PAP-Therapie führt zu 25 Prozent geringerem Mortalitätsrisiko

PAP-Therapie mit digitalen Services wie Telemonitoring und Videoberatung

Veröffentlicht 26.11.2020 11:50

Zwei aktuelle Studien zur unterschätzten Volkskrankheit Schlafapnoe zeigen auf, wie wichtig zum einen die klassische Therapieform der Atemwegsdrucktherapie durch PAP-Therapiegeräte ist und wie ergänzende digitale Services zur verbesserten Patientenzufriedenheit und Therapieadhärenz beitragen können.

Schlafapnoe: Die unbekannte Volkskrankheit

26 Millionen Bundesbürger1 sind von Schlafapnoe betroffen. Der Goldstandard für die Schlafapnoetherapie ist die positive Atemdrucktherapie (PAP). Mit Hilfe eines PAP-Gerätes kann eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Patienten erreicht werden. Leichteren und mittelschweren Formen der Schlafapnoe kann bei entsprechender Indikation alternativ mit einer Unterkieferprotrusionsschiene begegnet werden. Doch mehr als 95% der Betroffenen sind entweder nicht diagnostiziert oder scheuen die Therapie.

Unbehandelt 25 Prozent höheres Sterberisiko

Das ist umso dramatischer, wenn man sich die neuesten Erkenntnisse einer Studie zur Langzeitmortalität bei Patienten mit Schlafapnoe bewusst macht. Zwischen 2008 und 2013 wurden in einer deutschen Studie mehr als 2000 Patienten mit PAP-Therapie und eine gleichgroße Vergleichsgruppe ohne derartige Therapie beobachtet und verglichen2. Das eindeutige und alarmierende Resultat für alle nicht in Therapie befindlichen Betroffenen sind die Ergebnisse der im August 2020 in der Zeitschrift Somnologie veröffentlichten Studie: Nach vier Jahren zeigte sich eine 25,5 prozentige Verringerung des Sterberisikos der Patienten mit PAP-Therapie.

Und was früher oft ein kompliziertes Einstellen des Geräts mit zahlreichen Arztbesuchen und Besuchen beim Healthcare Provider zur Abstimmung und Anpassung bedeutete, ist heute durch digitale Lösungen im Bereich Telemonitoring und Videoberatung sehr viel patientenfreundlicher, weniger zeitintensiv und trotzdem mit engmaschiger Betreuung möglich.

Digitale Services bringen Patientenzufriedenheit

Digitale Services wie Telemonitoring und Videoberatung sind auch ausschlaggebend für eine über die Jahre stetig gestiegene Patientenzufriedenheit und Therapieadhärenz beim Einsatz der PAP-Therapie. In der letzten anbieterübergreifenden Erhebung von ResMed aus dem Jahr 2019 gaben 94 Prozent von 272 befragten Patienten an, dass sie mit ihrer PAP-Therapie zufrieden sind, wenn diese mit Telemonitoring-Services verknüpft ist. Ohne diese liegt die Zufriedenheit bei den Befragten nur bei 81 Prozent. Entsprechend hoch ist auch die Bereitschaft zur Weiterempfehlung der Therapie. 65 Prozent der befragten Patienten würden die Therapie mit Telemonitoring weiterempfehlen. Die Bereitschaft zur Weiterempfehlung der Therapie ohne Telemonitoring liegt nur bei 41 Prozent. Im Vergleich zu Befragungen aus den Jahren 2014 bis 2018 ist damit ein Höchstwert erreicht, der sich auch in der Gesamtzufriedenheit der Patienten widerspiegelt.

Katrin Pucknat, Präsidentin bei ResMed Germany, analysiert diese Ergebnisse wie folgt: „Eine 25 Prozent erhöhte Sterblichkeit bei Nichtbehandlung innerhalb von vier Jahren ist mehr als nur alarmierend. Es ist allerhöchste Zeit, über die nicht zu unterschätzenden Risiken von Schlafapnoe offensiv aufzuklären. Dies sollte Hand in Hand damit gehen, aufzuzeigen, welche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen und wie Patienten auf dem Weg der Therapie optimal begleitet werden können. Der Patient muss sich an die Hand genommen fühlen und im Rahmen der Therapie durch präsente und greifbare Partner begleitet werden. Die Zahlen zur Patientenzufriedenheit zeigen, wie sinnvoll in diesem Zusammenhang eine Verzahnung von persönlichen und digitalen Kontakten und Services ist. Sie bestärken uns bei ResMed, den Weg der sinnvollen Digitalisierung der Medizintechnik zum Wohle der Patienten weiterzugehen.“

Über ResMed

ResMed (NYSE: RMD, ASX: RMD) ist Vorreiter in der Entwicklung innovativer und digitaler Lösungen für die Schlaf- und Beatmungstherapie vor allem im außerklinischen Einsatz. Damit ermöglicht das Unternehmen mit Hauptsitz in San Diego, CA und 70 Niederlassungen in über 140 Ländern weltweit Patienten mit chronischen Erkrankungen ein besseres Leben außerhalb des Krankenhauses. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen über 750 Mitarbeiter. Davon sind mehr als 450 Mitarbeiter bei ResMed Healthcare, dem Homecare Unternehmen von ResMed tätig. Dieser versorgt deutschlandweit über 250.000 Patienten mit Schlaf- und Beatmungstherapien über ein Netz an Service-Filialen und durch die direkte Versorgung im häuslichen Umfeld.

ResMeds innovative Therapiegeräte, die durch den Unternehmensbereich ResMed Deutschland über den qualifizierten Fachhandel an Einrichtungen und Patienten vertrieben werden, ermöglichen die effiziente und klinisch qualitative Versorgung von Menschen mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, COPD und anderen chronischen Erkrankungen.

Cloud-basierte Softwarelösungen unterstützen Ärzte, Fachpersonal und Pflegekräfte dabei, Patienten in ihrer häuslichen Umgebung oder einer Pflegeeinrichtung effizienter zu betreuen. Damit wird eine bessere, kosteneffizientere Gesundheitsversorgung, bei gleichzeitiger Wahrung von mehr Lebensqualität für die Patienten und eine bessere Integration in den klinischen Alltag ermöglicht.

Weitere Informationen unter: www.ResMed.com

 


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