Unter Druck durch Netzwerkstress

Stress

Veröffentlicht 26.08.2022 05:00, Dagmar Finlayson

In einer zunehmend verknüpften Welt können Netzwerkblockaden und -ausfälle ein Unternehmen lähmen. Ausfälle beeinträchtigen den Betrieb, den Ruf und die Gewinne der Unternehmen, und der Druck, die Netzwerke wieder zum Laufen zu bringen, ist immens. Der Stress trifft vor allem die IT-Teams.

Netzwerkteams spüren bereits die Belastung

Viele IT-Teams sind bereits überlastet, auch ohne sich um eine Netzwerküberlastung zu kümmern. Oft haben sie zu wenig Ressourcen und leiden unter der Abwanderung von Mitarbeitern. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass sie sich um Tickets kümmern, während sie gleichzeitig Hardware und Software beschaffen, technisch weniger versierte Mitarbeiter unterstützen und über neue Technologien beraten. Dieser Druck wird durch die zunehmende Cyberkriminalität und neue COVID-Protokolle noch verstärkt, während die Fernarbeit immer mehr Bandbreite von der IT-Infrastruktur verlangt und die Erwartung einer zeitnahen Fehlerbehebung mit sich bringt. Ausfälle setzen Menschen unter Druck, die bereits vollkommen ausgelastet sind.

Psychischer Tribut von der IT

Netzwerkausfälle können tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie tiefgreifend die Auswirkungen eines Netzwerkausfalls auf IT-Teams sein können, kann es aufschlussreich sein, ihn im Zusammenhang mit sechs klassischen Ursachen für Burnout zu betrachten:

  • Arbeitsbelastung: Die Bewältigung eines Netzwerkausfalls kann einen den ganzen Tag rauben.
  • Mangelnde Kontrolle: Ausfälle treten plötzlich auf, und der Druck, sie schnell zu beheben, lässt den Mitarbeitern nur wenig Handlungsspielraum.
  • Mangelnde Anerkennung: Die Behebung eines Ausfalls kann mit Begeisterung aufgenommen werden - oder mit dem Ausruf "Warum habt ihr so lange gebraucht?
  • Schlechte Beziehungen: Wenn die Emotionen hochkochen, sind Reibereien unvermeidlich.
  • Mangelnde Fairness: Der Ausfall mag niemandes schuld sein, aber die IT-Abteilung wird wahrscheinlich die Schuld auf sich nehmen.
  • Unstimmigkeiten bei den Werten: Sicherheitsteams predigt vielleicht Sicherheit an erster Stelle, während der Vertrieb die Kanäle so schnell wie möglich wieder öffnen möchte. Während das Netzwerkteam in der Mitte der beiden Meinungen gefangen ist. 

Maßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens der Mitarbeiter können die psychische Gesundheit (und die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen) wirklich verbessern, aber Entscheidungsträger müssen sich mit grundlegenden Geschäftsprozessen befassen und nicht mit oberflächlichen Anzeichen von Burnout. Es hat keinen Sinn, Arbeitnehmern mehr Freizeit zu gewähren, wenn ihre Arbeitsbelastung nicht zu bewältigen ist.

 

Quelle: riverbed.com

Symbolbild: Elisa Ventur (Unsplash)


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