Fraunhofer MEVIS demonstriert KI für Radiologie, MRT und Krebs-diagnostik

Veröffentlicht 05.08.2026 10:00, Kerstin Müller

Künstliche Intelligenz in der Medizin: Neue Wege für Diagnose und Forschung

Fraunhofer MEVIS beteiligt sich am »KI x Open Lab – im Summer of AI«, einem Programm in Bremen rund um Künstliche Intelligenz, das im Sommer 2026 parallel zur internationalen Fachkonferenz IJCAI‑ECAI stattfindet.

Bild: Digitale Medizin verbindet etablierte medizinische Praxis mit datengetriebener Analyse, bildbasierter Diagnostik und modernen, KI‑gestützten Technologien. © Fraunhofer MEVIS

Mit interaktiven Stationen für junge Erwachsene und einer öffentlichen Dialogveranstaltung zeigt das Institut, wie KI neue Möglichkeiten in der Gesundheitsversorgung eröffnet und lädt Expert:innen aus Wissenschaft und Medizin ebenso wie interessierte Bürger:innen dazu ein, diese Entwicklungen anhand konkreter Beispiele gemeinsam zu diskutieren. 

Von Daten zur Diagnose: Wie KI spürbaren Mehrwert in der Medizin schafft

Einladung zum Dialog »KI in der Medizin«: 17. August 2026, 15:30 Uhr bis 16:20 Uhr, in der Kassenhalle im Forum am Domshof, Bremen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Medizin? Was bedeutet sie für den Alltag in Klinik und Praxis? Und wie profitieren Patient:innen konkret von diesen Entwicklungen?

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS lädt Sie herzlich ein, mit Forschenden über aktuelle Entwicklungen der KI in der Medizin ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungen, aktuelle Forschungsfragen und der Austausch darüber, wie technologische Innovationen einen echten Mehrwert in der Patientenversorgung schaffen können.

Experten aus Wissenschaft und Medizin diskutieren mit Ihnen anhand konkreter Beispiele, wie KI neue Möglichkeiten in der Gesundheitsversorgung eröffnet: 

Radiolog:innen stehen vor der Aufgabe, große Mengen an Bilddaten aus CT- und MRT-Untersuchungen auszuwerten und mit Voraufnahmen zu vergleichen. Dieser Prozess ist zeitaufwendig und birgt das Risiko, dass wichtige Befunde übersehen werden. KI-Werkzeuge helfen dabei, diese komplexe Auswertung effizienter und sicherer zu gestalten. Ein Beispiel ist das Softwarewerkzeug OncoChange, das bei der Analyse und dem Vergleich umfangreicher Bilddatensätze unterstützt und so den Verlauf von Krebstherapien besser beurteilen lässt. 

Wie entsteht eigentlich ein KI-Werkzeug? Wer stellt die Daten bereit, wer prüft die Ergebnisse, und warum reicht dafür kein großes Sprachmodell aus? Die Forschungsplattform CuraMate zeigt, wie die präzise Annotation von Tumoren und Organen unterstützt werden kann und damit die Grundlage für hochwertige klinische und wissenschaftliche Datennutzung geschaffen wird.

Eine zentrale Rolle in der medizinischen Forschung spielen multizentrische Studien. Sie verbinden Daten aus verschiedenen Kliniken, die unter unterschiedlichen technischen Bedingungen erhoben werden. Dadurch lassen sich neue Anwendungen realistischer testen und ihre Zuverlässigkeit im klinischen Alltag besser bewerten. Gerade bei seltenen Erkrankungen ist diese Zusammenarbeit entscheidend, da nur so ausreichend große und aussagekräftige Datensätze entstehen. Das Forschungsnetzwerk RACOON zeigt, wie Kliniken gemeinsam solche Datengrundlagen für die Entwicklung und Validierung von KI-Verfahren aufbauen können.

Auch in der Magnetresonanztomographie (MRT) gibt es bemerkenswerte Weiterentwicklungen. Die MRT bietet im Vergleich zu Röntgen und CT eine für den Körper schonende, strahlungsfreie Diagnostik und ermöglicht neben statischen Bildern auch funktionelle Informationen über Organe und Gewebe. Gleichzeitig ist sie häufig zeit- und kostenintensiv, und für manche Patient:innen durch lange Untersuchungszeiten und laute Geräusche belastend. Neue KI-gestützte Verfahren tragen dazu bei, Untersuchungszeiten zu verkürzen und die medizinische Bildqualität zu verbessern.

Interessierte sind eingeladen, ihre Fragen einzubringen und mit Expert:innen sowie weiteren Teilnehmenden über KI in der Medizin zu diskutieren. 

KI-gestützte Analyse medizinischer Bilder: Von der Lern-KI zum Forschungstool

17. August 2026, 13:00 Uhr bis 15:30 Uhr, in der Kassenhalle im Forum am Domshof; Anmeldung über Digital Impact Lab: https://impact-lab.eu/summer_of_ai/

An zwei Stationen können Auszubildende und Schüler:innen erleben, wie sie zunächst in einer webbasierten Umgebung zum Trainieren einfacher KI‑Modelle eine eigene KI zur Gewebeanalyse bauen – und anschließend ein echtes medizinisches Forschungstool nutzen, um mit realen Bilddaten zu arbeiten. So wird der Weg von der Lern‑KI zum praxisnahen Forschungstool konkret erlebbar und zeigt, wie KI‑gestützte Bildanalyse in der Medizin eingesetzt werden kann.

Veranstalter des »KI x Open Lab – im Summer of AI«: Digital Impact Lab, Freie Hansestadt Bremen, U Bremen Research Alliance, Universität Bremen, M2C Institut an der Hochschule Bremen.

Partner: Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik TZI, MOIN Modellregion Industriemathematik, Hochschule für Künste Bremen, Hochschule Bremen, Institut für Informationsmanagement Bremen ifib, Oberschule Waller Ring und weitere Partner.
 

Mehr Information:


-> OncoChangeCuraMateRACOONMRT

-> KI x Open Lab – im Summer of AI

 

Quelle: © Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS

Bild: © Fraunhofer MEVIS

 

 


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