Gestiegener Kostendruck beflügelt Geschäft bei gebrauchten Softwarelizenzen

Interview mit Christian Maaßen, SB Software-Broker

Veröffentlicht 29.06.2020 13:00

Herr Maaßen, Sie handeln mit gebrauchten Softwarelizenzen der Microsoft. Wie haben Sie bzw. Ihr Unternehmen die Auswirkungen von Covid-19 gespürt?


Zuerst sind glücklicherweise alle unsere Mitarbeiter und deren Familien gesund geblieben. Unternehmerisch hat uns, wie vermutlich jeden, Covid-19 zwar überrascht, aber wir sind ein vollständig digital aufgestelltes Unternehmen und können glücklicherweise von überall arbeiten. Es war uns somit sehr früh und ohne Abstriche möglich ins Home Office zu wechseln und von dort unsere Kunden zu bedienen.
Natürlich gab es aufgrund der Einschränkungen und vieler Unternehmen in Kurzarbeit entsprechende Rückgänge in der Nachfrage. Vor allem viele unserer Kunden aus dem Gesundheitssektor wie bspw. Kliniken haben in den ersten Wochen der Krise andere Fragen der IT-Bereitstellung beantworten müssen, als die Beschaffung der nächsten Lizenz. Von einer Krise konnten wir als Unternehmen allerdings nicht sprechen, da im gleichen Moment die Nachfrage nach Lizenzen, die gerade für Heimarbeitsplätze erforderlich wurden wie bspw. Office und entsprechende Zugriffslizenzen, zunahmen und weiter zunimmt. Der Effekt hat sich also
gegenseitig aufgehoben und verstärkt sich aktuell zu unseren Gunsten.

Anders als in den schwer vom Shutdown getroffenen Branchen wie Hotellerie und Gastronomie, haben unsere Kunden bzw. wir selbst die Möglichkeit, Umsätze zu verlagern, die in gleicher Höhe, aber eben später realisiert werden. Meint: Kunden haben IT-Projekte verschoben, aber nicht verworfen. Lizenzbeschaffungen, die für das 2. Quartal geplant und durch unsere Kunden aufgrund von Unsicherheit gestoppt wurden, leben nun wieder auf und werden in den Quartalen 3 bzw. 4 realisiert.

Erwarten Sie einen weiteren Anstieg der Nachfrage aufgrund der Mehrwertsteuersenkung bzw. wie blicken Sie auf das 2. Halbjahr?

Den gestiegenen Kostendruck spürt nahezu jedes Unternehmen und auch die Kliniken nun umso mehr. IT-Budgets waren vor der Krise bereits stark strapaziert und müssen nach wie vor zukunftsorientiert eingesetzt werden. Durch uns erreichen unsere Kunden ca. 50% Kostenreduzierung im Einkauf gebrauchter Software-Lizenzen bei gleichzeitig garantierter 100% Rechts- und Auditsicherheit durch unsere
Qualitätsstandards. Aufgrund dessen blicke ich optimistisch in das 2. Halbjahr. Auch die Mehrwertsteuersenkung sehe ich als den richtigen Schritt, um den Binnenmarkt wieder anzukurbeln Gerade bei Kliniken spiegeln 3 % weniger MwSt eine nennenswerte kfm. Größe bei der Lizenzbeschaffung wieder. Wir unterstützen dies mit unserer aktuellen Sommerkampagne und ergänzen die 3% MwSt mit weiteren 3%
Skonto auf unserer ohnehin schon laufende Aktionspreise unserer Produkte. Jetzt zu kaufen, kann also weit mehr als 50% Ersparnis einbringen und ermöglicht einen zielgerichteten Mitteleinsatz der knappen IT-Budgets.

Wie erklären Sie sich, dass Unternehmen beim Thema Gebrauchtsoftware manchmal zurückhaltend reagieren?

Leider wird immer nur über die schwarzen Schafe der Branche berichtet, was nachvollziehbar ist. Der Regelfall findet selten den Weg in die Presse. Dennoch haben wir einen großen und stabilen Markt, der durch seriöse Partner bedient wird und durch das EuGh entsprechend legitimiert und genau spezifiziert wurde.
Meist gilt es allerdings die individuellen Fragen auf Kundenseite bspw. von Juristen, Einkauf und Lizenzmanagement vollständig zu beantworten und sich mit dem Thema vertraut zu machen, sowie uns als Businesspartner kennenzulernen. Zweifel kann man, meiner Meinung nach, nur über Vertrauen und Transparenz aus dem Weg räumen. Vertrauen in uns und gerade in unsere Vorgehensweise bekommt der Kunde durch diesen Prozess. Transparenz schaffen wir über unseren Marktantritt: Bei uns erhält der Kunde den gleichen Grad an Transparenz von uns wie ihn der Ersterwerber selbst erlangt hat. Keine Blackbox, kein Testat. Schlicht alle Dokumente im Original.
Schlagenden Argumente sind somit das Vertrauen in uns als Partner und der Grad an Transparenz unserer Dokumentation, egal ob mit Covid-19 oder ohne.

Christian Maaßen,
Geschäftsführer SB Software-Broker GmbH

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