Geräteausfall verringert die Zeit für Patienten erheblich

Ausfall

Veröffentlicht 15.08.2022 10:30, Dagmar Finlayson

Nahezu alle Gesundheitsanbieter in Deutschland (98 Prozent weltweit) haben Technologien für Fern- und Telemedizin implementiert, wie die aktuelle Studie ‚A Critical Investment: Taking the Pulse of Technology in Healthcare‘ von SOTI zeigt. Allerdings bringt die Digitalisierung auch Beeinträchtigungen der Patientenversorgung durch ausgefallene Geräte mit sich.

Investitionen in mobile und IoT-Geräte helfen Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern dabei, mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben zur Verfügung zu stellen.  Die zunehmende Implementierung entsprechender Geräte im Gesundheitssektor ist ein Zeichen dafür, dass die Branche offen für neue Technologien ist. Dennoch wird die flächendeckende Einführung von Fernüberwachung sowie die digitale Aktenführung medizinische Einrichtungen lange beschäftigen. Heute nutzen 83 Prozent (70 Prozent weltweit) der Dienstleister im Gesundheitssektor Geräte zur Fernüberwachung des Patienten beziehungsweise deren Gesundheitszustands und 50 Prozent (57 Prozent weltweit) der Kliniken, die Patienten mit direktem persönlichem Kontakt betreuen, haben ihre Aktenführung vollständig digitalisiert. Diese Aspekte zeigt die  SOTI-Studie.


Die Studienautoren schlussfolgern aus der Technologie-Analyse: Werden Technologien nicht ordnungsgemäß implementiert oder gewartet, können sie das Gesundheitspersonal durch kostspielige Geräteausfälle bei der Pflege einschränken. Mehr als die Hälfte der IT-Fachkräfte in Allgemeinarztpraxen und Kliniken (60 Prozent) geben an, dass ihre Einrichtungen Ausfallzeiten bei IoT-/Telehealth-Geräten erleben, was zu Verzögerungen bei der Patientenversorgung führt. Insgesamt sind 98 Prozent (92 Prozent weltweit) der befragten IT-Fachleute im Gesundheitswesen bereits auf solche Probleme gestoßen. Dabei geben 73 Prozent (58 Prozent weltweit) an, dass Systeme nicht effektiv integriert werden konnten und 70 Prozent (52 Prozent weltweit) stellten häufige technische Probleme fest. Aufgrund Letzterer verlieren Mitarbeiter im Gesundheitswesen im Durchschnitt wöchentlich etwa 3,2 Stunden (3,5 Stunden weltweit); oder anders ausgedrückt: Deutschlandweit gehen pro Jahr 18 Tage aufgrund von Geräteausfallzeiten verloren.

 von Wolf-Dietrich Lorenz

Symbolbild: Christian Koepke (Unsplash)


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