Von einem Cyberangriff auf den externen Dienstleister unimed, der neben zahlreichen Kliniken in Deutschland auch für die Uniklinik Köln die privat- und wahlärztliche Abrechnung übernimmt, sind rund 30.000 Patientinnen- und Patientendaten der Uniklinik Köln betroffen. Der Angriff, der bereits am 14. April 2026 stattfand, betraf ausschließlich den externen Dienstleister und nicht die Klinik selbst, daher waren zu keinem Zeitpunkt die klinischen Systeme oder die Patientenversorgung betroffen. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls hat die Uniklinik Köln die Datenübertragung an den Dienstleister bis auf Weiteres gestoppt.
Nach aktuellem Stand sind Daten von Patientinnen und Patienten der Uniklinik Köln in folgendem Umfang betroffen:
- Allgemeine Daten: 27.298 Betroffene (zum Beispiel mit Name, Adresse, behandelnder Arzt sowie Rechnungssummen)
- Gesundheitsdaten: 843 Betroffene (zum Beispiel Inhalte aus Patientenkommunikation mit dem Abrechnungsdienstleister)
- Finanzdaten: 5 Betroffene (zum Beispiel IBAN, Kontonummern oder sonstige Bank- und Zahlungsdaten)
Auch wenn eine Veröffentlichung der entwendeten Daten nach Einschätzung der eingebundenen Experten des Dienstleisters nicht wahrscheinlich ist, wird die Uniklinik Köln alle Betroffenen in diesen Tagen persönlich über den Vorfall informieren. Sofern Patientinnen und Patienten kein Schreiben von der Uniklinik Köln erhalten, sind ihre Daten nicht kompromittiert worden.
Die zuständige Datenschutzbehörde sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) sind informiert. Eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wurde gestellt. Die Uniklinik Köln steht in engem Austausch mit anderen betroffenen Krankenhäusern und wird bei Bedarf über weitere gesicherte Erkenntnisse informieren.
Quelle Text und Bild: Uniklinik Köln










