Bundestagsabgeordnete Simone Borchardt besucht Universitätsmedizin Rostock und vertieft Dialog zur Nuklearmedizin. Austausch vor Ort zeigt politische Handlungsspielräume für eine zukunftsfeste nuklearmedizinische Versorgung.
Die Universitätsmedizin Rostock hat gemeinsam mit dem Kompetenznetzwerk nuklear-onkologische Patientenversorgung die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, zu einem Vor-Ort-Besuch empfangen. Im Mittel-punkt stand der fachliche Austausch über die Bedeutung der Nuklearmedizin für die moderne Krebsdiagnostik und -therapie sowie über aktuelle Entwicklungen im Klinikalltag.
Foto: Die Bundestagsabgeordnete Simone Borchardt (3.v.r.) und die Landtagsabgeordnete Katy Hoffmeister (4.v.r.) wurden von Juliane Kaufmann (v.r.), Kaufmännische Vorständin, Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin, Marco Hardt, Mitglied der Geschäftsleitung und Head Public Affairs bei Novartis Pharma GmbH, PD Dr. Jens Kurth, Leitung der Medizinphysik, Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand, Magnus Fischer, Senior Manager Public Affairs Radioligand Therapies bei Novartis Pharma GmbH, Dr. Martin Heuschkel, kommissarischer Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und Monika Jakab, Senior Associate bei Pathways Public Health GmbH, begrüßt. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock
Ziel des Besuchs war es, Einblicke in die medizinische Praxis, die aktuelle Forschung sowie die strukturellen Rahmenbedingungen der Nuklearmedizin zu geben. Gleichzeitig wurden bestehende Chancen und Herausforderungen offen angesprochen und mögliche politische Lösungsansätze diskutiert – insbesondere mit Blick auf eine verlässliche Versorgung der Patientinnen und Patienten im Alltag.
Simone Borchardt betonte die Bedeutung des persönlichen Dialogs: „Die Nuklearmedizin ist ein hochinnovatives Feld mit großem Potenzial für die moderne Krebsmedizin“, erklärte die Bundestagsabgeordnete. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Theranostik und der molekularen Bildgebung – zwei zentrale Säulen der Nuklearmedizin. Dabei werden Tumoren zunächst mithilfe modernster Bildgebung bereits auf molekularer Ebene sichtbar gemacht und anschließend gezielt behandelt – präzise, individuell und schonend. Deutschland verfüge hier über eine lange wissenschaftliche Tradition, die eine wichtige Grundlage für zukünftige gesundheitspolitische Entscheidungen bilde.
Auch Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock, ordnete den Besuch in einen größeren Zusammenhang ein. „Dieses Fachgebiet zeigt beispielhaft, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommen, ganz im Sinne unseres Forschungsschwerpunktes HealthTechMedicine“, so Prof. Krause, der selbst Nuklearmediziner ist und die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin 14 Jahre leitete. Zugleich betonte er, dass verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen sowie ausreichend Personal und moderne Technik notwendig seien, um die Innovationskraft der Nuklearmedizin langfristig zu sichern. Der direkte Dialog mit der Politik sei dafür unverzichtbar.
Aus Sicht des Kompetenznetzwerks nuklearonkologische Patientenversorgung erläuterte Magnus Fischer, Senior Public Affairs Manager von Novartis, dass klare und praxistaugliche Regelungen für den Einsatz radioaktiver Arzneimittel wichtig seien, um eine sichere und planbare Versorgung zu unterstützen. Er betonte, dass Deutschland über eine starke Forschungslandschaft verfüge – von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung. Bei der Einordnung erlaubnisfreier Eigenherstellungen sei es aus Sicht des Netzwerks sinnvoll, die bestehenden Regeln so weiterzuentwickeln, dass sowohl Patientensicherheit als auch Innovationskraft gewahrt bleiben. Politische Dialogformate wie der Pharmadialog könnten hierzu einen Beitrag leisten.
Der Besuch begann am Campus Schillingallee mit fachlichen Erläuterungen und setzte sich mit einer Führung durch die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Gertrudenplatz fort. Vor Ort erhielt Simone Borchardt konkrete Einblicke in diagnostische und therapeutische Verfahren sowie in die Anforderungen des klinischen Alltags.

Foto: In der Nuklearmedizin erläuterte der langjährige Direktor der Klinik und Poliklinik, Prof. Dr. Bernd Krause, auch die Chancen und Herausforderungen im aktuellen Klinikalltag. Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock
Das Kompetenznetzwerk nuklearonkologische Patientenversorgung wurde bereits 2021 initiiert und vereint auf ehrenamtlicher Basis Expertinnen und Experten aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen sowie Patienten- und Industrievertreter. Ziel ist es, im Dialog mit der Politik, Impulse für eine moderne und verlässliche nuklearonkologische Patientenversorgung zu setzen.
Quelle: Universitätsmedizin Rostock
Bildmaterial: Universitätsmedizin Rostock










