European Health Data Space - Anonymisierung und Pseudonymisierung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke

Health & Law Netzwerk:

Veröffentlicht 24.02.2023 10:20, Kim Wehrs

Das Health & Law Netzwerk stellt am 14. März 2023 in  Berlin das Themenfeld „European Health Data Space (EHDS) / Forschungsinitiative des BMBF – Anonymisierung und Pseudonymisierung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke“ vor. Mit dabei sind u.a. zwei Kompetenzcluster der Forschungsinitiative des BMBF: „AnoMed“, welches von der Universität Lübeck geleitet wird und „ANONY-MED“, welches vom Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) geleitet wird. Experten berichten aus erster Hand, welche Anonymisierungs- und Pseudonymisierungstechniken derzeit entwickelt werden und welche Use-Cases daraus für die Praxis abgeleitet werden können. 

Das Potenzial von Gesundheitsdaten für die medizinische Forschung ist enorm. Das hat auch die EU-Kommission erkannt und als Eckpfeiler des sogenannten „Europäischen Raums für Gesundheitsdaten“ im Verordnungsentwurf zum „European Health Data Space (EHDS)“ den verbesserten Zugang zu Gesundheitsdaten und deren Nutzung für Forschung, Innovation, Gesundheitswesen, Politikgestaltung und Regulierungszwecke (sog. „Sekundärnutzung“) geregelt. Bevor die Gesundheitsdaten allerdings bereitgestellt werden dürfen, sind diese grundsätzlich zu anonymisieren. Im Ausnahmefall sollen auch pseudonymisierte Datensätze bereitgestellt werden können. 

Ziel von Anonymisierungs- und Pseudonymisierungstechniken ist es, den Personenbezug von Gesundheitsdaten zu entfernen, eine (einfache) Re-Identifizierung zu verhindern und Risiken ihrer Nutzung zu verringern. Datenschutzrechtlich stellt der  – aus wissenschaftlicher Sicht – so interessante, große Informationswert der Gesundheitsdaten die größte Herausforderung dar. Kaum ein Datensatz erlaubt so weitreichende Rückschlüsse auf eine Person wie Daten über Behandlungen, Operationen, Medikationspläne, Diagnosen und/oder Laborwerte. Auf nationaler Ebene fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden Jahren deshalb die Erforschung und Entwicklung von Verfahren zur Anonymisierung mit 70 Millionen Euro (Förderrichtlinie für die Gründung eines „Forschungsnetzwerks Anonymisierung für eine sichere Datennutzung“).  

Management und Entscheider:innen in Krankenhäusern, Pharma-Unternehmen und Sozialen Diensten, Datenschutzbeauftragte sowie alle, die sich mit Fragen und Lösungen von Health im Kontext von Datenschutzrecht intensiv auseinandersetzen diskutieren: Wie müssen verantwortliche Akteure bei Anonymisierung und Pseudonymisierung vorgehen? Wie zuverlässig sind die Techniken und wo stoßen sie an ihre Grenzen?

Informationen:

Health & Law Netzwerk | Schürmann Rosenthal Dreyer (srd-rechtsanwaelte.de)

E-Mail: event@srd-rechtsanwaelte.de

Foto: Adobe Stock / gunayaliyeva

 


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