Ein bisschen Nähe und Zuversicht schaffen

Videotelefonie

Veröffentlicht 22.02.2021 10:30, Kim Wehrs

In Zeiten von Besuchsstopp und Kontaktbeschränkungen sind Telefonate und Videogespräche gerade für ältere Patienten eine wichtige Möglichkeit, um mit ihren Angehörigen in Verbindung zu bleiben. In der Medizinisch-Geriatrischen Klinik am Agaplesion Markus Krankenhaus werden sie dabei von Studierenden unterstützt.

Die Studierenden helfen älteren Patienten auf den beiden geriatrischen Stationen ehrenamtlich dabei, Videotelefonate mit ihren Angehörigen zu führen. Dank gespendeter Tablets und WLAN-Zugang der Klinik können die Patienten so in Kontakt mit ihren Angehörigen stehen und ein bisschen „plaudern“.

Entstanden ist die Idee bereits im Mai letzten Jahres im Team um Oberarzt Dr. med. Johannes Trabert. „Nachdem das Angebot der Videotelefonate von den Patienten sehr gut angenommen wurde, musste Unterstützung her“, erklärt Dr. Trabert. Seit Anfang Januar kommen nun die ehrenamtlichen Helfer drei Mal die Woche nachmittags in die Klinik. „Die Patienten werden dabei von den Studierenden nicht nur technisch, sondern auch kognitiv unterstützt und es entwickelt sich eine gewisse Routine“, so Trabert.

Und auch für die Studierenden ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Die Patienten freuen sich immer sehr, wenn wir kommen - es wird für sie zur Routine und man baut eine gewisse Bindung auf“, so Pascal Knodt. Auch Student Sascha Weber bestätigt: „Es ist schön, dass man hier, gerade in Zeiten von Corona, anderen Menschen helfen kann. Wenn man den Patienten ein Lächeln aufs Gesicht zaubert und man ihre Dankbarkeit spürt, weiß man wofür man dies tut.“

Ziel ist es, dieses Angebot künftig weiter auszubauen und zu untersuchen, ob es möglicherweise förderlich für die Genesung der Patienten sein könnte. „Unsere Beobachtungen im Alltag zeigen, dass die Patienten durch die Telefonate deutlich aktiver werden“, beschreibt Assistenzarzt Andreas Schenk, der seine Doktorarbeit zu diesem Thema schreibt. Er kümmert sich zusammen mit Dr. Johannes Trabert um die Betreuung und Gewinnung von weiteren freiwilligen Helfern. „Es wäre toll, wenn wir in Zukunft noch mehr Stationen in dieses Projekt aufnehmen könnten. Dabei sind wir allerdings neben den Spenden von Tablets auch auf Menschen angewiesen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten“, betonen die beiden Ärzte.

Wer Interesse hat, sich an dem Projekt zu beteiligen, kann sich gerne bei Dr. med. Johannes Trabert melden: johannes.trabert@fdk.info.

 

Weitere Informationen über das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS finden Sie im Internet unter: www.markus-krankenhaus.de

Das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS bildet gemeinsam mit dem AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gemeinnützige GmbH. Die beiden Kliniken verfügen über insgesamt 872 Betten und 70 teilstationäre Plätze. Im Jahr 2020 wurden dort rund 31.260 Patienten stationär, mehr als 8.700 Patienten vor- oder nachstationär behandelt, rund 15.200 ambulante Notfälle versorgt sowie circa 2.100 ambulante Operationen vorgenommen.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.

Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhausstandorte mit über 6.250 Betten, 40 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.500 Pflegeplätzen, vier Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, 16 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 15 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über 1,5 Milliarden Euro.


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