Mit optimalen Betriebskosten und Serviceleistungen kann MedTech punkten

MedTech

Veröffentlicht 03.12.2021 09:10, Dagmar Finlayson

Die Prioritäten von Krankenhäusern bei Investitionen in die Medizintechnik verschieben sich. Hauptgründe hierfür sind das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und die andauernde Covid-19-Pandemie. Bei der Auswahl von MedTech-Unternehmen erwarten Krankenhäuser künftig allen voran kosteneffiziente Produkte und Dienstleistungen sowie flexiblere und nachhaltigere Angebote. Dies zeigt die Studie "Priorities reshuffled. How Covid-19 and public funding are shaping hospitals' investments in medical technology" von Roland Berger, für die Führungskräfte der 600 größten Krankenhäuser in Deutschland zu ihren künftigen Investitionen und Erwartungen an die Medizintechnikindustrie befragt wurden.

“Krankenhäuser verfolgen einen klaren Investitionsschwerpunkt: Oberste Priorität haben medizinische IT-Systeme wie Patientenportale, Krankenhausinformationssysteme oder digitales Medikationsmanagement, welche die Arbeitsabläufe verbessern“, sagt Peter Magunia, Partner bei Roland Berger. “Unsere Befragung zeigt, dass auch Investitionen in digitale Medizintechnik, wie etwa Infrastruktur für Telemedizin, Operationsroboter und Lösungen für die medizinische Zusammenarbeit verstärkt werden. MedTech-Unternehmen mit dem richtigen Produkt- und Serviceportfolio werden hiervon profitieren.“

 

Abb: Kriterien für die MedTech-Auswahl

Fast sechs von zehn Krankenhäusern setzen bei der Wartung bereits auf Outsourcing

Bei der Frage, welche Faktoren für Krankenhäuser ausschlaggebend sind, wenn sie MedTech-Unternehmen beauftragen, ergibt sich ein eindeutiges Bild: Laufende Betriebskosten, Service und Investitionskosten sind die wichtigsten Kriterien. Im Vergleich zum Vorjahr gewinnen vor allem die Betriebskosten an Bedeutung und stehen noch vor den Investitionskosten.

Krankenhäuser sind außerdem zunehmend daran interessiert, Wartungs- und Serviceleistungen an MedTech-Unternehmen zu delegieren. Sechs von zehn Krankenhäusern (59%) setzen bei der Wartung medizinischer Geräte bereits auf Outsourcing, bei kleinen Krankenhäusern sowie Häusern in privater Trägerschaft ist diese Quote sogar noch höher. Weitere Dienste, die Krankenhäuser verstärkt von Medizintechnikanbietern in Anspruch nehmen, liegen in den Bereichen Datenkonnektivität und Nutzungsanalysen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen.