Kramer & Crew realisiert Private-Cloud-Plattform für Universitätsmedizin Frankfurt

Cloud

Veröffentlicht 19.02.2026 14:00, Kim Wehrs

Die Kramer & Crew GmbH & Co. KG hat für die Universitätsmedizin Frankfurt eine leistungsfähige Private-Cloud-Plattform aufgebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Mit dem Projekt schafft Kramer & Crew die technologische Grundlage für einen stabilen, zukunftsfähigen IT-Betrieb im klinischen Umfeld.

Nach einem Vergabeverfahren erhielt das Kölner IT-Unternehmen den Zuschlag für Konzeption, Aufbau und Betrieb der Private-Cloud-Infrastruktur. Die neue Plattform bildet nun das Rückgrat der Krankenhaus-IT und unterstützt die hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit im medizinischen Alltag.

Ausgangslage: Wenn Regulierung, Betrieb und Realität aufeinandertreffen

Kramer & Crew unterstützt seit vielen Jahren mittelständische und große Organisationen bei der Weiterentwicklung kritischer IT-Landschaften. Im Krankenhausumfeld treffen dabei wachsende technische Anforderungen auf steigende regulatorische Vorgaben. Digitale Medizin, KI-gestützte Anwendungen und datenintensive Forschung erhöhen den Bedarf an Verfügbarkeit, Performance und Skalierbarkeit. Gleichzeitig verlangen regulatorische Rahmenbedingungen wie KRITIS und NIS2 eine höhere Nachvollziehbarkeit von Betriebszuständen, eine belastbare Notfallvorsorge sowie klar geregelte Verantwortlichkeiten.

Historisch gewachsene Rechenzentrumsstrukturen mit hoher Heterogenität und manuellen Betriebsprozessen lassen sich unter diesen Bedingungen nur noch eingeschränkt beherrschen. Zugleich führen public-cloud-orientierte Ansätze zu Abhängigkeiten von globalen Plattformen und geteilten Betriebsmodellen, die für kritische Versorgungsinfrastrukturen zusätzliche Risiken mit sich bringen.

Zielbild: Eine kontrollierte, standardisierte Betriebsplattform

Vor diesem Hintergrund wurde ein Zielbild definiert, das IT nicht als Summe einzelner Systeme versteht, sondern als integrierte, plattformorientierte Betriebsarchitektur. Die Private Cloud bildet den zentralen Ort für den Betrieb klinischer Kernsysteme, neuer digitaler Anwendungen sowie zukünftiger Erweiterungen.

Architektur, Betrieb und Governance sind dabei eng aufeinander abgestimmt. Klare Zuständigkeiten, standardisierte Prozesse und definierte Servicegrenzen schaffen die Voraussetzung für einen stabilen Betrieb und eine kontrollierte Weiterentwicklung der Plattform. Kramer & Crew übernimmt dabei den 24/7-Managed-Service für zentrale Basisdienste bis auf Betriebssystem- und Datenbankebene und entlastet so die interne IT der Universitätsmedizin im laufenden Betrieb.

Cloud-typische Funktionen werden gezielt genutzt: klar abgegrenzte Self-Service-Mechanismen ermöglichen eine kontrollierte Delegation von Berechtigungen und Ressourcen. Integrierte Kosten- und Ressourcenübersichten schaffen Transparenz über Nutzung und Kapazitäten, ohne zentrale Steuerung und Governance zu unterlaufen.

Architektur: Standardisierung mit klarer Betriebsperspektive

Technische Grundlage der Plattform ist eine hyperkonvergente Infrastruktur mit Nutanix-Software auf Hardware von Hewlett Packard Enterprise. Ziel der Technologieauswahl ist es, die Zahl unterschiedlicher Betriebsvarianten zu reduzieren und gleichzeitig Skalierbarkeit sowie Automatisierung zu ermöglichen.

Die Umgebung ist über mehrere Rechenzentrumsstandorte verteilt und redundant ausgelegt. Netzwerksegmentierung, getrennte Management-Ebenen und definierte Wiederanlaufszenarien sind fester Bestandteil des Architekturdesigns. Eine zentrale Inventarisierung und durchgängiges Monitoring stellen sicher, dass neue Systeme und Workloads automatisch in bestehende Betriebs- und Sicherheitsprozesse integriert werden.

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von links nach rechts: Uwe Kramer, Inhaber / Geschäftsführer Kramer & Crew GmbH & Co. KG, Prof. Dr. Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt, Birgit Roelfsema, Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Frankfurt, Dietmar Hensch Geschäftsführer Crew:Services Kramer & Crew GmbH & Co. KG

Nutzung und Steuerung: Self Service und Kostenkontrolle im Krankenhauskontext

Self-Service-Funktionen werden bewusst nicht als freie Ressourcenbereitstellung verstanden, sondern als standardisierte Servicekataloge für definierte Krankenhaus-Use-Cases – etwa für neue Fachanwendungen, Test- und Schulungssysteme oder temporäre Projektumgebungen. Bereitstellung erfolgt automatisiert innerhalb klarer technischer und organisatorischer Leitplanken.

Das integrierte Ressourcen- und Kostenmanagement der Plattform wird genutzt, um Verbräuche transparent darzustellen, Kapazitäten planbar zu machen und IT-Leistungen nachvollziehbar zuzuordnen. Ziel ist keine verursachungsgerechte Verrechnung im klassischen Sinne, sondern Transparenz und Steuerbarkeit für IT-Leitung und Fachbereiche.

Migration: Enterprise Architecture als Leitplanke der Transformation

Die Private Cloud fungiert zugleich als Migrations- und Konsolidierungsplattform. Grundlage für alle Migrationsentscheidungen ist ein strukturierter, auf Krankenhäuser angepasster Enterprise-Architecture-Ansatz, der Anwendungen, Abhängigkeiten, Datenflüsse und Betriebsanforderungen systematisch erfasst und bewertet.

Die Migration erfolgt in definierten Wellen und wird durch die Experten von Kramer & Crew geleitet und betreut. Systeme, die funktional, technisch oder betrieblich nicht mehr geeignet sind, werden konsolidiert oder abgelöst. Neue Anwendungen, insbesondere im Bereich datengetriebener Medizin und KI, werden ausschließlich auf der neuen Plattform eingeführt.

Zur operativen Unterstützung wird ein von Kramer & Crew eigens entwickeltes Migrationsportal eingesetzt. Es erfasst Anwendungen und Migrationsvorhaben einheitlich und bietet damit Transparenz in der Vorgehensweise für die gesamte Universitätsmedizin.

Ausblick: schrittweise Transformation bis Mitte 2028

Die Inbetriebnahme der Private-Cloud-Plattform markiert den Startpunkt einer mehrjährigen Transformationsphase. Das Projekt ist langfristig angelegt und folgt einer klar strukturierten Roadmap. In den kommenden Phasen werden zunächst weitere Basisdienste auf die Private Cloud migriert. Darauf aufbauend erfolgt die schrittweise Migration klinischer Anwendungen.

Parallel wird die bestehende Anwendungslandschaft kontinuierlich analysiert und weiterentwickelt. Systeme, die den fachlichen oder betrieblichen Anforderungen nicht mehr entsprechen, werden konsolidiert oder abgelöst. Neue Anwendungen werden von Beginn an für den Betrieb auf der Private Cloud ausgelegt und dort integriert.

Die Transformation ist bis Mitte 2028 geplant. Ziel ist eine nachhaltig standardisierte IT-Landschaft, die den stabilen Betrieb klinischer Kernsysteme sicherstellt und zugleich Raum für neue digitale Anwendungen lässt. Die Private Cloud bildet dafür den verbindlichen technologischen und organisatorischen Rahmen.
 

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