Absicherung von Identitäten bremst Cyberkriminelle

Security

Veröffentlicht 15.07.2022 07:50, Dagmar Finlayson

Neuen von zehn Topführungskräfte sehen IT-Sicherheit aktuell als Kernherausforderung für Unternehmen an. Für die Erhebung "CxO Priorities 2022" der Unternehmensberatung Horváth & Partners  wurden 280 C-Level-Manager internationaler Unternehmen aus 10 Branchen und 17 Ländern befragt.

Konkret betrachten 62 Prozent der Umfrageteilnehmer Cybersicherheit als "sehr wichtige" Herausforderung für das Management. 28 Prozent sehen sie als "wichtig" an. Branchenübergreifend wird IT-Sicherheit somit eine 90-prozentige Relevanz eingeräumt, noch vor Nachhaltigkeit (83 Prozent). Unangefochten an erster Stelle steht das Thema digitale Transformation (95 Prozent). 

Die gestiegene Bedeutung von IT-Security ist laut der Studie auch auf die aktuell angespannte Gefahrenlage im Bereich Cybercrime zurückzuführen. Zwar ist das Thema schon länger relevant für Entscheider:doch hat die mediale Berichterstattung gezeigt, dass Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen betroffen sind und auch große Player nicht sicher sind vor großangelegten Angriffen.

Entscheider sehen über verschiedene Branchen hinweg die Prävention und Bekämpfung von Cyber-Angriffen als eine der wichtigsten Managementherausforderungen an. Die Lage ist angespannt und bereitet Fachkräften aus Wissenschaft und Forschung Sorge. Vor Kurzem schlugen 22 Forschende Alarm und veröffentlichten einen offenen Brief an die Bundesregierung (1),  in dem besonders die Gefahrenlage im Bereich Ransomware herausgestellt wird.

Schwachstelle  kompromittierte Identitäten

Cyberkriminelle lernen dazu und feilen ihre Methoden aus. Ein Thema, das zurecht immer stärker Beachtung findet, ist die Absicherung von Identitäten. Schließlich hat sich in den letzten Monaten und Jahren in Betrieben ein Wandel bei der Verwaltung und Sicherung von Identitäten vollzogen, der weit über menschliche Kapazitäten hinausgeht. Die Entwicklung hin zu Remote Work, beziehungsweise Hybrid Work, im Rahmen der Pandemie hat zahlreiche Schwachstellen offenbart und gezeigt, dass Betriebe abgesichert sind mit Security-Lösungen, die im Kern auf künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen basieren. Denn so lassen sich Erkennung, Verwaltung und Kontrolle des gesamten Benutzerzugriffs über den digitalen Lebenszyklus hinweg automatisieren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jede Identität immer den richtigen Zugriff zur Erfüllung ihrer Aufgaben hat. So sind 84 Prozent aller IT-Sicherheitsvorfälle auf kompromittierte Identitäten zurückzuführen. 

Weitere Informationen: www.horvath-partners.com

(1)  Lösegeldzahlungen bei Ransomware-Angriffen: ein geostrategisches Risiko,

https://ransomletter.github.io/

von Wolf-Dietrich Lorenz

Symbolbild: Jefferson Santos on Unsplash

 


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