Im Gesundheitswesen verpufft der Digital-Schub

ernüchterndes Umfrageergebnis

Veröffentlicht 19.02.2021 11:10

Die COVID-19-Pandemie hat zwar zu einem Digitalisierungsschub geführt, der jedoch noch nicht gleichmäßig in der Gesellschaft angekommen ist. Wie es um die digitale Chancengleichheit in Deutschland bestellt ist, zeigt ein ernüchterndes Umfrageergebnis: Noch hat sich das Versprechen für mehr Teilhabe durch Digitalisierung für die Mehrheit der Deutschen nicht erfüllt. Im Gesundheitswesen erwarten 23% der Bundesbürger bessere digitale Angebote.

Als größtes Potenzial gelten Bildung und Infrastruktur. Die Deutschen meinen: Vor allem im Bereich Bildung kann Technologie viel zur Chancengleichheit beitragen, sagen 52% der Befragten. Dahinter folgen Behörden und Verwaltung (24%), die Arbeitswelt (23%) und das Gesundheitswesen (20%).

Viele Unternehmen, Schulen, Krankenhäuser und Behörden konnten so weiter ihre Aufgaben erfüllen. Doch der digitale Fortschritt kommt noch nicht bei allen gleichermaßen an. Die wichtigste Grundlage ist eine gute technologische Infrastruktur. Das sehen auch die Deutschen so: Jeder zweite (51%) nennt Breitband und Glasfaser als entscheidende Voraussetzung für mehr Chancengleichheit. Auf den Plätzen dahinter folgen Videokonferenztools wie Webex (18%) sowie 5G und Wifi (17%). Damit sehen zwei Drittel der Befragten Netzwerkanbindung als Grundlage für gleiche Chancen auf Partizipation.

Diese Ergebnisse stellte das Unternehmen für Online-Umfragen für Meinungs- und Marktforschung Civey fest.


Autor: Wolf-Dietrich Lorenz
Foto: Adobe Stock / josevandyk


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