden Patienten in Kopftieflage gelagert. Der Roboterarm ermöglicht es ganz einfach auch an einer schrägen oder gekippten Tischebene entlangzufahren, was zum Beispiel für Patient:innen mit chronischer Niereninsuffizienz Stadium III und IV für intraoperative CO2 Angiographien wichtig ist.

Ich freue mich sehr, dass wir jetzt das hochmoderne robotergestützte Angiografie-System nutzen können. Mit den neuen Systemen können wir unsere Patientinnen und Patienten noch gezielter und schonender behandeln als bisher. Dank modernster Medizintechnik behandeln wir unsere Patientinnen und Patienten mit Spitzenmedizin und bieten damit eine bestmögliche Versorgung auf höchstem Niveau. Dr. med. Walid Ibrahim

 

Quelle: © Helios Kliniken GmbH

Bildmaterial: © Helios Klinikum Bad Saarow

 


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