UKL-Neurochirurg:innen überzeugen in US-Fachzeitschrift und Vortragswettbewerb

AR

Veröffentlicht 16.02.2024 09:20, Dagmar Finlayson

Die Neurochirurg:innen des Leipziger Universitätsklinikums (UKL) machen derzeit mit ausgezeichneten Leistungen nicht nur in der Fachwelt auf sich aufmerksam. Gerade im aktuell stark diskutierten Themenbereich „Augmented / Mixed Reality“ gehören die Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie um ihren Direktor Prof. Erdem Güresir zu den Innovationstreibern. Großes Potential steckt zum Beispiel im Projekt einer 3D-Datenbrille für den OP. Hier wird gerade an der Software geforscht.
Die Entwicklungen werden nun auch verstärkt in der Fachwelt wahrgenommen und spiegeln sich in durchaus außergewöhnlicher Form wider.

So hat es Dr. Johannes Wach aus Prof. Güresirs Team geschafft, bei der Sektionstagung der „Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie“ (DGNC) vergangenes Jahr im Herbst gleich in zwei verschiedenen Sektionen den Preis für den jeweils besten Vortrag zu erhalten. Das hatte zuvor noch keiner erreicht. Und auch international agieren die UKL-Expert:innen erfolgreich: Im Januar-Heft 2024 von „Neurosurgical Focus“, des vielbeachteten Publikationsorgans der amerikanischen Fachgesellschaft für Neurochirurgie (AANS), mit dem Schwerpunktthema „Mixed Reality“, gelang ihnen die Platzierung gleich dreier Beiträge. Und, quasi als „Sahnehäubchen“: Auch die Gestaltung des Titelbildes auf dem Cover der Fachzeitschrift stammte aus einer der UKL-Publikationen.
„Alles dies zeigt - wir sind hier in Leipzig am Puls der Zeit und hochinnovativ“, sagt Klinikdirektor Güresir, stolz auf das, was in relativ kurzer Zeit erreicht wurde. „Das stärkt unseren Standort hier am UKL.“ Prof. Güresir leitet die Klinik erst seit November 2022.

Dr. Johannes Wach gewann auf der Fachtagung der deutschen Neurochirurg:innen im Herbst 2023 in Weimar mit „Eine Langzeitanalyse von Coiling und Clipping für gerissene zerebrale Aneurysmen: Eine Meta-Analyse auf individueller Patientenebene zur Bewertung der Re-Ruptur-Raten“ den Preis für den besten Vortrag in der Sektion „Vaskuläre Neurochirurgie“.

Auf der Weimarer Tagung konnte Dr. Wach dann gleich noch mit einem weiteren Referat begeistern: Auch sein Vortrag „IMAGINER – Verbesserung der Genauigkeit der Platzierung von externen Ventrikeldrainagen mittels Augmented Reality – eine Machbarkeitsstudie“ ist ausgezeichnet worden, dieses Mal als Bester in der Sektion „Technik & Innovation“.

Letztgenannte Publikation sowie zwei weitere UKL-Beiträge waren dann sogar Inhalt des Themenschwerpunktes „Mixed Reality“ in der ersten Ausgabe des Jahres 2024 von
„Neurosurgical Focus“. „Ein solches publizistisches ‚Schwergewicht‘ unserer Fachrichtung – und dann gleich mit drei Beiträgen aus Leipzig“, unterstreicht Prof. Erdem Güresir die Bedeutung dieser Auszeichnung von internationalem Charakter.

„Mixed Reality“ bedeute auch mehr Patientensicherheit, erklärt der Klinikdirektor. „Mit Hilfe von 3D-Datenbrillen, für die wir gerade die Software entwickeln, wollen wir selbst kleinere Eingriffe am Hirn sicherer gestalten.“ Ein laufendes Projekt hierzu erhielt im vergangenen Jahr die Zusage für weitere Förderung und konnte somit in die nächste Runde starten. Die Entwicklungsarbeit um die sogenannte erweiterte Realität erfolgt in der Arbeitsgruppe der Neurochirurgie des UKL um Prof. Dirk Winkler und Privatdozent Dr. Ronny Grunert, die dabei eng mit Ingenieuren und Softwareentwicklern zusammenarbeiten.

Weitere Informatione:

https://thejns.org/focus/view/journals ... 56/1/neurosurg-focus.56.i... Januar-Heft 2024 von „Neurosurgical Focus“

Bild: Dank der 3D-Datenbrille, die derzeit von der Arbeitsgruppe um Prof. Dirk Winkler (Mitte, hinten) entwickelt wird, können die Neurochirurgen Prof. Erdem Güresir (li.) und Dr. Johannes Wach die sogenannte „erweiterte Realität“ bei ihrer Arbeit nutzen. ©Stefan Straube / UKL

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig AöR


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