Risiko: Remote-Arbeit und veraltete Geräte

Mobile Geräte

Veröffentlicht 04.06.2021 08:30, kiw

Die Mehrheit von Unternehmen gaben in einer Umfrage jüngst an, dass sie nicht zu den alten Arbeitsgewohnheiten zurückkehren wird. Mobile Geräte von Mitarbeitern zu sichern wird daher eine der großen Herausforderungen bilden, wissen Sicherheitsforscher. Und: Schwachstellen bleiben weiterhin veraltete Geräte.

Remote-Arbeit ist seit über einem Jahr etabliert und ein wahrscheinlicher Wechsel zu hybriden Remote-/Büro-Arbeitsmodellen steht bevor, dennoch sind vier Fünftel der Unternehmen immer noch besorgt über die Sicherheitsrisiken von Mitarbeitern, die im Homeoffice arbeiten. Cyber-Sicherheitsexperten geben Führungskräften besonders zu bedenken, dass die Absicherung der Endgeräte ihrer Mitarbeiter – Laptops, Computer und Smartphones – von entscheidender Bedeutung ist. Fast die Hälfte der Befragten berichtet von einem Anstieg des Volumens, der Intensität und des Umfangs von Cyberangriffen in den letzten 12 Monaten. (1)

Fast drei Viertel der Unternehmer planen, ihre Mitarbeiter dauerhaft auf Fernarbeit umzustellen, statt zum alten Arbeitsablauf zurückzukehren. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage (2) sind die Prioritäten der Unternehmen bis 2023 die Absicherung von Fernarbeit (61 Prozent) und Endpunkt- sowie mobile Sicherheit (59 Prozent). Diese Hürden haben sich während des erzwungenen Übergangs zur Fernarbeit während der Corona-Krise erhöht. Mehr Endgeräte, mehr Einfallstore bedeuten: Rund 97 Prozent der Unternehmen waren 2020 mit Bedrohungen gegen Mobilgeräte konfrontiert, die mehrere Angriffswege gingen und 46 Prozent beschäftigten mindestens einen Mitarbeiter, der eine schädliche Handy-App heruntergeladen hatte. Cyber-Kriminelle wissen, dass Mitarbeiter im Home Office und Mitarbeiter im Außendienst mehr denn je auf tragbare Geräte angewiesen sind, und zielen mit neuen Angriffen auf diese Unternehmens- und BYOD-Mobilgeräte. Außerdem nahmen Angriffe gegen Remote-Access-Systeme stark zu.

Schwachstellen und veraltete Geräte erhöhen das Risiko. Die kürzlich entdeckten Schwachstellen im Microsoft Exchange Server zeigen, wie wichtig es für Unternehmen geworden ist, ihre Software regelmäßig zu aktualisieren, um sich gegen Angriffe zu schützen. Mindestens 40 Prozent der tragbaren Geräte, allen voran Smartphones, sind aufgrund von Fehlern in Chipsätzen von Natur aus anfällig für Cyber-Angriffe, daher müssen dringend Patches installiert werden. Hinzu kommen neue Sicherheitslücken in den Qualcomm Modems, die in vielen Smartphones verbaut sind und eine sehr hohe Zahl von Geräten betreffen.

Doch obwohl Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um aktuelle Bedrohungen zu stoppen, wachsen die Sorgen über zukünftige Herausforderungen am Horizont. Mit Blick auf die Zukunft sind 85 Prozent (79% in Deutschland) der Befragten weltweit besorgt über die Sicherheitsbedrohungen des Quantum Computing, eine Bedrohung, die durch die zunehmende Komplexität von Cloud-Umgebungen wohl noch verschärft wird.

(1) Thales Global Data Threat Report 2021

(2) Check Point Mobile Security Report 2021

 
Foto: Adobe Stock / alphaspirit


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