ICCAS beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung
Bundesforschungsministerin informiert sich über 6G-gestützte Notfallmedizin
Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 20. und 21. Juni 2026 in Berlin präsen-tierte das Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) der Universität Leipzig aktuelle Forschungsergebnisse aus dem BMFTR-Projekt PATHCARE. Dieses be-schäftigt sich mit der Frage, wie Rettungsdienst, Leitstelle und Klinik künftig so vernetzt werden können, dass medizinisch relevante Informationen bereits vor dem Eintreffen von Patient:innen im Krankenhaus verfügbar sind.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär informierte sich am Projektstand direkt vor dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt über die Forschungsarbeit des PATHCARE-Konsortiums („Patient Adaptive Telemedicine and Healthcare through Connectivity and Real-time Engagement“). Prof. Dr. Thomas Neumuth, Technischer Direktor des ICCAS, stellte der Ministerin gemeinsam mit den Projektpartnern technologische Ansätze für eine 6G-gestützte, durchgängig vernetzte Notfall- und Akutversorgung vor. Gezeigt wurde, wie medizinische Daten künftig entlang der Behandlungskette schneller, sicherer und situationsbezogen bereitgestellt werden können – von der präklinischen Versorgung bis zur Klinik.
Zentrale Demonstrationsplattform war der ICCAS-Forschungs-Rettungswagen. Besucherinnen und Besucher erhielten dort Einblicke in Anwendungen der Augmented Reality, in die Übertragung von Vitaldaten über körpernahe Sensorsysteme sowie in mobile Versorgungskonzepte für ländliche Regionen.

Bild: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär im ICCAS-Forschungs-Rettungswagen mit Prof. Dr. Thomas Neumuth (rechts) und Tobias Pabst. Foto: ICCAS _Clemens Möllenhoff
Die Präsentationen entstanden in Zusammenarbeit mit der NXP Semiconductors Germany GmbH, dem Vodafone Tech Innovation Center Dresden, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Zentrum für Telemedizin e.V. (ZTM) und weiteren Partnern des PATHCARE-Konsortiums.

Bild: ICCAS-Stand beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2026. Foto: ©ICCAS _Prof. Dr. Thomas Neumuth
Auch im Vortrag von Tobias Pabst vom ICCAS wurde das Potenzial 6G-gestützter Medizintechnologien anschaulich vermittelt. Anhand einer beispielhaften Patientenreise zeigte er, wie vernetzte Systeme künftig dazu beitragen können, Behandlungsprozesse besser zu koordinieren und medizinisches Personal frühzeitig mit relevanten Informationen zu unterstützen.
Für das ICCAS bot die Veranstaltung eine wichtige Gelegenheit, Forschung an der Schnittstelle von Medizin, Digitalisierung und Kommunikationstechnologie sowohl der Bundesministerin als auch einem breiten Publikum vorzustellen.
Die nächste Gelegenheit das ICCAS live zu erleben bietet sich am 6. September 2026 in Dresden, zum Tag des offenen Regierungsviertels.
Quelle: © Universität Leipzig - Autor: Christoph Zeumer
Bildmaterial: BMFTR_Czybik & Schmid Media_Zöhre Kurc, ICCAS _Clemens Möllenhoff, ©ICCAS _Prof. Dr. Thomas Neumuth










