IoT und 5G für Cybersicherheit

Security

Veröffentlicht 11.06.2021 08:00, kiw

Technologie ist nicht mehr nur ein Helfer, sondern teilweise auch ein Retter in der Krise und ein notwendiges Werkzeug, um Unternehmensabläufe weiterhin effizient zu gestalten. Es überrascht nicht, dass die Applikationen in der IT-Infrastruktur entsprechend skalieren.  Neue Schwachstellen bei TCP/IP-Stacks tauchen immer häufiger auf ebenso wie bei 5G-verbundenen Geräten in Organisationen des Gesundheitswesens.

Im Jahr 2020 erfolgte die Offenlegung von Schwachstellen in TCP/IP Stacks, die massenhaft in Software und Hardware vieler IoT-, IT- und OT-Geräte verbaut wurde. Diese Verwundbarkeiten stufen Sicheheits-Experten als weitreichend ein, da sie viele Hersteller betrifft und somit Millionen angeschlossener Geräte auf der ganzen Welt von Grund auf unsicher sind. Im Jahr 2021 wird es wahrscheinlich eine weitere Reihe von Angriffen geben, bei denen diese neue Kategorie von Schwachstellen ausgenutzt wird. Daher muss es einen besseren Einblick in die Komponenten geben, aus denen jedes angeschlossene Gerät innerhalb einer Organisation besteht. Zudem sind Strategien zur Risikominderung erforderlich, um einer wachsenden Zahl von anfälligen Geräten zu begegnen.

Mit zunehmender Reife der Technologie werden 5G-verbundene Geräte in Organisationen aller Branchen immer häufiger zu finden sein. Während Verbraucher von den neuen hohen Geschwindigkeiten profitieren, können Unternehmen den technologischen Fortschritt für ihr Netzwerk einsetzen. Sicheheits-Experten gehen davon aus, dass 2021 Organisationen weltweit in vielen Bereichen mit 5G-fähigen Geräten ausgestattet sein erden. Dieser Trend wird eine Evolution von Unternehmens-Netzwerken hervorbringen, die das bekannte LAN und WAN ersetzen und eine neue Art von Wifi definieren werden.

Arbeiten aus der Ferne -  besonders kritisch

Da das Arbeiten aus der Ferne von einer vorübergehenden Lösung für die Pandemie zu einer langfristigen Praxis für Unternehmen wird, werden die Auswirkungen auf die IT-Sicherheit vermehrt zu spüren sein. Heimnetzwerke enthalten Dutzende von angeschlossenen Geräten, von Wi-Fi-Kaffeemaschinen über persönliche Laptops und Tabletts bis hin zu Baby-Videomonitoren. Da sich die Reichweite des Büros bis nach Hause erstreckt, werden Angreifer diese schwachen Verbrauchergeräte nutzen, um Unternehmensnetzwerke anzugreifen. Sicheheits-Experten warnen daher: Dies ist besonders kritisch, da der Angestellte als Privatverbraucher seine Smart Home-Geräte seltener aktualisiert.

Es ist inzwischen klar geworden, dass das Arbeiten aus der Ferne für viele nicht nur möglich, sondern in einigen Fällen sogar bevorzugt wird. Dies bedeutet, dass Zero Trust-Fähigkeiten wichtiger denn je sein werden, da sich Firmengeräte mit riskanten Geräten vermischen, die nicht mehr von den Cyber-Sicherheitsteams der Unternehmen kontrolliert werden können.


Von Wolf-Dietrich Lorenz
Foto: Adobe Stock / areebarbar

 

 

 


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