Digi­tale Kran­ken­fahr­ten: Pilot­studie der TK startet im Hamburger Raum

Veröffentlicht 19.01.2026 12:10, Kai Wehrs

Die Techniker Krankenkasse (TK) erprobt im Hamburger Raum ein neues, digitales Verfahren für Krankenfahrten. In der jetzt gestarteten Testphase können Versicherte ihre vom Arzt verordnete Krankenfahrt erstmals schnell und einfach per Smartphone planen und buchen.

Für die Pilotstudie kooperiert die TK mit der Mobilitätsplattform Freenow by Lyft und dem Abrechnungsdienstleister DAVASO. Perspektivisch kann eine Vielzahl von Patienten profitieren. Allein 2024 haben bundesweit 154.000 TK-Versicherte Krankenfahrten zu Behandlungen wie Dialyse, Chemotherapie oder auch ins Krankenhaus verordnet bekommen.

Weniger Papierkram - weniger Zeitaufwand

"Wer krank ist, soll sich auf seine Genesung konzentrieren können. Daher haben wir für Krankenfahrten ein digitales Genehmigungsverfahren und eine Online-Fahrtenbuchung auf die Beine gestellt. Damit entlasten wir unsere Versicherten von unnötigem Papierkram und Zeitaufwand", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. "Gemeinsam mit Freenow testen wir jetzt unseren neu entwickelten digitalen Ablauf, der auch die Abrechnung vereinfacht." Die Testregion soll auf weitere Städte ausgedehnt werden. Die technische Machbarkeitsstudie ist auf sechs Monate angelegt. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Studie soll die Lösung bundesweit allen Marktteilnehmern zugänglich gemacht werden.

​​​Projekt mit Zukunftspotenzial ​​​     ​

Mit diesem Pilotprojekt zeigen ​die ​​Kooperationspartner​, welches Potenzial in einer nahtlosen digitalen Mobilität für gesundheitliche Zwecke steckt. Patientinnen und Patienten benötigen Prozesse, die intuitiv funktionieren. Die Mobilitätsplattform verbindet Genehmigung, Planung und Abrechnung in einem digitalen Ablauf und ermöglicht den Zugang zu Fahrzeugen für mobilitätseingeschränkte Menschen, bei sehr kurzen Wartezeiten.

"Die Zusammenarbeit mit der TK ist ein wichtiger Schritt, um Barrieren abzubauen und medizinisch notwendige Mobilität verlässlicher, schneller und einfacher zugänglich zu machen. Gemeinsam zeigen wir, wie durchdachte Technologie das Leben unserer Kunden auch bei Fahrten von und zum Krankenhaus oder der Dialyse-Praxis spürbar vereinfacht", so Felix Brand, Chief Strategy Officer bei Freenow by Lyft.

Das neue digitale Verfahren spart Ressourcen

Bislang bedeutet eine Krankenfahrt viel Aufwand für Patientinnen und Patienten. Sie benötigen bei bestimmten Fahrten eine Genehmigung der Krankenkasse. Dann müssen sie Kontakt mit dem Beförderungsunternehmen aufnehmen, vereinbaren einen Termin und legen bei Fahrtantritt das Genehmigungsformular vor. Das neue digitale Verfahren spart Ressourcen auf allen Seiten - bei Versicherten, Krankenkassen und Taxiunternehmen.  

Quelle: Techniker Krankenkasse

Bildnachweis: Illustration: KI-generiert mit Unterstützung von ChatGPT (OpenAI)


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