Im März 2003 war es dann soweit: Auf einer konstituierenden Sitzung in Leipzig wurde aus der Arbeitsgemeinschaft KH-IT der Bundesverband der KH-IT Leiterinnen/Leiter e.V.
Im Rahmen einer Tagung mit dem Thema „Von der Elektronischen Patientenakte zur effizienten DRGAbrechnung" am Klinikum Sankt Georg in Leipzig wurde dies von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft bestand mittlerweile bereits 6 Jahre und besaß 183 Mitglieder.
In der konstituierenden Sitzung wurde beschlossen, die Mitglieder förmlich anzuschreiben und um Mitgliedschaft in dem neu gegründeten Verband zu bitten. Diesem Schritt folgten allerdings nicht alle Mitglieder. Der Verband hatte die Rechtsform eines eingetragenen Vereines.
Foto: In Auerbachs Keller in Leipzig wurde die Verbandsgründung gebührend gefeiert: von links nach rechts: Günter Gartner, Gerhard Härdter, Jörg Müller, Andreas Barchfeld, Horst-Dieter Beha, Heiko Ries, Bernd Behrend.
Neben den Hauptmitgliedern, den IT-Leitern deutscher Krankenhäuser, wurden auch sogenannte assoziierte Mitglieder aus der Industrie, die die Fördermitgliedschaft übernehmen konnten, aufgenommen. Als Mitgliedsbeiträge wurden damals in symbolischer Höhe 25 Euro pro Jahr und Mitglied erhoben. Für alle Teilnehmer unvergesslich war die Gründungsfeier im sagenumwobenen Fasskeller (mit Ritt auf dem Fass) von Auerbachs Keller in Leipzig. Langsam ging es mit der Mitgliederzahl des Bundesverbandes bergauf. Anfang 2004 meldete das Krankenhaus-IT Journal, dass der KH-IT sein 100. Mitglied begrüßen konnte.
Legenderer Ritt von Jörg Müller auf dem Fass in Auerbachs Keller in Leipzig
Interview aus dem Jahr 2003
Der stellvertrende Vorsitzende Bernd Behrendt, erklärte in einem Interview mit dem Krankenhaus-IT Journal im Jahr 2003 die Ziele des neu gegründeten Vereins: „In den zurückliegenden Jahren haben wir uns auf die praktisch-inhaltliche Arbeit konzentriert und mit möglichst wenig Bürokratie einen intensiven Erfahrungsaustausch zustande gebracht. Die Grenzen der Arbeitsgemeinschaft haben wir bei Verhandlungen mit offiziellen Institutionen erfahren, da immer wieder die Frage gestellt wurde, wer wir eigentlich sind. Die logische Konsequenz war die formale Gründung eines Bundesverbandes, da die Krankenhäuser im Interessenausgleich mit anderen Spitzenverbänden und letztendlich auch mit dem Gesetzgeber eine entsprechende Interessenvertretung benötigen.
Nach der Verbandsgründung baute der KH-IT die Kooperation mit anderen Institutionen im Gesundheitswesen weiter aus. Neben der Veranstaltung von Fortbildungen, gemeinsam mit dem DKI, soll die Organisation der BVMI- und
GMDS-Fachtagungen („KIS-Tagung" und „Telemed") unterstützt werden. Zur Vertiefung inhaltlicher Arbeiten werden mit den Verbandsmitgliedern Workshops zu den Themen „InterNet/Informationsaustausch, Personalausstattung und
Vertragsgestaltung" durchgeführt. Der Bundesverband KH-IT wird für den Gesetzgeber sowie für andere Spitzenverbände als kompetenter Ansprechpartner bereitstehen, der bei der Planung neuer Erfordernisse für die Praxis der IT im Gesundheitswesen einsteht."
Vorstand des Bundesverband KH-IT im Jahr 2003
- Heiko Ries, Landau, 1. Vorsitzender
- Bernd Behrend, Reutlingen, stellvertretender Vorsitzender
- Jörg Müller, Frankfurt, stellvertretender Vorsitzender
- Andreas Barchfeld, Hamburg, Schriftführer
- Günter Gartner, Karlsruhe, Schatzmeister
- Gerhard Härdter, Stuttgart, Beisitzer
- Horst-Dieter Beha, Konstanz, Beisitzer
sowie einem Beirat mit folgenden Personen:
- Rainer Tietze, Lüdenscheid, Mitgliederverwaltung
- Prof. Martin Staemmler, FH Stralsund, wissenschaftlicher Beirat

Messestadt Leipzig im Jahr 2003: Hier wurde der Bundesverband KH-IT geboren.
30 Jahre Geschichte – und die Zukunft liegt vor uns.
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Flyer_30JahreKHIT.pdf
Quelle Text und Bilder: Buch "Die Geschichte der Health-IT" Autoren: Hartmuth, Kai und Kim Wehrs





