Holistic IT-Security und Anforderungen durch NIS 2.0, RCE und KRITIS 3.0

Itsec

Veröffentlicht 09.11.2023 13:00, Kim Wehrs

Die neue NIS-Richtlinie 2.0, die Auswirkungen von Remote Code Execution (RCE), die neue KRITIS-Verordnung 3.0 und die zunehmende Bedeutung von Business Continuity Management (BCM) stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen in der IT-Sicherheit. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie erforderlich. 

Eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie berücksichtigt alle Aspekte der IT-Sicherheit, von der Prävention über die Detektion bis hin zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle. Sie baut auf einem soliden Fundament aus Informationssicherheitsmanagement (ISMS) auf und integriert die verschiedenen Maßnahmen und Prozesse der IT-Sicherheit zu einem einheitlichen Konzept.

Die Auswirkungen von RCE-Schwachstellen sind ein Beispiel dafür, wie wichtig eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie ist. RCE-Schwachstellen ermöglichen Angreifern, unbefugten Zugriff auf Systeme und Daten zu erhalten. Dies kann zu erheblichen Schäden für Unternehmen führen, wie zum Beispiel dem Diebstahl von Daten, dem Ausfall von Systemen oder sogar der Erpressung von Unternehmen. 

Eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie kann Unternehmen helfen, die Auswirkungen von RCE-Schwachstellen zu reduzieren. Dazu gehören Maßnahmen wie:

  • ·Ein regelmäßiges Patch-Management, um bekannte Schwachstellen zu beheben.
  • ·Die Verwendung von Firewalls und Intrusion Detection Systems (IDS) zur Erkennung und Abwehr von Angriffen.
  • ·Die Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen.
  • ·Die Schulung von Mitarbeitern in Informationssicherheit.
     

KRITIS-Verordnung 3.0 

Die neue KRITIS-Verordnung 3.0 stellt Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen vor neue Anforderungen in der IT-Sicherheit. Unternehmen müssen ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen nach einem neuen Risikomanagementansatz bewerten und dokumentieren. Außerdem müssen sie einen Business Continuity Plan (BCP) erstellen, der sicherstellt, dass die kritischen IT-Systeme auch bei einem Ausfall weiterhin funktionsfähig sind.

Eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie kann Unternehmen dabei unterstützen, die Anforderungen der neuen KRITIS-Verordnung 3.0 zu erfüllen. Dazu gehören Maßnahmen wie Durchführung einer umfassenden Risikoanalyse, Implementierung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen sowie regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Sicherheitsmaßnahmen.
 

Business Continuity Management

BCM ist ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategie. BCM zielt darauf ab, die Auswirkungen von Störungen auf die Geschäftsprozesse zu minimieren. Dazu gehört auch die Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Wiederherstellung der IT-Systeme nach einem Ausfall.

Eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie kann die Auswirkungen von Störungen auf die Geschäftsprozesse reduzieren. Dazu gehören Maßnahmen wie Erstellung eines BCM-Plans, regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des BCM-Plans und Durchführung von Übungen zur Bewältigung von Störungen.

Die Anforderungen an die IT-Sicherheit steigen stetig. Eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie ist daher unerlässlich, um Unternehmen vor den Risiken von Cyberangriffen zu schützen.
 

Aufgaben für das Management

Das Management ist in der Verantwortung, eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehören Aufgaben wie Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen für die IT-Sicherheit, Förderung einer Kultur der Informationssicherheit im Unternehmen und die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der IT-Sicherheitsstrategie.

Das Management sollte sich bewusst sein, dass die IT-Sicherheit ein integraler Bestandteil des Unternehmenserfolgs ist.


IT-Sicherheit als strategischer Unternehmensfaktor
 

Eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie berücksichtigt alle Aspekte der IT-Sicherheit, von der Prävention über die Detektion bis hin zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle. Dazu gehören:

  • ·Technische Maßnahmen wie Firewalls, Intrusion Detection Systeme (IDS) und Data Loss Prevention (DLP)
  • ·Organisatorische Maßnahmen wie Risikomanagement, Mitarbeiterschulung und Business Continuity Management (BCM)
  • ·Kulturelle Maßnahmen wie die Förderung einer Sicherheitskultur im Unternehmen

Häufige Lücken in ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategien sind:

  • ·Unzureichende Ressourcen für die Umsetzung der Maßnahmen
  • ·Unzureichende Kommunikation zwischen den verschiedenen Beteiligten
  • ·Unzureichendes Bewusstsein für die Bedeutung der IT-Sicherheit 

Um diese Lücken zu schließen, ist es wichtig, dass das Management die IT-Sicherheit als strategischen Unternehmensfaktor ansieht und die entsprechenden Ressourcen bereitstellt. Außerdem ist es wichtig, dass die verschiedenen Beteiligten im Unternehmen eng zusammenarbeiten und ein gemeinsames Verständnis für die Bedeutung der IT-Sicherheit haben.  Beispiele für Lücken in ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategien reichen von Technik über Organisation bis zu Unternehmenskultur.

  • ·Technische Lücken: Unternehmen verfügen nicht über ausreichende Sicherheitslösungen, um ihre Systeme und Daten vor Angriffen zu schützen.
  • ·Organisatorische Lücken: Unternehmen haben keine angemessenen Prozesse und Strukturen für die Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen.
  • ·Kulturelle Lücken: Mitarbeiter sind nicht ausreichend über die Gefahren von Cyberangriffen sensibilisiert.

Diese Lücken können Unternehmen anfällig für Cyberangriffe machen und zu erheblichen Schäden führen.
 

Cyberangriffe und erhebliche Schäden 

Lücken in ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategien können Unternehmen anfällig für Cyberangriffe machen und zu erheblichen Schäden führen. Zu den möglichen Gefahren gehören 

-  Datendiebstahl: Angreifer können sensible Daten wie Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse oder geistiges Eigentum stehlen; 

- Systemausfälle: Angreifer können Systeme und Anwendungen lahmlegen, was zu Umsatzeinbußen oder sogar Betriebsunterbrechungen führen kann; 

-  Erpressung: Angreifer können Unternehmen mit der Veröffentlichung gestohlener Daten erpressen.

-  Verletzung der Reputation: Ein Cyberangriff kann das Vertrauen der Kunden und Partner in ein Unternehmen untergraben. 

Um diese Gefahren zu minimieren, ist es wichtig, dass Unternehmen eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie implementieren, die alle Aspekte der IT-Sicherheit berücksichtigt.

 

Autor: Wolf-Dietrich Lorenz                                           Bild: Adobestock / James Thew


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