Cloud-Perspektive für Sicherheit, Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen

Cloud

Veröffentlicht 08.07.2022 10:30, Wolf-Dietrich Lorenz

Die Gesundheitsbranche legt wirtschaftlich zu: Bis 2026 sind jährliche Wachstumsraten um 20 Prozent und ein Umsatzvolumen von 606 Milliarden Euro zu erwarten, so die Marktforscher von Facts & Factors in Shanghai (facts-factors.com). Zudem werden für den Bereich der Gesundheitsdienstleistungen bis zum Jahr 2025 jährliche Wachstumsraten von 11,83 Prozent prognostiziert, sodass das Marktvolumen auf knapp 33 Milliarden Euro steigt. Das Wachstum wird zusätzlich auch durch technologische Fortschritte und den Einsatz moderner Analysetechnologien im Gesundheitswesen angetrieben und beschleunigt.


Damit sich die Unternehmen ihren Anteil am Wachstum sichern, müssen sie insbesondere in der Forschung und Entwicklung technologisch auf Augenhöhe bleiben. Bereits heute setzt die Branche zunehmend auf Mobil- und Internet-basierte Technologien, um Diagnosen und Therapien von Krankheiten unter Einbeziehung anonymisierter Patientendaten aus der täglichen Praxis zu verbessern. Hierfür sind leistungsfähige IT-Lösungen nötig, die große Datenmengen analysieren und intelligent aufbereiten können. Allerdings sind Investitionen in entsprechende Systeme häufig sehr kostenintensiv. Das stetig wachsende Datenaufkommen und der hohe Bedarf an Compute- und Analytics-Ressourcen legen daher die Nutzung von Cloud-Lösungen nahe. Cloud-Technologien eignen sich aufgrund ihrer Skalierbarkeit besonders gut für die ad-hoc-Bereitstellung von Datenspeicherkapazitäten sowie zur schnellen Analyse mithilfe nahtlos hinzufügbarer Rechenressourcen. Diese Eigenschaft erlaubt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bei Kostenkontrolle flexibel ihre Bedarfe zu decken. Und schließlich helfen Cloud-Technologien auf diese Weise nicht nur,  die Sicherheit, Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen zu erhöhen, sondern die Forschungsergebnisse im Sinne der Patienten zu verbessern.

 

Unterstützung der Genomforschung

Genomsequenzierung ist ein essenzieller Faktor zur Bekämpfung von Virusvarianten. Künftig wird die Genomforschung entscheidend dazu beitragen, Pandemien wirksam zu bekämpfen, genauere Diagnosen und Prognosen zu erstellen sowie gezieltere Behandlungen zu entwickeln. Klar ist aber auch: Die Genomsequenzierung ist überaus rechenintensiv, daher ist High-Performance Computing aus der Cloud unverzichtbar.
Beispielsweise stellen die Universität von Oxford und Oracle einer globalen Forschungsinitiative aktuell eine leistungsstarke Genomsequenzierungsplattform zur Verfügung, die auf Cloud-Technologie basiert, um neue, potenziell schädliche Mutationen des Corona-Virus zu erkennen und darauf zu reagieren. Dieses sogenannte Global Pathogen Analysis System (GPAS) wird mittlerweile von Organisationen aus fast allen Kontinenten als kostenlose Ressource zur Bekämpfung von COVID-19 und anderen mikrobiellen Krankheitserregern eingesetzt.

 

Wolf-Dietrich Lorenz
Foto: Adobe Stock / greenbutterfly


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