TUM plant weltweit größtes Robotik-Trainingszentrum für KI-gestützte Systeme

NEURA

Veröffentlicht 12.03.2026 08:40, Kerstin Müller

Weltweit größtes Robotik-Lernzentrum geplant. TUM erweitert Industry on Campus-Strategie mit NEURA Robotics

Das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technische Uni-versität München (TUM) und das Unternehmen NEURA Robotics schaffen gemeinsam das weltweit größte Forschungs- und Trainingszentrum für Robotik im wissenschaftlichen Bereich. Unter der Leitung der TUM MIRMI-Professoren Lorenzo Masia und Achim Lilienthal sollen dort künftig hunderte Robotersysteme für ihren Einsatz im Alltag weiterentwickelt und KI-unterstützt trainiert werden, darunter etliche Humanoide.

Bild: Prof. Lorenzo Masia (links) und Prof. Achim Lilienthal werden das TUM RoboGym künftig leiten, das von NEURA Robotics unterstützt wird. Foto: A. Schmitz / TUM

Die Partner investieren gemeinsam 17 Millionen in das TUM RoboGym. NEURA Robotics trägt mit elf Millionen Euro den Hauptanteil bei, primär, um Roboter zu beschaffen und die Wartung der Hardware zu gewährleisten. „Im Gegenzug partizipiert NEURA Robotics an unserer Forschung“, sagt Prof. Achim Lilienthal. „Das Zusammenwirken von High-End- Robotiktechnologie und akademischer Forschung in Künstlicher Intelligenz der Spitzenklasse wird der Entwicklung einen gewaltigen Schub geben“, ist der wissenschaftliche Koordinator des “TUM RoboGym (powered by Neura)“ genannten neuen Robotik-Hubs und gemeinsam mit Lorenzo Masia Initiator der neuen Kooperation des TUM MIRMI überzeugt. Dazu haben die Partner TUM MIRMI und NEURA Robotics eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

3

Bild: „Gemeinsam mit der TUM verbinden wir exzellente Forschung mit unternehmerischer Umsetzungskraft. So setzen wir neue Maßstäbe in der intelligenten Robotik und stärken nachhaltig die technologische Führungsrolle Deutschlands und Europas in einer der zentralen Zukunftstechnologien unserer Zeit“, sagt Gründer und CEO von NEURA Robotics Foto: NEURA Robotics Anzeigen

Humanoide Roboter werden Teil des Alltags

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann betont: „Humanoide Roboter haben den Status von Science Fiction längst verlassen. Schon in naher Zukunft werden sie fester Bestandteil unseres Alltags sein und die Menschen bei vielen Aufgaben unterstützen. Zusammen mit NEURA Robotics arbeiten wir an der TUM daran, diese Entwicklung zu beschleunigen und neben der Funktionalität vor allem auch die Sicherheit des Zusammenlebens von Mensch und Roboter zu gewährleisten.“

5

Bild: „Mit diesem Forschungs- und Trainingszentrum, das weltweit eines der größten ist, schaffen wir für unsere Forschenden und Studierenden eine einzigartige Infrastruktur in Europa, in der sie neue Ansätze in Robotik und KI erleben, entwickeln und erlernen können und so beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu einem starken Kern europäischer Expertinnen und Experten werden“, sagt Prof. Lorenzo Masia, Direktor des TUM RoboGym. Foto: Astrid Eckert / TUM

Der Gründer und CEO von NEURA Robotics, David Reger, sagt: „Der entscheidende Wettbewerbsfaktor in der intelligenten Robotik ist nicht mehr die Mechanik, er liegt in den Daten. Wer über hochwertige, realitätsnahe Trainingsdaten verfügt, definiert das Tempo. Genau hier bringen wir bei NEURA Robotics unsere Stärke ein: Mit dem weltweiten Aufbau von Robotergyms und der Vernetzung von Trainingsdaten über unsere Plattform Neuraverse, schaffen wir skalierbare Trainingsinfrastrukturen für physische KI. Gemeinsam mit der TUM verbinden wir exzellente Forschung mit unternehmerischer Umsetzungskraft. So setzen wir neue Maßstäbe in der intelligenten Robotik und stärken nachhaltig die technologische Führungsrolle Deutschlands und Europas in einer der zentralen Zukunftstechnologien unserer Zeit.“

2

Bild: Das TUM RoboGym (powered by NEURA) in der Planungsphase hier als Grafik. Das Robotik-Trainingszentrum bauen TUM und NEURA Robotics gemeinsam. Foto: NEURA Robotics Anzeigen

Für den Direktor des TUM RoboGym und TUM MIRMI Executive Direktor Prof. Lorenzo Masia bietet die Kooperation die Chance, künftige Entwicklungen in der Robotik weltweit mitzubestimmen: „Europäische Souveränität ist in Zeiten des geopolitischen Wettbewerbs zwischen Ost und West enorm wichtig. Mit diesem Forschungs- und Trainingszentrum, das weltweit eines der größten ist, schaffen wir für unsere Forschenden und Studierenden eine einzigartige Infrastruktur in Europa, in der sie neue Ansätze in Robotik und KI erleben, entwickeln und erlernen können und so beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu einem starken Kern europäischer Expertinnen und Experten werden.”

1

Im TUM RoboGym wird ein Fokus auf dem Training von humanoiden Robotern liegen. Foto: NEURA Robotics Anzeigen

Aus menschlichen Bewegungen wertvolle Daten gewinnen

Im TUM Convergence Center am Münchner Flughafen forschen die Kooperationspartner auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern gemeinsam an der nächsten Generation humanoider Roboter. Geplant ist u.a. ein KI-unterstütztes Training robotischer Systeme.

Anders als bei Sprachmodellen wie ChatGPT ist es in der verkörperten KI nicht möglich, auf fast beliebig viele Daten aus dem Internet zurückzugreifen und mit ihrer Hilfe zu lernen. Web-Videos sind kaum zu finden, in denen etwa Roboterarme eingesetzt werden, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Zudem ist auch noch unklar, wie gut sich Bewegungen aus Videos herauslesen lassen. Simulationen sind zudem meist viel zu unpräzise und können etwa Reibungskräfte, die in der realen Welt vorhanden sind, nicht zuverlässig reproduzieren.

„Das sind die Gründe, weshalb es ein Trainingszentrum braucht, in dem Menschen den Robotern einzelne Fähigkeiten beibringen, etwa eine Schachtel zu falten oder Bauteile zusammenzustecken“, sagt Prof. Lilienthal. „Die Roboter werden im RoboGym allgemeine Fertigkeiten erlernen, die sie dann selbständig auf spezielle Aufgaben übertragen können“. Die Voraussetzung dafür sind sehr viele Datensätze, die nun im RoboGym von menschlichen Roboter-Trainern erstellt werden.

4

Bild: „Das Zusammenwirken von High-End-Robotiktechnologie und akademischer Forschung in Künstlicher Intelligenz der Spitzenklasse wird der Entwicklung einen gewaltigen Schub geben“, sagt der wissenschaftliche Koordinator des TUM RoboGym Prof. Achim Lilienthal. Foto: Astrid Eckert / TUM

Mehr Informationen:

Das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (TUM MIRMI) ist ein auf Robotik und KI fokussiertes integratives Forschungsinstitut der Technischen Universität München (TUM). Das MIRMI verfügt überführende Expertise auf zentralen Gebieten der Robotik, zum Bespiel Perzeption und Data Science. Knapp 80 TUM-Lehrstühle sind im TUM MIRMI vernetzt, um innovative robotische und KI-unterstützte Lösungen für Umwelt, Gesundheit, Mobilität, Arbeit und nicht zuletzt Sicherheit und Verteidigung zu entwickeln. Geleitet wird das TUM RoboGym von Prof. Lorenzo Masia (Executive Director des TUM MIRMI) und Prof. Achim Lilienthal (Vizedirektor des MIRMI). Weitere Informationen finden Sie unter https://www.mirmi.tum.de/.

Quelle: Technische Universität München TUM

Bildmaterial: Foto: A. Schmitz / TUM, Astrid Eckert / TUM, NEURA Robotics

 


Lesen Sie mehr zum Thema "Künstliche Intelligenz News"

KI in der Roboter-Herzchirurgie
Künstliche Intelligenz News
DHZC
Spende finanziert sichere KI-Analyse medizinischer Dokumente am Uniklinikum Freiburg
Künstliche Intelligenz News
Universitätsklinikum Freiburg

Lesen Sie hier die neuesten Beiträge

Diese Webseite verwendet Cookies.   Mehr Info.      oder