Möglichkeiten und Grenzen von Robotik für die Pflege: Uni Osnabrück lädt zu Tagung ein

Robotik

Veröffentlicht 13.04.2023 08:20, Dagmar Finlayson

Inwiefern kann Robotik die Arbeit in der Pflege unterstützen? Zu dieser Frage haben mehr als zehn Projektteams im Auftrag des BMBF gearbeitet. Das von der Abteilung Pflegewissenschaft der Uni Osnabrück koordinierte wissenschaftliche Begleitprojekt zur BMBF-Förderlinie mit dem Titel „Begründungs- und Bewertungsmaßstäbe für Robotik in der Pflege“ (BeBeRobot) untersucht dabei seit 2019 Möglichkeiten und Grenzen einer robotischen Unterstützung der Pflegepraxis interdisziplinär aus technischer, pflege- und sozialwissenschaftlicher sowie ethischer Perspektive. Zu der öffentlichen Abschlussveranstaltung der Gesamtförderlinie lädt die Uni Osnabrück am 10. und 11. Mai ein.

Veranstaltungsort ist das Osnabrücker Schloss, Neuer Graben 29, Anmeldungen sowie das Programm unter: https://www.pflege-und-robotik.de/abschlusstagung-2023/

Seit November 2019 koordiniert die Abteilung Pflegewissenschaft der Universität Osnabrück das Begleitprojekt zur Förderrichtlinie „Robotische Systeme für die Pflege“ des BMBF. Die Aufgaben bestehen insbesondere darin, die zehn Verbundprojekte der Förderlinie zu vernetzen und Bewertungsmöglichkeiten für den Einsatz von robotischen Systemen bei pflegebedürftigen Menschen, pflegenden Angehörigen sowie professionellen Pflegekräften zu Hause, in Pflegeheimen oder Krankenhäusern zu entwickeln und für Einrichtungen der Pflege bereitzustellen.

Unter anderem haben die Forscherinnen und Forscher der BMBF-Förderlinie verschiedene Robotiken für den Bereich Servicerobotik, Assistenzrobotik und für die Rehabilitation entwickelt und im stetigen interdisziplinären Austausch optimiert. Beruflich Pflegende waren dabei in den Prozess einbezogen, damit passgenau auf die Bedarfe der pflegerischen Arbeit eingegangen werden kann. Zur Abschlusstagung werden die Ergebnisse dieser Arbeiten vorgestellt, Resümee gezogen und ein Ausblick gewagt. Vorläufiges Fazit: „Robotik hat Potenzial, einige Arbeitsabläufe in der Pflege zu vereinfachen und Pflegenden zu assistieren, aber Roboter werden Pflegende nie ersetzen können“, erklärt Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, der das wissenschaftliche Begleitprojekt koordiniert.

Übergreifende Erfahrungen und Erkenntnisse in der Entwicklung und Erprobung von Robotik für die Pflege werden auf der Abschlusstagung so in Hinblick auf einen fachlichen wie gesellschaftlich vertretbaren Einsatz bewertet. Programmschwerpunkte sind unter anderem die Vorstellung der Projektergebnisse der zehn Verbundprojekte, eine Ausstellung der robotischen Exponate, Podiumsdiskussionen sowie Interaktive Workshop-Sessions. „Wir hoffen, auf der Tagung einen umfassenden Rundumblick auf die interdisziplinäre Forschungsarbeit der letzten Jahre zu geben“, so Hülsken-Giesler.

Weitere Informationen: www.pflege-und-robotik.de

Anmeldelink: https://ssl.vdivde-it.de/registration/3153

Bild: Inwiefern kann Robotik die Arbeit in der Pflege unterstützen und erleichtern? Auf einer Tagung an der Uni Osnabrück werden dazu Antworten gesucht. ©DFKI

Quelle: Universität Osnabrück


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