Krankenhauszukunftsgesetz: Mit Fördermitteln gegen den Fachkräftemangel

Personal

Veröffentlicht 23.07.2021 09:10, Dagmar Finlayson

Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) verschaffen Bund und Länder den Krankenhäusern ein digitales Update. Doch nicht erst seit Bekanntgabe des Innovationsprogramms stehen Kliniken vor unterschiedlichen Fragen: Welche Digitalisierungsvorhaben stehen derzeit an? Wie wirken sich Investitionen auf die Unternehmensstrategie aus? Wo lässt sich das passende Fachpersonal finden, mit dem die Chancen der Digitalisierungsvorhaben ergriffen und umgesetzt werden können?

Mitarbeitende und Patient:innen im Fokus

Um im internationalen Wettbewerb weiterhin bestehen zu können, fördern Bund und Länder im Rahmen des KHZG die digitale Zukunft der Kliniken derzeit mit rund 4 Mrd. EUR. Möglich sind unter anderem Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und eine bessere digitale Infrastruktur. Darunter fallen etwa digitale Patientenportale, elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement sowie Maßnahmen zur IT-Sicherheit und bereichsübergreifende Netzwerkstrukturen. Ein besonders wichtiger Aspekt: Auch erforderliche personelle Maßnahmen können finanziert werden.

KHZG ermöglicht Lösungsansätze für Fachkräftemangel

Dass die Umsetzung komplexer Transformationsprozesse nur mit den entsprechend ausgebildeten Fach- und Führungskräften möglich ist, steht außer Frage. Jeder Tag bringt neue Aufgaben und Anforderungen, Change Prozesse verlaufen selten linear. Insbesondere das Kompetenzprofil von IT-Expert:innen hat sich in den letzten Jahren aber massiv gewandelt. Heute sind mehr denn je Persönlichkeiten gefragt, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch hohe Kommunikationsfähigkeiten mitbringen, um komplexe Veränderungsprozesse erfolgreich und nachhaltig steuern zu können. Auch IT-Fachkräfte müssen immer stärker auch als „Übersetzer:innen“ zwischen Fachabteilungen fungieren.

Dies hat einerseits enormen Schulungsbedarf aufgezeigt, andererseits fehlen den Kliniken rein quantitativ die notwendigen Ressourcen. Und geeignetes Fachpersonal ist auf dem Markt schwer zu finden. Der Wettbewerb, in dem sich Kliniken befinden, wird immer herausfordernder. IT-Fachkräfte werden intensiv umworben. Erschwerend kommt hinzu, dass Krankenhäusern gerade in den Bereichen IT und Digitalisierung im direkten Wettbewerb mit Unternehmen aller Branchen um die besten Kandidat:innen stehen. Das macht es für das Recruiting noch anspruchsvoller, Top-Persönlichkeiten zu identifizieren, aktiv in den Dialog zu treten und dann schließlich für die neue Aufgabe zu gewinnen.

Von besonderer Bedeutung ist daher, dass in den Förderungen des KHZG explizit auch Personalmaßnahmen eingeschlossen sind. Es ermöglicht Kliniken, im Bereich Personal unter anderem auch auf externe Unterstützung zurückzugreifen und sich, nicht zuletzt im Recruiting, von spezialisierten Personalberatungen begleiten zu lassen. Denn mit auf dieses Branchensegment angepassten, (Such-) Methoden können diese häufig schneller und damit erfolgreich und nachhaltig passende Kandidat:innen für Kliniken anwerben. Zudem können Kliniken von End-to-End digitalisierten Recruitingprozessen, und einem exzellent aufgestellten Netzwerk profitieren.

Kliniken sollten frühzeitig agieren und in effektive Personalmaßnahmen investieren. Damit steht der digitalen Zukunft nichts im Wege.

 

Autor:

Marc-Stefan Brodbeck, Rochus Mummert Digital GmbH

Quelle Startbild: Pixabay/DarkoStojanovic


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