Digitales Ruhe-EKG - Vivantes digitalisiert Herzdiagnostik
Vivantes führt digitale EKGs in den Zentralen Notaufnahmen und kardiologischen Bereichen ein. Seit 2025 nutzt das Unternehmen dafür 110 neue 12-Kanal-Ruhe-EKGs. Dadurch laufen die Prozesse nun effizienter: Deutlich mehr EKGs werden dokumentiert und befundet.
Herzinfarkte oder Herzrhythmusstörungen? Schneller zur Diagnose
Mit den digitalen 12-Kanal-Ruhe-EKGs (Elektrokardiogramme) modernisiert Vivantes zentrale Abläufe in der Herzdiagnostik. Zehn Elektroden erfassen gleichzeitig zwölf Ableitungen der elektrischen Herzaktivität. Ärzt*innen erkennen so Herzrhythmusstörungen, akute Herzinfarkte oder strukturelle Veränderungen des Herzens. Anders als beim klassischen, auf Papier ausgedruckten EKG speichern die Geräte die Daten digital und übertragen sie direkt in die elektronische Patientenakte. Die Befundung und Vermessung der EKGs kann direkt an jedem Arbeitsplatz mit digitalen Messtools erfolgen, wodurch die Daten jederzeit und standortübergreifend verfügbar sind. Dadurch stehen die Ergebnisse im gesamten Klinik-Netzwerk von Vivantes unmittelbar zur Verfügung – ein großer Vorteil bei Symptomen wie Brustschmerzen, die schnelles, interdisziplinäres Handeln erfordern. Das gilt auch für die Kooperation anderen Kliniken oder Ärzt*innen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen und wiederholten Klinikaufenthalten.
Mehr EKGs befundet
Die Digitalisierung verbessert die Auswertung. Prof. Dr. Stephan Kische, Sprecher Medical Board Kardiologie bei Vivantes und Chefarzt der Klinik für Kardiologie und konservative Intensivmedizin am Vivantes Klinikum im Friedrichshain, erklärt: „Digitale EKG-Daten stehen sofort zur Verfügung. Das hilft uns, schneller zu entscheiden und Patientinnen und Patienten gezielter zu behandeln. Früher erzeugten wir viele Ruhe-EKGs auf Papier, die sich im klinischen Alltag nicht immer konsequent in strukturierte Befundprozesse und die digitale Dokumentation überführen ließen. Heute überträgt das System jede Untersuchung automatisch in das Krankenhausinformationssystem, sodass unsere Ärztinnen und Ärzte sie sofort sehen und befunden können.“ Dadurch stieg die Dokumentation der befundeten EKGs im Krankenhausinformationssystem KIS um rund 60 Prozent.
Dank verbesserter Prozesse: 700 Ruhe-EKGs täglich
Seit Mai 2025 installierte Vivantes insgesamt 110 Geräte in zentralen Notaufnahmen und kardiologischen Bereichen. Diese zeichnen inzwischen täglich mehr als 700 digitale Ruhe-EKGs. Bis Ende 2025 kamen so über 120.000 digitale Untersuchungen zusammen. Das ersetzt ebenso viele Papierausdrucke sowie Scanvorgänge und spart Material, Zeit und Wege. Die eingesparte Papiermenge entspricht einem 32 Meter hohen Stapel - r Stapel Papier-EKGs konnten so eingespart werden – höher als das Brandenburger Tor. Auf Grundlage der digitalen EKG-Daten sind künftig auch neue Anwendungen, wie beispielsweise KI-gestützte Auswertungen möglich.
Kardiologische Einrichtungen bei Vivantes - Hintergrundinformation
Die kardiologischen Fachkliniken in sieben Krankenhäusern von Vivantes behandeln alle Erkrankungen des Herzens, darunter Herzrhythmusstörungen, akute Herzinfarkte, Herzklappenerkrankungen. Außerdem bietet Vivantes ambulante, fachärztliche Behandlung in vier Medizinischen Versorgungszentren. Erste Anlaufstelle bei akuten Herzbeschwerden sind oft die Zentralen Notaufnahmen an sieben Standorten von Vivantes in Berlin.
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Quelle: © Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH
Foto: Vivantes










