Corona verändert Homeoffice

Sicherheit und Effektivität:

Veröffentlicht 14.05.2021 09:40, kiw

Die COVID-19-Pandemie hat die Arbeitswelt durch gewandelte Anforderungen verändert.  Verlagerung auf Homeoffice-Strukturen führt zu neuen Lösungen für Sicherheit, digitale Dokumenten-Workflows können die Remote-Arbeit verbessern. Marktforscher Forrester Research untersuchte in Studien Auswirkungen und Perspektiven.

In der Forrester-Studie „Evolving Privileged Identity Management (PIM) in the Next Normal“ (1)  werden Anforderungen ermittelt, die eine hohe IT-Sicherheit bei Heimarbeitern durch Privileged Identity Management (PIM) gewährleisten. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick beleuchten Auswirkungen von Covid-19 durch den erhöhten Einsatz von Remote-Mitarbeitern. 91% prognostizieren einen Anstieg der Zahl der Remote-Beschäftigten gegenüber 45 % vor der Pandemie. 53 % der Arbeitnehmer geben an, auch nach der Pandemie mehr von zu Hause aus arbeiten zu wollen. Allgemein wird unzureichender Schutz von Remote-Mitarbeitern beim Einsatz von Perimeter-basierten Netzwerksicherheitslösungen und veralteten Remote-Zugriffstechnologien wie VPN beklagt. So glauben 83 %, dass der Anstieg von Remote-Mitarbeitern das Risiko eines Sicherheitsvorfalls erhöht.

Der Nutzerkreis mit privilegierten Zugriffsrechten geht mittlerweile deutlich über das Aufgabenprofil von IT-Administratoren hinaus und muss auch Anwendungsfälle im Zusammenhang mit Remote-Arbeit umfassen. Eine robuste Zugriffskontrolle ermöglicht es Mitarbeitern, notwendige Aufgaben überall zu erledigen, ohne unnötige Risiken einzugehen. PIM-Strategien müssen über die herkömmliche Kennwortverwaltung hinausgehen und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der Endpoint Privilege Management und Remote-Access-Sicherheit mit beinhaltet.

Klassische PIM-Tools setzen offenbar Regeln und IT-Governance privilegierter Nutzer nicht effizient genug durch.

Best-Practice-Maßnahmen ableiten

Privilegierte Nutzer sind für den Betrieb digitaler Unternehmen von entscheidender Bedeutung, stellen aber auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das betrifft PIM-Kontrollen, um die Angriffsfläche zu begrenzen.

Aus den Umfrageergebnisse lassen sich Best-Practice-Maßnahmen ableiten. So ist eine Vorbereitung auf eine drastisch steigende Anzahl an privilegierten Remote-Nutzern  angeraten. Die rasche Zunahme des Bedarfs an privilegierten Zugriffsrechten für Remote-Mitarbeiter eröffnet neue Sicherheitslücken und erschwert die Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Zur Risikovermeidung sind Tools und Prozesse erforderlich, die privilegierte Benutzer und Aktivitäten erfassen, um die richtigen Zugriffsrechte zuordnen zu können. Unternehmen benötigen Sicherheitskontrollen, die für unterschiedliche Anforderungen verschiedener Nutzer und Situationen geeignet sind.


Remote mit digitalen Dokumentenprozessen

Klinik wollen wesentliche wirtschaftliche, medizinische und technische Ziele wie Erlössicherung, Patientensicherheit und transparente Prozesse erreichen. Voraussetzung ist es, dass Klinik ihre medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Abläufe und Leistungen auf einer Plattform automatisiert für jeden Patienten erfassen und bündeln, dokumentieren sowie transparent darstellen und aufschlüsseln. Eine solche Lösung integriert Systeme und medizinische Geräte, um online patientenspezifische Daten, wie etwa Vitalparameter, zu ermitteln. Sie lassen sich über eine Anbindung an das Krankenhausinformationssystem bereitstellen, um klinikweit abrechnungsrelevante Leistungen dokumentieren und weiter verarbeiten zu können.

 

(1) Forrester Research befragte dafür im November 2020 insgesamt 320 IT- und Sicherheitsverantwortliche in Europa, Asien und den USA befragt.

Foto: Adobe Stock / Maridav

 

 


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