Unterstützende IT für die Gesundheitsversorgung ukrainischer Flüchtlinge

DRG-Forum

Veröffentlicht 17.03.2022 14:50, Kim Wehrs

Highlight vom DRG-Forum in Berlin

Komplexe Medizin für Patienten verständlich machen – das ist das Ziel von „Was hab’ ich?". Das Unternehmen möchte nun dabei helfen, dass ukrainische Flüchtlinge in Deutschland Informationen zu ihren Diagnosen und Therapien verstehen. Das Angebot einer automatisierten Übersetzung ins Ukrainische richtet sich an die Krankenhäuser. Partner für die Anbindung an die Krankenhaus-IT-Systeme und für die Übersetzung ist die Softwareschmiede hcc.

So funktioniert die Lösung *Patienteninfos auf Ukrainisch* technisch

Das Web-basierte KIS myCare2x ermöglicht es Krankenhäusern, die Anbindung zu dieser Lösung herzustellen. Der mycare2x-KIS-Server empfängt anonymisiert ADT-Nachrichten in der sicheren Cloud. Die ICD-Codes und OPS-Schlüssel werden ausgewertet, „Was hab‘ ich“ wird befragt und die Übersetzung durchgeführt – und als „embedded PDF“ in einer HL7-MDM-Botschaft zurückgesendet an das Krankenhaus. Dort wird die Übersetzung IT-mäßig weiterverarbeitet. Auch on-premise-Lösungen (= vor Ort) und eine Website für direkten Abruf (ohne ADT) sind realisierbar. Die DSGVO ist berücksichtigt – nur die Fallnummer dient zur Zuordnung.

Gemeinsam bieten die Unternehmen Krankenhäusern an, 6 Monate lang kostenfrei mit dieser Lösung die Versorgung ukrainischer Flüchtlinge wirkungsstark zu unterstützen. Yaroslava Verholen, Oberärztin am Klinikum Wilhelmshaven und Stellvertretende Vorsitzende der Ukrainischen Ärztevereinigung in Deutschland (UÄVD), freute sich auf dem DRG-Forum über dieses Angebot: „Ukrainische und russische Ärztinnen und Ärzte engagieren sich – mit allen weiteren Kollegen und Kolleginnen – in deutschen Krankenhäusern für die Behandlung der traumatisierten Flüchtlinge. Die UÄVD begrüßt wichtige Angebote wie ‚Patienteninfos auf Ukrainisch‘, die ihnen diese Arbeit erleichtern“. 

https://www.uaevd.de/

https://washabich.de/

http://www.mycare2x.de/

 

Foto:

Freuen sich über das tolle Angebot der Übersetzung ins Ukrainische von Behandlungsinformationen in verständlicher Sprache: die Ärztinnen Yaroslava Verholen (links) und Dr. Alonja Reiter, Vertreterinnen der Ukrainischen Ärztevereinigung in Deutschland


Text & Foto: Michael Reiter


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