Digitale Patientenakte sorgt für mehr Patientensicherheit

Helios

Veröffentlicht 08.02.2022 12:30, Dagmar Finlayson

Die Helios Klinik Köthen ist auf dem Weg, ein papierloses Krankenhaus zu werden. Die digitale Patientenakte hat in der Klinik Einzug gehalten. Nach der ersten Pilot-Station B2 (Orthopädie/Traumatologie) gehen nun weitere Stationen im Verlauf dieses Jahres an den digitalen Start.

Die Zeiten der dicken Patientenakten aus Papier sind in der Helios Klinik Köthen bald vorbei. Anfang Januar ging es mit der Einführung der digitalen Patientenakte auf der Station B2 (Orthopädie/Traumatologie) los. Dann folgten Schritt für Schritt die Station B1 (Gefäßchirurgie/Viszeralchirurgie) und A3 (Innere/Gastroenterologie).

Schneller, sicherer und papierlos

„Ich bin mir sicher, dass bald alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der DigiPat überzeugt sein werden. Die Bearbeitung von Patientendaten erfolgt dadurch schneller, sicherer und vor allem papierlos“, so Klinikgeschäftsführerin Carolin Uhl.

„In der digitalen Patientenakte wird alles wie sonst auch eingetragen: Vitalwerte, Medikation, Verlaufsdokumentation usw. Es wird sicher eine Phase der Umgewöhnung geben, aber wir erhoffen uns langfristig eine schnelle, sichere und papierlose Bearbeitung von Patientendaten.“ ergänzt Susann Gebhardt, Pflegedirektorin in der Helios Klinik Köthen.

Warum die digitale Patientenakte schneller und sicherer ist?

Die herkömmliche Patientenakte wird handschriftlich geführt. Nimmt der Arzt die Patientenakte zu einer Fallbesprechung mit, können in dieser Zeit Pflegekräfte keine aktuellen Daten eintragen oder sich zu Anordnungen rückversichern. Sie müssen also warten, oder sich die Gegebenheiten anders notieren. Durch die digitale Eingabe, die von mehreren Personen gleichzeitig vorgenommen werden, können wir mögliche Fehlerquellen minimieren“, so Susann Gebhardt.

 Weitere Vorteile sind die Lesbarkeit der digitalen Eingaben gegenüber den handschriftlichen, die Vermeidung von Doppelerfassungen und die Schnelligkeit der Dokumentation. „Pflegekräfte können bereits während der Visite behandlungsrelevante Patientendaten mit dem mobilen Dokumentationswagen erfassen, Laborwerte einsehen und den Behandlungsverlauf dokumentieren. Sie sparen wertvolle Zeit, die den Patienten zu Gute kommt“, ergänzt die Pflegedirektorin.

Die digitale Umstellung

Dass digitale Umstellungen in der ersten Phase oft mehr Zeit kosten und für die Mitarbeiter nicht immer gleich problemlos umsetzbar sind, weiß Klinikgeschäftsführerin Carolin Uhl.

„Der Mehraufwand ist trotzdem auf jeden Fall seine Zeit wert! Die Dokumentationsanforderungen an Kliniken steigen stetig und ohne die Digitalisierung ist es undenkbar, diese Anforderungen zu erfüllen. An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Mitarbeiter:innen, die sich schnell auf die digitale Patientenakte eingestellt haben und sich gegenseitig unterstützen.“

Als motivierende „Starthilfe“ für die engagierten Teams gibt es von der Klinikleitung für jedes Team eine leckere Überraschung.

Sicherer Schutz der Patientendaten

Die Datennutzung und –speicherung erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Dabei hat die Helios Klinik Köthen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die Patientendaten, die in der elektronischen Akte hinterlegt sind, vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Zusätzlich ist die Klinik durch eine besondere Cyber-Abwehr gegen Cyberattacken und andere Außenangriffe gesichert. 

 

Quelle Text/Bild: Helios Klinik Köthen / Johanna Lässing


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