Cyberangriff auf unimed: Update zum IT-Sicherheitsvorfall

Veröffentlicht 21.08.2026 08:20, Kerstin Müller

Informationen zum Cyberangriff auf unimed

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Vorfall, Antworten auf häufige Fragen sowie Kontaktmöglichkeiten.

Im April 2026 wurde unimed Ziel eines Cyberangriffs. Dabei wurden aus einem begrenzten Bereich unserer IT-Systeme Daten entwendet. Der Bereich enthielt Kommunikation zu Abrechnungswidersprüchen von Privatpatienten, Selbstzahlern und gesetzlich versicherten Patienten mit privater Zusatzversicherung.

Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst und sind uns der Unannehmlichkeiten bewusst, die er für Kunden und deren Patientinnen und Patienten bedeuten kann. unimed tut sein Bestes, um etwaige Risiken für Betroffene zu mindern und nimmt deren Anliegen sehr ernst.  

Patientinnen und Patienten, deren Daten von dem Vorfall betroffen sind, werden durch ihre behandelnde Einrichtung darüber informiert, alternativ auch in deren Auftrag durch unimed. Eine aktive Nachfrage zu einer möglichen Betroffenheit ist somit nicht notwendig.

Bei der weit überwiegenden Mehrheit der abgeflossenen Daten handelt es sich nicht um Sensitive Healthcare Information (sensible Gesundheitsdaten). Es liegen unimed keine Hinweise vor, dass abgeflossene Daten veröffentlicht worden sind, und nach aktueller Einschätzung von uns beauftragter Experten ist eine Veröffentlichung nicht wahrscheinlich. Wir überwachen die Lage kontinuierlich und werden auf dieser Seite informieren, sollte sich daran etwas ändern.

Einblicke in die Schritte nach dem Vorfall

Wie wir auf den Cyberangriff reagiert haben

Nach Erkennen des Vorfalls haben wir umgehend gehandelt, bei der zuständigen Datenschutzbehörde sowie der Polizei Meldung erstattet und Kunden informiert. unimed steht seitdem in kontinuierlichem Austausch mit Behörden, Polizei und Kunden. Wesentliche Maßnahmen umfassen unter anderem:

  • Nach Identifizierung des Cyberangriffs am 14. April 2026 haben wir umgehend einen Krisenstab einberufen und externe IT-Forensiker hinzugezogen. Die Datenverbindungen zu Kunden wurden vorsorglich getrennt und erst wieder aktiviert, nachdem die Sicherheit unserer Systeme wiederhergestellt war.
  • Bereits einen Tag später haben wir erste identifizierte Kunden informiert. In der Folge hat unimed Kunden regelmäßig auf dem jeweils gesicherten Stand der Erkenntnisse gehalten. 
  • Externe IT-Forensiker haben unsere Systeme eingehend untersucht und abgesichert. Die erfolgreiche Absicherung wurde durch die verantwortlichen Experten testiert.
  • Die Identifizierung der von einem Abfluss konkret betroffenen Daten und Personen ist ein aufwändiger Prozess, der in der Regel sehr lange dauert. Spezialisierte externe Datenforensiker mussten die entwendeten Daten systematisch einzelnen Kunden sowie betroffenen Patientinnen und Patienten spezifisch zuordnen. Durch den Einsatz unserer Mitarbeiter, externer Experten und technologischer Methoden konnte diese Analyse deutlich verkürzt werden.
  • Ab Mitte Mai 2026 haben wir Kunden die für sie jeweils spezifisch betreffenden Ergebnisse der Analyse übermittelt. Diese waren die Grundlage dafür, betroffene Patientinnen und Patienten direkt informieren zu können.
  • Seitdem werden Betroffene durch Ihre behandelnde Einrichtung oder in deren Auftrag direkt durch uns informiert. Eine aktive Nachfrage von Patientinnen und Patienten zu einer möglichen Betroffenheit ist somit nicht notwendig.
  • Aktuell werden die Erkenntnisse aus dem mittlerweile abgeschlossenen IT-Sicherheitsvorfall aufgearbeitet und in geeignete Maßnahmen für die fortlaufende Verbesserung unserer Systeme und Abläufe überführt. Das Ziel ist dabei eine gezielte Weiterentwicklung und Stärkung des vorhandenen Sicherheits- und Datenschutzrahmens.
  • Bereits vor dem IT-Sicherheitsvorfall hatten wir weitere Zertifizierungsprozesse begonnen. Bis spätestens zum Jahresende wollen wir die Zertifizierung nach ISO 27001 abschließen. Darüber hinaus haben wir den C-5 Standard als etablierten Standard im Gesundheitswesen als Zielbild für unimed definiert. Den begonnenen Prozess verfolgen wir mit Nachdruck weiter und sind zuversichtlich im Laufe des kommenden Jahres diese zusätzliche Zertifizierung zu erreichen.
  • Wir überwachen die Lage kontinuierlich und unterstützen unsere Kunden weiterhin aktiv bei der Bewältigung des Vorfalls.

Weiterführende Informationen, mit denen unimed die Öffentlichkeit informiert hat, finden Sie auf unserer Presse-Seite, unter folgendem Link:
https://unimed.de/presse/

 

Quelle: © unimed

Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ChatCPT/OpenAI


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