KI in allen diagnostischen Großgeräten angekommen

Teleradiologie

Veröffentlicht 12.11.2023 14:50, Dagmar Finlayson

KI-Systeme sind auch aus medizinischen Großgeräten nicht mehr wegzudenken. Dies gilt besonders für die Diagnostik und die Radiologie, so das Ergebnis einer gut besuchten virtuellen Veranstaltung der Online-Plattform „Zukunft Teleradiologie“, bei der kürzlich, erfahrene Experten aus namhaften Unternehmen wie Siemens Healthineers, Agfa Healthcare Germany, GE HealthCare und Canon Medical, ihre Produktinnovationen vorgestellt und einen Blick in die Zukunft der intelligenten Systeme geworfen haben.

„Es ist beeindruckend, was sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren getan hat“, freut sich Dr. med. Torsten Möller, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Teleradiologie, Vorstand von Deutschlands größtem Teleradiologienetz reif & möller und einer der Initiatoren der Online-Veranstaltungsplattform „Zukunft Teleradiologie“. „Dank des fortwährenden technischen Fortschritts und dem stetigen Ausbau der Rechenleistungen, ist die KI mittlerweile sowohl in fast allen medizinischen Großgeräten wie CTs, MRTs oder Röntgenapparaten als auch in der täglichen Routine angekommen – und zwar zum Nutzen sowohl der Ärzte und des medizinischen Personals als auch der Patienten.“

Auch sein Mit-Initiator, Dr. Uwe Engelmann, Geschäftsführer der Nexus/Chili GmbH, ist begeistert: „Durch die Integration von Künstlicher Intelligenz in CT-, MRT- oder Röntgengeräte wird sowohl die Scan-Vorbereitung als auch die Scan-Durchführung und Nachverarbeitung automatisiert, was nicht nur das Personal entlastet, sondern Warte- und Untersuchungszeiten verkürzt sowie die Strahlen-Dosis für den Patienten minimiert. Außerdem verringert sie das Rauschen in den Aufnahmen, was die Bildqualität erhöht und damit auch die Befundqualität insgesamt verbessert.“

Einig waren sich Dr. Möller und Dr. Engelmann gemeinsam mit dem dritten Initiator der Veranstaltungsreihe, Detlef Hans Franke, Geschäftsführender Gesellschafter der auf Gesundheit spezialisierten Frankfurter Kommunikations- und Marketingagentur FuP, auch was die Zukunft von Künstlicher Intelligenz in diagnostischen Geräten anbelangt: „Ich bin mir sicher, dass mit dem jetzigen Status quo das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist“, so Franke. „Die technischen Möglichkeiten sind da und die Notwendigkeit steigt eher als dass sie fällt.“ „Der Fachkräftemangel in der Medizin wird sich weiter verschärfen, ebenso wie der demografische Wandel und damit der Druck, dass immer weniger Mediziner immer mehr Patienten in immer kürzerer Zeit behandeln müssen“, pflichtet ihm Dr. Engelmann bei, der vor allem an den KI-Schnittstellen noch enormes Ausbaupotenzial sieht.

Einigkeit herrschte auch weiterhin in dem Punkt, dass Ärzte und medizinisches Personal keine Angst haben müssen, dass sie durch den Einsatz intelligenter Systeme überflüssig werden: „Ärzte und medizinisches Personal wird es immer geben“, ist sich Franke sicher. „Es werden sich nur teilweise die Aufgaben und Prozesse verändern.“ „Am Ende wird die KI nicht den Arzt als Fachkraft ersetzen, sondern nur diejenigen, die keine KI nutzen wollen“, prognostiziert Dr. Möller und rät deshalb seinen Kollegen, sich dieser Entwicklung nicht zu verschließen, sondern lieber deren Richtung zu beeinflussen und an der Weiterentwicklung mitzuarbeiten.

„KI-Systeme in diagnostischen Geräten“ war die achte Veranstaltung der Reihe „Zukunft Teleradiologie“. Wenn Sie mehr über das Format erfahren möchten, dann schauen Sie doch gerne einmal auf der Homepage (www.zukunft-teleradiologie.de) vorbei. Hier finden Sie auch einen Video-Mitschnitt der Veranstaltung sowie die Vorträge der Referenten zum Download (https://zukunft-teleradiologie.de/veranstaltung/ki-systeme/).

Zukunft Teleradiologie

„Zukunft Teleradiologie“ ist eine Veranstaltungs-Plattform für alle, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Teleradiologie beschäftigen. Initiatoren sind die Deutsche Gesellschaft für Teleradiologie, Reif und Möller – Netzwerk für Teleradiologie, die NEXUS / CHILI GmbH und die gesundheitswirtschaftliche Fachagentur FuP Kommunikation. Kompetenzpartner sind die Firmen Aidoc, EIZO und Radiologie Magazin. www.zukunft-teleradiologie.de

 

Quelle: FuP Kommunikations-Management GmbH

Symbolbild: Azwedo L.L.C (Unplash)


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