Das JWK hat 350 Da-Vinci-Operationen erfolgreich durchgeführt. Das robotische Operieren ist eine Teamleistung: neben den Operateuren sind die OP-Pflege, das Anästhesieteam sowie die Bereiche IT, Medizintechnik, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, Einkauf und Hygiene bei der OP mit einem Da Vinci in besonderer Weise gefordert.
Das robotisch-assistierte Operieren am Johannes Wesling Klinikum Minden erreicht einen eindrucksvollen Meilenstein: Nur ein Jahr nach Einführung des Da Vinci-Systems wurde jetzt die 350. Operation erfolgreich durchgeführt. Für ein Klinikum, das erst im November 2024 mit dem robotischen OP-Programm gestartet ist, ist diese Zahl außergewöhnlich – und laut Hersteller Intuitive ein Ergebnis, das bundesweit zu den Spitzenleistungen zählt.
Bild: Das robotische Operieren ist eine Teamleistung: neben den Operateuren sind die OP-Pflege, das Anästhesieteam sowie die Bereiche IT, Medizintechnik, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, Einkauf und Hygiene bei der OP mit einem Da Vinci in besonderer Weise gefordert.
„Dass wir schon nach zwölf Monaten die 350er-Marke überschreiten, zeigt die enorme Dynamik, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Mut unseres Hauses, modernste Medizin schnell in den klinischen Alltag zu bringen“, betont Dr. Alexander Ottenhof, stellvertretender Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Roboterassistierte Chirurgie OWL (IZR-OWL). „Dieses Ergebnis ist ein starkes Statement für die Leistungsfähigkeit unseres gesamten Teams.“
Am Universitätsklinikum Minden arbeiten mehrere Disziplinen mit dem Da-Vinci-X-System: die Allgemein- und Thoraxchirurgie, die Gynäkologie sowie die Urologie. Weitere potenzielle Einsatzgebiete sind die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und die Hals-Nasen-Ohren-Medizin. Die robotische Chirurgie ermöglicht präzisere Eingriffe, kleinere Schnitte, weniger Schmerzen, geringere Nachwirkungen und häufig eine schnellere Genesung für die Patientinnen und Patienten.

„Robotische Chirurgie ist mehr als eine neue Technik – sie ist ein weiterer Pfeil im Köcher für uns Ärztinnen und Ärzte, um Patientinnen und Patienten weitestgehend ohne bleibende OP-Nachwirkungen zu heilen. Gleichzeitig ist die Robotik auch ein Zukunftsversprechen an unsere Region“, sagt Prof. Hansjürgen Piechota, Ärztlicher Direktor des JWK und Direktor der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Operative Uro-Onkologie „Die 350 Operationen stehen für Kompetenz, für Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten und für eine außergewöhnliche Teamleistung. Darauf können wir alle stolz sein.“
Das robotische Operieren fordert nicht nur die Operateure heraus. Auch das übrige OP-Personal wie die OP-Pflege, das Anästhesieteam sowie die Bereiche IT, Medizintechnik, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, Einkauf und Hygiene sind bei der OP mit einem Da Vinci in besonderer Weise gefordert. „Unsere Stärke liegt im Team – nur gemeinsam konnten wir unter herausfordernden Rahmenbedingungen Hürde um Hürde derart rasch und erfolgreich meistern“, so Dr. Ottenhof.
Die Mühlenkreiskliniken haben mit dem Da Vinci in Minden bereits in zwei Krankenhäusern das robotisch-assistierte Operieren etabliert. Seit 2021 ist am Krankenhaus Lübbecke ein Da-Vinci-OP-Roboter erfolgreich im Einsatz. In Lübbecke wurden seitdem 900 Operationen mit dem OP-Roboter durchgeführt. Bis zur Anschaffung eines zweiten Da-Vinci-OP-Roboters haben das Johannes Wesling Klinikum und das Krankenhaus Lübbecke den am Krankenhaus Lübbecke installierten Roboter gemeinsam genutzt. „Die Einführung der Robotik bei den Mühlenkreiskliniken ist ein gutes Beispiel dafür, welche Vorteile ein Klinikverbund hat. Der erste Da Vinci in Lübbecke wurde durch eine großzügige Spende von Herrn Paul Gauselmann finanziert und kam durch die standortübergreifende Nutzung allen Patientinnen und Patienten im Kreisgebiet zugute. Sehr schnell zeigte sich, dass in einigen chirurgischen Disziplinen der robotisch-assistierten Chirurgie die Zukunft gehört. Deswegen war es folgerichtig, dass wir im vergangenen Jahr den zweiten OP-Roboter in Minden stationiert haben. Und ich wage die Vorhersage, dass das nicht der letzte OP-Roboter war, der von den Mühlenkreiskliniken gekauft wird“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier.
Quelle: Mühlenkreiskliniken
Bildmaterial: Mühlenkreiskliniken










