FAU-Forschende suchen Testpersonen - Wer in Deutschland einen Psychotherapieplatz sucht, braucht oft viel Geduld. Viele Betroffene warten mehrere Monate, teilweise sogar über ein Jahr, auf den Beginn einer ambulanten Behandlung. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) möchten diese Versorgungslücke schließen. Sie untersuchen ein digitales Unterstützungsangebot, das Betroffenen hilft, einen Therapieplatz zu finden und die Wartezeit aktiv zu überbrücken. Für diese Studie werden noch Teilnehmer/-innen gesucht.
Unterstützung per App und Telefon-Coaching
Das QUATEMAR-Programm (Qualifizierte Therapieaufnahmeförderung nach Empfehlung einer ambulanten Richtlinienpsychotherapie) kombiniert eine Smartphone-App mit einem begleitenden Tele-Coaching durch approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Die App unterstützt Betroffene strukturiert bei der Suche nach einem Psychotherapieplatz. Sie bietet zudem niedrigschwellige Übungen zur Stärkung der psychischen Gesundheit und vermittelt Strategien, um mit belastenden Symptomen besser umzugehen.
„Gerade in der Phase zwischen Diagnosestellung und Therapiebeginn fühlen sich viele Menschen allein gelassen. Unser Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten in dieser Zeit konkrete Unterstützung an die Hand zu geben", erklärt Jennifer Kulke vom Forschungsteam. Sollte trotz intensiver Suche kein zeitnaher Therapieplatz verfügbar sein, hilft das digitale Angebot dabei, gesundheitsförderliche Kompetenzen aufzubauen und einer weiteren Verschlechterung der Symptome vorzubeugen.
Studienteilnehmende gesucht
Um die Effektivität des Angebots zu prüfen, sucht das Forschungsteam gegenwärtig volljährige Patientinnen und Patienten, die von Wartezeiten von mehr als vier Wochen betroffen sind und bei einer psychotherapeutischen Sprechstunde ein sogenanntes PTV 11 Formular erhalten haben. Die Teilnahme ist komplett von zu Hause aus möglich und läuft über sechs Monate mit drei Erhebungszeitpunkten (á ca. 2,5 Stunden mit Online-Befragungen und Telefon-Interviews). Es wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von bis zu 100 Euro ausgezahlt.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Studienteilnahme finden sich unter: https://klips.phil.fau.de/quatemar und https://quatemar.de.
Weitere Informationen
Jennifer Kulke
Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie
studie-quatemar@fau.de
Online-Buchvorstellung: „Climate Justice: Resisting Marginalisation"
Donnerstag, 9. April, 14.00-15.15 Uhr, Teams-Besprechungsraum
Marie-Sophie Keller und Eklavya Vasudev, beides Menschenrechtsforschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), haben zusammen mit Siddharth Peter de Souza von der University of Warwick das Buch „Climate Justice: Resisting Marginalisation" veröffentlicht, welches sich mit Klimagerechtigkeit auseinandersetzt.
Am 9. April findet die Präsentation des Buches statt, mit einleitenden Worten von Prof. Dr. Markus Krajewski, Sprecher des Forschungszentrums Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) an der FAU. Zum Abschluss der Veranstaltung gibt es Raum für Diskussion.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Interessierte können über die folgende URL dem Teams-Meeting ab 14.00 Uhr beitreten: tinyurl.com/mfu48592
Weitere Informationen
Eklavya Vasudev
Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Menschenrechte
eklavya.vasudev@fau.de
Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Symbolbild: KI-Illustration, generiert mit ChatCPT/OpenAI










