Future of Work zeigt neue Entwicklung - Homeoffice in Klinik und anderen Branchen

Umfrage

Veröffentlicht 27.11.2020 10:20

Bei Home Office müssen Kliniken den Betrieb ihrer medizinischen Einrichtung jederzeit gesichert sicherstellen und ihre Mitarbeiter in Krisenzeiten schützen. Dazu müssen IT- und Verwaltungsprozesse auf Homeoffice und Remotework ausgerichtet und die Mitarbeiter auf das Arbeiten aus dem Homeoffice vorbereitet sein. Viele Branchen erwarten durch „Heimarbeit“ geringere Kosten, bessere Work-Life-Balance und Produktivitätssteigerung durch neue Technologie. Diese wertigen Perspektiven könnten sich auch für Kliniken bei Home Office einstellen.

Entscheidungsträger aus Deutschland sehen den weitreichenden Wandel hin zur Remote-Work dennoch gelassen und optimistisch. Die Ergebnisse der Umfrage “Future of Work”machen jedoch deutlich, dass die große Mehrheit der Unternehmen zu Beginn der COVID-19 Pandemie nicht gut vorbereitet war. In Zukunft wollen befragte Führungskräfte jedoch vermehrt in die nötige Technologie investieren, um ihre Remote-Performance zu verbessern und erwarten, dass sich diese positiv auf die Geschäftsergebnisse auswirken.

Die Umfrage ergab, dass zwar 99% der Führungskräfte in Deutschland der Umstellung zur Remote-Work optimistisch gegenüberstehen (73% vollkommen oder sehr optimistisch). Allerdings waren 66% zu Beginn der Pandemie nicht auf eine umfassende technologische Unterstützung des Home-Office vorbereitet. Weltweit betrachtet kamen die meisten Befragten (86%), die am Höhepunkt der Krise nicht vollständig vorbereitet waren,aus der Gesundheitsbranche, gefolgt von der Fertigung (72%), dem Einzelhandel (69%), Dienstleitungen (66%) und Finanzdienstleistern (58%). COVID-19 beschleunigt diese Entwicklung, Büro der Zukunft wird mit einem flexibleren und hybriden Arbeitsplatz anders aussehen. Die Umfrage zeigt, dass Führungskräfte das Arbeiten von zu Hause aus vermehrt akzeptieren. Allerdings müssen Unternehmen über die richtige Technologie verfügen, um eine höhere Produktivität und ein besseres Home-Office-Erlebnis zu gewährleisten, auch wenn mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten.


Performance-Probleme bremsen Mitarbeiter und Unternehmen

Fast alle (97%) der befragten Führungskräfte in Deutschland berichteten über die Probleme mit der Performance im Home-Office. Das wirkt sich sowohl auf die Mitarbeiter, als auch auf die Geschäftsergebnisse negativ aus. Zu den häufigsten Problemen in Deutschland gehören: die schlechte Qualität von Videokonferenzen (46%), lange Reaktionszeiten beim Laden von Apps (44%), häufige Verbindungsabbrüche zu Unternehmensnetzwerken (37%) und unzureichendes W-LAN (36%). Auf die Frage nach den Auswirkungen dieser Probleme auf die Home-Office-Erfahrung der Mitarbeiter berichten deutsche Führungskräfte über: schlechteren Kundenservice (45%), häufigere technische Unterbrechungen (41%), schlechtere Mitarbeiter-Performance und Produktivitätseinbußen (40%), zunehmende Schwierigkeiten bei der Kundenansprache (40%) und eine schlechtere Work-Life-Balance (36%).

Führungskräfte nennen die folgenden Punkte als größte Barrieren für die Remote-Mitarbeiter: instabiles WLAN zuhause (44%) fehlende Transparenz der Netzwerk- und App-Performance (38%), der Bedarf an Trainings oder Manager-Support ( 35%) fehlende Technologie zur Performance-Optimierung (33%).

Anstieg flexibler Remote-Mitarbeiter erwartet

Vor COVID-19 haben durchschnittlich 10% der Mitarbeiter in Deutschland von zuhause gearbeitet. Trotz der Herausforderungen erwarten die deutschen Führungskräfte, das nach der Pandemie 16% der Angestellten von zu Hause aus arbeiten werden. Das entspricht einem Anstieg von fast 60% im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie.
Führungskräfte investieren in Technologie für Mitarbeiter-Performance im Home-Office. Um mehr Performance bei der Arbeit im Home-Office zu erreichen, planen 39% der Führungskräfte in Deutschland den nächsten 12 Monaten zusätzliche Technologieinvestitionen - 15% sogar größere Investitionen. Führungskräfte im Gesundheitswesen (79%) planen weltweitzusätzliche Investitionen im Laufe des nächsten Jahres. Führungskräfte in Deutschland haben bei Strategien und Technologien für Remote-Work für ihre Mitarbeiter und ihr Unternehmen bereits Prioritäten gesetzt. Zu den Top-Initiativen, die Entscheidungsträger in den nächsten zwei Jahren umsetzen wollen, gehören:

■ in digitale Sicherheitstechnologie und -software investieren (47%)
■ Unternehmensweite Strategien und Richtlinien für Home-Office aktualisieren (41%),
■ Software für Transparenz der Netzwerk- und App-Performance nutzen (40%),
■ neue digitale Unternehmensprodukte und Services entwickeln (40%),
■ verstärkt Cloud-Dienste oder SaaS-Apps einsetzen (39%),
■ Technologie zur Automatisierung des Remote-Netzwerkbetriebs einsetzen (38%),
■ die Re-Evaluierung und/oder Restrukturierung der IT-Landschaft (38%), sowie
■ Software für mehr Transparenz bei Netzwerk- und Anwendungsperformance einsetzen (34%).

Deutsche Führungskräfte erwarten durch mehr Remote-Work langfristige Vorteile für ihre Mitarbeiter und ihre Geschäftsergebnisse, u.a. Einsparungen bei Büroraum und damit verbundenen Kosten (52%), eine bessere Work-Life-Balance (48%), verbesserte Nutzung der Technologie (46%) Produktivitätssteigerungen (42%).

Arbeiten im Home Office

Obwohl 99% der Führungskräfte in Deutschland einer Ausweitung der Remote-Work optimistisch gegenüberstehen, geben 66% an, zu Beginn des COVID-19 Ausbruchs nicht dafür bereit gewesen zu sein. Mehr als 2 von 5 (39%) der Führungskräfte in Deutschland planen im nächsten Jahr Investitionen, um die Performance im Home-Office zu steigern, 15% sogar größere Investitionen. Die größten Barrieren für leistungsstarke Performance der Home-Office-Mitarbeiter in Deutschland sind: unstabiles WLAN zu Hause (44%), fehlende Transparenz der Netzwerk- und App-Performance (38%), der Bedarf an Trainings oder Manager-Support ( 35%) fehlende Technologie zur Performance-Optimierung (33%).

Deutsche Führungskräfte erwarten durch Arbeiten im Home-Office langfristige Vorteile für Mitarbeiter und Geschäftsergebnisse.
(1) Future of Work Global Survey 2020 mit rund 800 Führungskräften weltweit

Quelle: Krankenhaus-IT Journal, Oktober 2020


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