Der Einsatz KI-gesteuerter Netzwerke im Gesundheitswesen

KI

Veröffentlicht 26.11.2020 15:30

In der schnelllebigen Welt von heute ist es für Menschen wichtiger denn je, in Verbindung zu bleiben, besonders dann, wenn sie nicht wie gewohnt am sozialen Leben teilnehmen können. Auch Gesundheitseinrichtungen haben diese Notwendigkeit erkannt: Ein instabiles Wi-Fi kann sich auf die Zufriedenheitswerte von Patienten auswirken und die Erfahrung von Patienten, Besucher und Mitarbeiter beeinflussen.

Im Gesundheitswesen ist ein unzuverlässiges Wi-Fi jedoch nicht nur frustrierend, sondern kann lebensbedrohliche Folgen haben, denn dort werden Netzwerke zunehmend zur Unterstützung einer Vielzahl von medizinischen Geräten, Operationen und mobilen Anwendungen eingesetzt. Wireless-Technologien sind dabei entscheidend für die Vernetzung von medizinischem Equipment und die Nutzung von Echtzeitdaten
durch Ärzte. Neben überlebenswichtigen Verbindungen werden fortschrittliche Netzwerktechnologien aber mittlerweile auch zur Verbesserung der modernen Patientenerfahrung eingesetzt. Eine Schlüsseltechnologie dabei ist die KI-gesteuerte Vernetzung, die Wi-Fi planbar, zuverlässig und messbar macht. Sie bietet IT-Teams Transparenz und liefert Informationen darüber, wie Mitarbeiter, Besucher und Patienten das Netzwerk erleben und wo es Verbesserungspotenzial gibt.

Mit der einfachen Installation und Verwaltung personalisierter Bluetooth-LE-Anwendungen und patentierter virtueller Beacons ist es so zum Beispiel möglich, jedem, der ein Bluetooth-fähiges Gerät besitzt, Orientierungsdienste zur Verfügung zu stellen. Diese reichen von Turn-by-Turn-Navigation für neue Gäste und Patienten, über die Lokalisierung von Patienten durch medizinisches Personal, bis hin zum Auffinden relevanter Hilfsmittel, wie medizinische Geräte, Beatmungsgeräte, Rollstühle oder sogar Medikamente. Dies spart nicht nur Ressourcen und erhöht die Patientenzufriedenheit, sondern gibt insbesondere dem medizinischen Personal Zeit für wichtigere Dinge zurück.

Darüber hinausträgt die KI-gesteuerte Vernetzung auch zur verbesserten Sicherheit bei. So gibt sie den IT-Teams Einblick in die Nutzung von datenwissenschaftlichen Tools, um Wi-Fi-Probleme und ihre Ursachen zu erkennen, sobald sie auftreten. Als proaktive Maßnahme kann KI auch eingesetzt werden, um Anomalien zu erkennen und Lösungsstrategien zu automatisieren. Dies ermöglicht es IT-Mitarbeitern im Gesundheitswesen,sich auf strategische Projekte zu konzentrieren, die den klinischen Betrieb und die Patientenversorgung unterstüt-zen, anstatt sich mit der Fehlerbehebung befassen zu müssen. Durch die Implementierung eines KI-gestützten, cloudfähigen und flexiblen Netzwerks werden Gesundheitsorganisationen, Patienten und Personal mit fortschrittlicher Konnektivität und einzigartigen Erfahrungen versorgt, die für alle Beteiligten von Vorteil sind. Nur so wird die moderne Patientenerfahrung wirklich verändert und die vernetzte Gesundheitsversorgung auf das nächste Level gehoben.


David Simon, Consulting Engineer,
Juniper Networks

Quelle: Krankenhaus-IT Journal, Oktober 2020


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