Krankenhaus Agatharied erhält rund 3,3 Millionen Euro aus dem Krankenhauszukunftsfonds

KHZG

Veröffentlicht 11.09.2022 16:30, Dagmar Finlayson

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat Vertretern des Klinikums Agatharied einen Förderscheck in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro für den Ausbau der Digitalisierung im Klinikalltag übergeben. Holetschek betonte am Freitag in München: „Von digitaler Dokumentation bis hin zu digitalem Medikationsmanagement: Das Krankenhaus Agatharied treibt die Digitalisierung vorbildlich voran. Wir unterstützen es dabei mit Mitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds. Denn digitale Prozesse in den Kliniken verbessern die Versorgungsqualität und die Patientenzufriedenheit.“

Holetschek erläuterte: „Die Digitalisierung bietet im Krankenhaus große Chancen. Sie ist kein Selbstzweck, sondern trägt maßgeblich dazu bei, Klinikabläufe zu verbessern. Das erhöht die Qualität bei der Behandlung, da mehr und bessere Daten zur Verfügung stehen, und optimiert die Patientensicherheit. Auch werden in der Klinik Agatharied Dokumentationsabläufe beschleunigt – davon profitieren Personal und Datenqualität. In Agatharied wird auch ein wichtiges Projekt zur Verbesserung der IT-Sicherheit gefördert: Gerade sensible Gesundheitsdaten müssen natürlich besonders geschützt werden.“

Der Klinik wurden für die fünf gestellten Anträge 3.283.500 Euro als Gesamtfördersumme aus dem Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) bewilligt. Neben einem Projekt zur Förderung der IT-Sicherheit wird das bestehende Termin- und Leistungsmanagement der Klinik digital erweitert, so dass die Kommunikation zwischen Ärzten, Abteilungen und Patienten beschleunigt und verbessert wird. Überdies wird das digitale Medikationsmanagement erweitert, und ein Patientenportal eingeführt, mit dem das Aufnahme- und Behandlungsmanagement, sowie Entlass- und Überleitungsmanagement digitalisiert werden. Zudem führt die Klinik Agatharied eine digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation ein.

Der Minister fügte hinzu: „Das Krankenhaus Agatharied ist auch heute schon ein modern ausgestattetes und leistungsfähiges Krankenhaus. Mit den Förderungen wird es noch weiter digitalisiert, so dass Patientinnen und Patienten während eines Aufenthalts optimal begleitet werden. Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die jeweils erforderlichen Daten entlang des Patientenpfads bei der Behandlung digital einsehen können, erhöht die Qualität der Patientenversorgung. Die Digitalisierung ist also ein Schub für eine noch bessere Gesundheitsversorgung im Freistaat!“

Insgesamt stehen im KHZF für die bayerischen Plankrankenhäuser Fondsmittel in Höhe von rund 590 Millionen Euro zur Verfügung. Der im Rahmen des „Zukunftsprogramms Krankenhäuser” für den KHZF zur Verfügung gestellte Bundesanteil deckt 70 Prozent der jeweils förderfähigen Projektkosten. Der Freistaat Bayern übernimmt die zusätzlich erforderliche Ko-Finanzierung in Höhe von 30 Prozent, also insgesamt rund 180 Millionen Euro.

Holetschek sagte: „Mit den Mitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds treiben wir die Digitalisierung an den bayerischen Kliniken erheblich voran. Es freut mich, dass das Förderprogramm sehr gut angenommen wurde. Die Träger haben mehr als 1.400 Anträge eingereicht. Das Fördervolumen ist damit ausgeschöpft. Klar ist: Der Freistaat will die Chancen der Digitalisierung auch im Gesundheitsbereich intensiv nutzen.“

Quelle: Bayerische Staatsregierung

Symbolbild: Unsplash


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