Healthcare-Hackathon: Uniklinik Köln entwickelt KI-Prototypen für den Krankenhausalltag

Prototyp

Veröffentlicht 16.09.2026 06:30, Kerstin Müller

1. Hackathon überzeugt mit praxisnahen Lösungen

Rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uniklinik Köln haben beim ersten interdiszi-plinären Healthcare-Hackathon „From Prompt to Patient“ am 10. und 11. September im In-noDom Cologne praxisnahe Prototypen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Kranken-haus entwickelt. Es ging vor allem darum, sich zu vernetzen und gemeinsam reale Heraus-forderungen aus dem Arbeitsalltag mit digitalen Werkzeugen anzugehen.

Bild: (v.l.) Marina Filipović, Dr. Madeleine Werthebach, Ministerin Ina Brandes, Prof. Dr. Edgar Schömig und Damian Grüttner. 2. Expertenpanel zu den Leitplanken für sichere Künstliche Intelligenz in der Universitätsmedizin, Foto: Sebastian Volk. Bildhinweis: Das Beitragsbild wurde auf Basis der bereitgestellten Fotos mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu einer redaktionellen Collage gestaltet 

Zwei Tage lang herrschte echter Hackathon-Spirit im InnoDom: In interdisziplinären Teams arbeiteten Beschäftigte aus Pflegedienst, ärztlicher Versorgung, IT, Verwaltung und Wissenschaft Seite an Seite – teilweise bis tief in die Nacht –, um aus konkreten Alltagsproblemen einsatzfähige Prototypen zu machen. Nach der Eröffnung durch NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, sowie Impulsen aus der Praxis bereiteten sich die Teilnehmenden in Workshops auf die 24-stündige Entwicklungsphase vor. Das Spektrum reichte von Rapid Prototyping über Datenschutz bei lokalen Sprachmodellen bis hin zu medizinischen Vorhersagesystemen.

In der intensiven Arbeitsphase entstanden vier Prototypen für vier zentrale Einsatzbereiche: Ein intelligenter Telefonbot entlastet onkologische Ambulanzen bei wiederkehrenden Anfragen und der Terminvergabe. Ein automatisierter Arztbriefgenerator fasst klinische Berichte strukturiert zusammen und reduziert den Dokumentationsaufwand. Die automatisierte Schichtübergabe in der Pflege strukturiert und protokolliert bei Bedarf Übergabegespräche digital und lückenlos. Zudem bietet ein interaktiver KI-Avatar – eine computergenerierte interaktive Figur – eine geschützte Simulationsumgebung, in der Pflegende und Ärzte anspruchsvolle Gesprächssituationen trainieren können.

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Bild: Die interdisziplinären Teams bei der Arbeit, Foto: Sebastian Volk. Bildhinweis: Das Beitragsbild wurde auf Basis der bereitgestellten Fotos mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu einer redaktionellen Collage gestaltet

Den gelungenen Schlusspunkt bildete ein Expertenpanel zu den Leitplanken für sichere Künstliche Intelligenz in der Universitätsmedizin mit Fachleuten von Google, Microsoft, T-Systems und der Uniklinik Köln. Die Vorstandsjury um Prof. Schömig, den Kaufmännischen Direktor Damian Grüttner und den stellvertretenden Pflegedirektor Kai-Uwe Buschina zeigte sich von der Praxisrelevanz aller Ansätze so überzeugt, dass sie vier erste Plätze vergab.

Wie Prof. Schömig bei der Veranstaltung betonte, habe dieser erste Healthcare-Hackathon eindrucksvoll gezeigt, welches Innovationspotenzial in der Zusammenarbeit der Beschäftigten stecke. Die herausragenden Ergebnisse der vier Gewinnerteams belegten, dass Künstliche Intelligenz an der Uniklinik Köln gemeinsam gestaltet werde – zum Wohl der Patientinnen und Patienten sowie zur spürbaren Entlastung des Personals im Arbeitsalltag.

Die entwickelten Lösungen wandern nun aber nicht in die Schublade: Bei einem Arbeitsfrühstück im InnoDom Cologne werden die Gewinnerteams gemeinsam mit den Fachverantwortlichen die Überführung der Prototypen in konkrete Pilotprojekte besprechen.

 

Quelle: © Universitätsklinikum Köln

Bildmaterial: Sebastian Volk

Bildhinweis: Die Beitragsbilder wurden auf Basis der bereitgestellten Fotos mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu  redaktionellen Collagen gestaltet 


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