Swiss-Covid-App zeigt Wirkung

Studie in der Schweiz

Veröffentlicht 18.01.2021 12:40

Die Swiss-Covid-App leiste einen relevanten Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Um zu prüfen, wie nutzbringend die Swiss-Covid-App de facto ist, hat das Institut für Epidemiologie, Biostatistik & Prävention (EBPI) der UZH verschiedene Forschungsarbeiten aufgegleist. UZH-Professor für Digital and Mobile Health ist an verschiedenen Studien zur App beteiligt und gibt einen Überblick, wie die Universität Zürich mitteilt. 

Das EBPI ist für diesen Auftrag gut positioniert, weil dort verschiedene nationale Studien wie Corona Immunitas oder der Covid-19 Social Monitor (gemeinsam mit der ZHAW) zusammenlaufen. Diese Daten sind wichtig, weil die Swiss-Covid-App bewusst keine Informationen über die nutzende Person oder die Art der Nutzung preisgibt. Inzwischen zeichnen diese verschiedenen Studien ein erstes Gesamtbild zur Wirksamkeit der Swiss-Covid-App: Sie leistet einen relevanten Beitrag zur Pandemiebekämpfung, aber die Wirksamkeit wurde teilweise gemindert durch Verzögerungen und Probleme bei gewissen Abläufen in der Warnkaskade. 

Breitere Nutzung erwünscht

Aufgrund der verschiedenen Studien lässt sich schlussfolgern, dass die Swiss-Covid-App funktioniert, und – zumindest im Kanton Zürich –, eine relevante Wirkung zeigt. Allerdings hängt die Wirkung nicht nur von der App ab, sondern auch von den vor- und nachgelagerten Prozessen. Diese wurden in den letzten Wochen verbessert. Genauso wichtig ist natürlich, dass noch mehr Personen die Swiss-Covid-App nutzen. Die kürzlich erzeugte Kompatibilität der App mit älteren iPhones war ein wichtiger Schritt dazu. Zudem lassen die ersten, ermutigenden Ergebnisse zur App hoffen, dass auch jene Bevölkerungsgruppen der App eine (neue) Chance geben, die bisher eher an ihrer Wirksamkeit gezweifelt haben.

Foto: Adobe Stock / MQ-illustrations


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